Johannes Krisch mit 59 Jahren an Krebs gestorben
KI-Bild
Krebsleiden

Johannes Krisch mit 59 Jahren an Krebs gestorben

Nach langer Krankheit erlag der österreichische Charakterdarsteller am Morgen des 27. Juli 2026 im Alter von 59 Jahren einer Krebserkrankung. Seine Agentin bestätigte den schweren Kampf in den letzten Monaten.

Veröffentlicht
JUX auf Google folgen

Der österreichische Schauspieler Johannes Krisch ist tot. Er starb am Morgen des 27. Juli 2026 im Alter von 59 Jahren in einem Wiener Krankenhaus, wie das Theater in der Josefstadt mitteilte, dessen Ensemble er angehörte. Krisch erlag einer langjährigen Krebserkrankung, gegen die er bis zuletzt angekämpft hatte.

Vor allem das letzte halbe Jahr sei für ihn und sein Umfeld extrem schwierig gewesen, machte seine Agentin Daniela Fruhmann mitteilte. Er musste sich eine Auszeit von der Bühne nehmen. Um welche konkrete Krebsart es sich handelte, wurde nicht öffentlich gemacht.

Instagram · @johanneskrisch

Kampf gegen den Krebs

Johannes hat einen langen Kampf gegen den Krebs geführt. Das letzte halbe Jahr war für ihn sehr schwierig, er musste sich eine Auszeit nehmen.
Daniela Fruhmann, Agentin von Johannes Krisch

Krisch galt als einer der prägendsten Charakterdarsteller Österreichs. Seine markante Stimme, sein unverwechselbares Äußeres und eine intensive Bühnenpräsenz zeichneten ihn aus. Über Jahrzehnte war er festes Ensemblemitglied an renommierten Häusern wie dem Burgtheater und dem Theater in der Josefstadt. Einem breiten Publikum wurde er durch zahlreiche Fernsehrollen bekannt: Er spielte in der ARD-Krimireihe „Tatort“, in der Kultserie „Braunschlag“ von David Schalko und war unter anderem in „SOKO Wien“ zu sehen.

Internationaler Erfolg mit „Revanche“

International sorgte Krisch 2008 mit der Hauptrolle des Alex in Götz Spielmanns Filmdrama „Revanche“ für Aufsehen. Der Film wurde 2009 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert – ein Meilenstein in seiner Karriere. Weitere markante Leinwandauftritte folgten: 2011 spielte er an der Seite von Anthony Hopkins, Jude Law und Moritz Bleibtreu in Fernando Meirelles’ Thriller „360“, 2017 war er in Fatih Akins preisgekröntem Drama „Aus dem Nichts“ neben Diane Kruger zu sehen, und 2022 übernahm er in Adrian Goigingers Epos „Märzengrund“ die Rolle des Aussteigers Elias.

Bühnenlegende mit Tiefgang

Besonders in Erinnerung blieb seine Darstellung des eigensinnigen, sich den Nationalsozialisten widersetzenden Metzgers Karl Bockerer in dem Erfolgsstück „Der Bockerer“. Die Vielseitigkeit und Tiefe seiner schauspielerischen Arbeit wurde vielfach gewürdigt. 2017 verlieh ihm die Diagonale den Großen Schauspielpreis. Die Jury begründete dies mit den Worten: „Johannes Krisch lotet die Grenzen als Künstler aus und ist bereit, sie zu übertreten – mit Liebe, mit Leidenschaft und mit einer großen Vielfalt an schauspielerischem Können. Er macht es sich nicht auf gewohntem Terrain bequem, sondern tastet sich in seiner Rollenauswahl in die dunklen Ecken vor.“

Herbert Föttinger, langjähriger Direktor des Theaters in der Josefstadt, würdigte den Verstorbenen als „einen der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation“ und betonte dessen seltene Gabe, „Figuren nicht zu spielen, sondern sie im Augenblick zu erleben – und das Publikum daran teilhaben zu lassen“. Krisch selbst kommentierte seine Bühnenvorbereitung einmal lakonisch: „Ich spuck’ dreimal auf den Bühnenboden und klopf’ auf Holz.“

Umfrage
Lädt

Zuletzt hatten seine gesundheitlichen Probleme auch seine kurzzeitige Intendanz bei den Raimundspielen Gutenstein überschattet. Johannes Krisch hinterlässt ein umfangreiches künstlerisches Vermächtnis in Theater, Film und Fernsehen. Die Nachricht seines Todes löste in der österreichischen Kulturszene und bei Fans tiefe Betroffenheit aus. Viele werden ihn als einen Schauspieler in Erinnerung behalten, der jeder Figur eine unverwechselbare Seele verlieh.

JUX auf Google folgen
Mehr aus

Promis