Ausgerechnet die schlimmste Zeit ihres Lebens hat Sarah Engels stark für das ESC-Debakel gemacht. Im Podcast „M wie Marlene“ rechnet die Sängerin mit ihrer Reality-TV-Vergangenheit ab – und stellt klar, dass sie für ihren Auftritt in Wien nicht einen Cent bekam.
„Manche denken ja auch, ich hätte an dem Ding irgendwie eine halbe Million verdient. Also erst mal kann man sagen: Man kriegt keinen Cent. Also man macht das Ganze aus Leidenschaft und weil man Spaß daran hat.“
Dass die 33-Jährige überhaupt über Geld redet, verdeutlicht, wie sehr das Gerücht einer fetten ESC-Gage im Umlauf war. Doch tatsächlich finanzieren die entsendenden Sender (in diesem Fall der SWR) die Teilnahme – für die Künstler bleibt finanziell nichts. Engels' Bilanz: Platz 23 mit zwölf mageren Jurypunkten und null Punkten aus dem Televoting. Bulgarien gewann mit Dara und 516 Punkten.
Genuss trotz Debakel
Von Frust keine Spur. Im Gespräch mit Gastgeberin Marlene Lufen betont Engels, dass sie ihren Auftritt bewusst genossen hat:
„Ich habe schon so viel erlebt, so viel Schmerz, so viel Druck, so viel Trauer ... Das ist mir egal, ich habe hier Spaß und ich genieße das. Und das war das schönste Gefühl überhaupt, einfach zu sagen, ich lasse euch einfach reden und mache hier mein Ding.“
Diese Gelassenheit habe sie sich in den Jahren davor hart erarbeitet – vor allem während der Dreharbeiten zur Reality-Soap „Sarah & Pietro“, die ab 2015 auf RTLZWEI lief.
Die Schattenseiten der Dauer-Kamera
Damals stand die zweifache Mutter mit ihrem Mann Pietro Lombardi fast rund um die Uhr unter Beobachtung. Kameras im eigenen Haus, kein Rückzugsort. Rückblickend ein Albtraum:
„Da habe ich so oft das Gefühl gehabt: Boah, was mache ich hier eigentlich? Diese ganzen Kameras und jetzt begleiten die dich die ganze Zeit in deinem Haus und irgendwie fühlt sich das falsch an, ich will eigentlich, dass alle jetzt hier gehen und ich will einfach nur alleine sein.“
Sie habe sich immer wieder eingeredet: „Du musst da jetzt durch“. Heute weiß sie, dass das gefährlich war:
„Ich glaube, das ist nicht immer gesund, weil man muss auf seinen Körper hören, und wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht.“
Doch genau dieser Leidensdruck hat sie widerstandsfähig gemacht. Beim ESC-Desaster in Wien habe sie das gespürt – der Druck von außen prallte an ihr ab, weil sie viel Schlimmeres erlebt hatte.
Von DSDS zur Trennung – die Chronologie
Die Chronologie
- 2011DSDS: Kennenlernen
Sarah Engels wird Zweite der Castingshow, Pietro Lombardi gewinnt die Staffel.
- März 2013Hochzeit und erster Hype
Das Paar heiratet und startet gemeinsam ins Rampenlicht.
- 2015Start der Doku-Soap
RTLZWEI sendet die erste „Sarah & Pietro“-Staffel – Kameras überall im Haus.
- 2016Trennung
Die Ehe zerbricht, die Sendung wird eingestellt.
- Mai 2026ESC in Wien
Platz 23 mit „Fire“ – und null Euro Gage.
- 26. Juli 2026Die Abrechnung im Podcast
Im Gespräch mit Marlene Lufen öffnet sich Engels und erklärt, warum die schlimmen Jahre sie stark gemacht haben.
Obwohl das ESC-Abenteuer sportlich und finanziell ein Reinfall war, hat Sarah Engels die Teilnahme nicht bereut. Ihr Mantra während des Wettbewerbs: „Es gibt hier kein Verlieren, es gibt einfach nur Gewinnen!“ – und mit dieser Haltung will sie auch ihren Fans Mut machen.





