Schmerzliche Enthüllung im Podcast „tigges trifft“
Gina-Lisa Lohfink (39) hat in der neuesten Folge des Podcasts „tigges trifft“ mit Moderator Sebastian Tigges (41) erstmals offen über die wahren, schmerzlichen Auslöser ihrer zahlreichen Schönheitsoperationen gesprochen. Wie Promiflash berichtet, folgte ihre erste Beauty-OP unmittelbar auf eine mutmaßliche Vergewaltigung kurz nach ihrer Teilnahme an Germany’s Next Topmodel im Jahr 2008.
„Das erste Mal, wo ich vergewaltigt wurde, danach habe ich das gemacht.“
Die Tat wurde von den mutmaßlichen Tätern ohne ihr Einverständnis filmisch festgehalten und im Internet verbreitet. Vor Gericht glaubte man der damals jungen Frau nicht – die Angeklagten wurden freigesprochen.
Selbstekel als Auslöser für Schönheits-OPs
Die Veröffentlichung der intimen Aufnahmen löste bei Lohfink einen tiefen Ekel vor dem eigenen Körper aus. „Ich habe mich dann so sehr vor mir selbst und meinem Körper geekelt, dass ich das nicht mehr sehen konnte“, erklärte sie im Podcast.
„Ich habe mich dann so sehr vor mir selbst und meinem Körper geekelt, dass ich das nicht mehr sehen konnte, weil das gefilmt wurde und fotografiert wurde und veröffentlicht wurde, ohne dass ich das wollte.“
Die Täter hätten ihr alles genommen, so Lohfink weiter. „Mein ganzes Selbstbewusstsein, alles an Selbstwert. Die haben mich ja komplett blamiert. Jeder wusste damals, wie ich nackt aussehe.“
„Die haben mir alles genommen. Mein ganzes Selbstbewusstsein, alles an Selbstwert. Die haben mich ja komplett blamiert. Jeder wusste damals, wie ich nackt aussehe.“
Obwohl sie sich heute in ihrem Körper wohlfühlt, rät sie anderen von Schönheits-OPs ab. Stattdessen empfiehlt sie psychologische Hilfe: „Lieber so akzeptieren, wie man ist. Da muss man ja gar keine OP machen, dann lieber auch zur Psychologin gehen, bevor man so viele OPs macht.“
„Lieber so akzeptieren, wie man ist. Da muss man ja gar keine OP machen, dann lieber auch zur Psychologin gehen, bevor man so viele OPs macht.“
Der Horror in der Türkei: „Der Po ist explodiert“
Doch Lohfinks Leidensweg endete nicht mit den psychischen Folgen. Im Sommer 2023 ließ sie sich in Izmir (Türkei) einem Brazilian Butt Lift (BBL) unterziehen – einem Mix aus Eigenfett, Aquafilling und Hyaluron. Der Eingriff ging völlig schief.
„Ich hatte eine verpfuschte Po-OP und dann ist der Po explodiert.“
In der türkischen Klinik bekam sie plötzlich hohes Fieber über 41 Grad, wurde jedoch kaum behandelt. „Ich lag eine Woche im Sterben“, erinnert sie sich. Ihr Gedanke damals: „So fühlt sich sterben an.“
„Ich lag eine Woche im Sterben. Okay, jetzt fühlt es sich so an, als wenn alles aus mir rauskommt. Also ich habe gedacht: So fühlt sich sterben an.“
Lohfink behauptet, es seien gar keine echten Ärzte gewesen, die sie betreuten. Die Klinik in Izmir existiere heute nicht mehr. Wie Promiflash weiter berichtet, musste sie sich im Januar 2026 in Deutschland einer dreistündigen Not-OP unterziehen, die 9.000 Euro kostete.
Lebenslange Schmerzen und Sepsis-Gefahr
Trotz der Not-OP konnten die Ärzte nicht das gesamte Fremdmaterial entfernen. Ihr behandelnder Arzt Dr. Andreas Dorow erklärte gegenüber RTL: „Wahrscheinlich wird die arme Gina damit ihr Leben lang zu kämpfen haben, weil es wahrscheinlich nie ganz restlos zu entfernen ist.“
„Wahrscheinlich wird die arme Gina damit ihr Leben lang zu kämpfen haben, weil es wahrscheinlich nie ganz restlos zu entfernen ist.“
Das verbliebene Kunststoffgel ist mit Bakterien durchsetzt, die Antibiotika nicht vollständig erreichen – ein dauerhaftes Entzündungsrisiko. Schlimmstenfalls droht eine Sepsis, und auch der Verlust ihres Beins sei noch nicht gebannt, berichtete die GALA. Aus ihrem Bein läuft weiterhin ständig Flüssigkeit, sie ist auf regelmäßige Antibiotika und Schmerzmittel angewiesen.
Ihr Rat heute: Kein Skalpell, sondern die Couch
Nach all diesen Erfahrungen hat Gina-Lisa Lohfink ihre Einstellung zu Schönheits-OPs grundlegend geändert. Sie möchte andere mit ihrer Geschichte warnen. Im Podcast betonte sie, dass sie sich nun so akzeptieren könne, wie sie ist, und vorerst keine weiteren Eingriffe plane.
„Ja, ich fühle mich jetzt so wohl in meinem Körper, so wie ich bin. Und das ist erst mal das Wichtigste.“
Doch die Narben – sowohl körperlich als auch seelisch – bleiben. Die Frage, ob sie je ganz von diesen Traumata loskommt, muss offenbleiben.
Gina-Lisa Lohfinks Leidensweg
- 2008Mutmaßliche Vergewaltigung und erste OP
Kurz nach ihrer GNTM-Teilnahme wird Lohfink mutmaßlich vergewaltigt, die Tat gefilmt und verbreitet. Daraufhin beginnt sie mit Schönheitsoperationen.
- 2016Gerichtsurteil und Freispruch
Die mutmaßlichen Täter werden freigesprochen; das Gericht glaubt Lohfink nicht.
- Sommer 2023Pfusch-Po-OP in Izmir
Brazilian Butt Lift in der Türkei scheitert dramatisch. Lohfink erleidet lebensgefährliches Fieber und mangelhafte Behandlung.
- Januar 2026Not-OP in Deutschland
Nach jahrelangen Schmerzen entfernt eine dreistündige Notoperation in Deutschland einen Großteil des Fremdmaterials (Kosten: 9.000 Euro).
- 28. Juli 2026Podcast-Enthüllung
In „tigges trifft“ spricht Lohfink erstmals öffentlich über die mutmaßliche Vergewaltigung als Auslöser ihrer zahlreichen Schönheitseingriffe.





