AfD bei 41 Prozent, CDU verliert auf 24 Prozent
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Sachsen-AnhaltTREND

AfD bei 41 Prozent, CDU verliert auf 24 Prozent

Die AfD bleibt knapp sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt uneinholbare Spitzenreiterin. Im neuen Sachsen-AnhaltTREND kommt sie auf 41 Prozent, die CDU verliert weiter und liegt nur noch bei 24 Prozent – ein Rückstand von 17 Punkten. Die Zufriedenheit mit der Landesregierung sinkt auf einen neuen Tiefstand.

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AfD baut Vorsprung aus und liegt bei 41 Prozent

Rund sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt die AfD mit 41 Prozent weiterhin uneinholbar vorn. Das geht aus dem aktuellen Sachsen-AnhaltTREND des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von MDR, WDR, Magdeburger Volksstimme und Mitteldeutscher Zeitung hervor. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze fällt im Vergleich zur Mai-Umfrage um zwei Prozentpunkte auf 24 Prozent zurück. Der Abstand zwischen AfD und CDU beträgt damit 17 Prozentpunkte.

Auf einen Blick: So haben die Parteien abgeschnitten

Ergebnisse des Sachsen-AnhaltTREND vom 30. Juli 2026, in Prozent

Quelle: Infratest dimap, 30.07.2026

Die Linke legt einen Punkt zu und kommt auf 13 Prozent, die Grünen erklimmen mit 5 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) scheitert mit 4 Prozent denkbar knapp, die FDP ist aufgrund zu niedriger Werte nicht mehr einzeln ausgewiesen. Die übrigen Parteien, darunter die Freien Wähler, kommen zusammen auf 6 Prozent.

Regierungszufriedenheit auf neuem Tiefstand

Nur noch 29 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Arbeit der schwarz-rot-gelben Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden – ein Minus von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Mai. 66 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden, wobei der Anteil der völlig Unzufriedenen um vier Punkte auf 28 Prozent gestiegen ist. Besonders drastisch fällt das Urteil bei Anhängern der AfD aus: Hier sind 90 Prozent unzufrieden.

Umfrage
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Unter CDU-Anhängern ist das Stimmungsbild etwas besser, doch auch 25 Prozent äußern Unzufriedenheit mit dem eigenen Ministerpräsidenten. „Die Unzufriedenheit zieht sich durch alle Lager – sie ist das verbindende Element dieses Wahlkampfs", analysiert der MDR.

Patt bei der Regierungsfrage

Auf die Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, antworten 44 Prozent mit der AfD und 43 Prozent mit der CDU – ein nahezu Gleichstand. Unter Wählern anderer Parteien wünschen sich 88 Prozent der SPD-Anhänger, 80 Prozent der Linken- und Grünen-Anhänger eine CDU-geführte Regierung. Eine Koalition der CDU mit der AfD lehnen 60 Prozent aller Wahlberechtigten ab, darunter 82 Prozent der eigenen Anhänger.

Das Rennen um den Landtag: Die Vorgeschichte

  1. 6. Juni 2021
    Letzte Landtagswahl

    Die CDU gewinnt mit 37,1 Prozent, die AfD erhält 20,8 Prozent. Sven Schulze wird Ministerpräsident einer schwarz-rot-gelben Koalition.

  2. Mai 2026
    Umfrage: AfD bei 41 Prozent

    Der Sachsen-AnhaltTREND zeigt die AfD mit 41 Prozent erstmals stabil an der Spitze, die CDU sinkt auf 26 Prozent.

  3. 30. Juli 2026
    Aktueller Sachsen-AnhaltTREND

    Die AfD hält 41 Prozent, die CDU verliert weitere zwei Punkte und erreicht nur noch 24 Prozent.

  4. 6. September 2026
    Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026

    Wahltermin. Die CDU hat eine Zusammenarbeit mit AfD und Linken ausgeschlossen.

Spitzenkandidaten überzeugen beide nicht

Ministerpräsident Sven Schulze kann seine Bekanntheit auf 65 Prozent steigern, doch nur 29 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden – ein Zuwachs von neun Punkten im Vergleich zum September 2025. Herausforderer Ulrich Siegmund von der AfD holt auf: 63 Prozent kennen ihn, 35 Prozent zeigen sich zufrieden (plus 15 Punkte). Beide bleiben damit weit von einer mehrheitlich positiven Bewertung entfernt.

Auch bei der Lösungskompetenz liegt die AfD deutlich vorn: 36 Prozent trauen ihr am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben im Land zu bewältigen – fünf Prozentpunkte mehr als im Mai. Die CDU folgt mit 16 Prozent und verliert zwei Punkte.

Die Umfrage befragte zwischen dem 23. und 28. Juli 2026 insgesamt 1.149 wahlberechtigte Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter. Die Schwankungsbreite liegt bei ±2 Prozentpunkten bei einem Wert von 10 Prozent und ±3 Punkten bei 50 Prozent.

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