Offene Worte beim CHIO Aachen
Lange hatte sie geschwiegen, doch jetzt bricht sie ihr Schweigen: Franziska van Almsick hat sich in tiefer Sorge befunden – um ihre enge Freundin Fürstin Charlène von Monaco. Bei der Media Night am CHIO Aachen sprach die ehemalige Profischwimmerin offen über ihre Ängste – und ebenso darüber, wie erleichtert sie inzwischen ist.
Die Freundschaft der beiden Frauen reicht zurück bis in ihre Zeit als Leistungsschwimmerinnen. Damals trafen van Almsick und die gebürtige Südafrikanerin Charlène Wittstock bei internationalen Wettkämpfen aufeinander – aus der anfänglichen Rivalität wurde eine tiefe Verbindung. „Wir waren gemeinsam bei Wettkämpfen, und daraus ist über die Jahre eine enge Freundschaft entstanden“, erklärte van Almsick rückblickend.
Auch als sich Charlènes Leben mit der Hochzeit mit Fürst Albert II. 2011 radikal veränderte, hielt die Freundschaft. Van Almsick war Ehrengast auf der Traumhochzeit in Monaco. Doch die unterschiedlichen Lebenswelten machten die Kontaktpflege nicht einfacher. Am Rande des CHIO-Turniers gab van Almsick nun zu: „Ich glaube, dass wir eine Möglichkeit gefunden haben.“
„Wir haben noch Kontakt.“
Diese Worte klingen nüchtern, doch dahinter verbirgt sich eine lange Geschichte des gegenseitigen Vertrauens. Schon auf der „Ein Herz für Kinder“-Gala 2011 hatte van Almsick der Braut emotionale Zeilen gewidmet: „In dir haben die Menschen, insbesondere ich, eine ganz besondere Freundin fürs Leben gefunden.“ Später verriet sie mit einem Augenzwinkern: „Auf Charlènes Hochzeit war ich rabenvoll.“
Charlènes schwere Zeit
Doch dann kamen die dunklen Monate. 2021 saß Charlène aufgrund eines schweren Hals-Nasen-Ohren-Infekts für acht Monate in Südafrika fest – getrennt von Mann und Kindern. Später folgte eine Behandlung in Zürich. In dieser Zeit machten sich nicht nur die Monegassen, sondern auch van Almsick größte Sorgen. „Natürlich habe ich mir Sorgen gemacht“, sagte die 47-Jährige jetzt in Aachen.
„Ich habe mir Sorgen um Fürstin Charlène gemacht!“
Die Erleichterung ist van Almsick anzumerken. Seit einigen Monaten zeigt sich Charlène wieder strahlend an der Seite Alberts und der gemeinsamen Zwillinge Jacques und Gabriella. „Ich freue mich sehr, wie sich das alles in den letzten Monaten so entwickelt hat. Das ist toll“, so van Almsick. Die dunklen Wolken scheinen verzogen.
Das Bild, das van Almsick von ihrer Freundin zeichnet, ist weit entfernt von der distanzierten Fürstin, die manche in der Öffentlichkeit sehen. „Charlène hat ein großes Herz und ist alles andere als kühl! Im Gegenteil, sie ist sehr sensibel, hat lange mit Selbstzweifeln gekämpft", verriet van Almsick einmal. Dieses Vertrauen hat die königliche Etikette nie zerstört, auch wenn der Kontakt heute diskreter ist.
„Charlène hat ein großes Herz und ist alles andere als kühl! Im Gegenteil, sie ist sehr sensibel, hat lange mit Selbstzweifeln gekämpft.“
Ein baldiges Wiedersehen der beiden Schwimmerinnen kündigte van Almsick in Aachen ebenfalls an: „Und ich denke, wir sehen uns bald.“ Wann und wo, ließ sie offen – ganz im Sinne einer Freundschaft, die keine große Bühne braucht, um zu bestehen.





