Vier Jahre und vier Monate lang hat Panagiota Petridou ihren Sohn gestillt – nun ist Schluss. Der Junge selbst hat das Ende eingeläutet. Auf der „Remus Lifestyle Night“ auf Mallorca plauderte die TV-Moderatorin gegenüber BUNTE.de aus dem Nähkästchen. Damit endet eine der längsten öffentlich bekannten Stillbeziehungen der deutschen Promiszene.
Die 46-Jährige, die einst mit der Vox-Sendung „Biete Rostlaube, suche Traumauto“ bekannt wurde und heute eine große Social-Media-Gefolgschaft hat, ist für ihre unkonventionellen Ansichten bekannt. Schon vor zwei Jahren hatte sie mit einem Still-Video auf Instagram einen Shitstorm ausgelöst, weil sie ihren damals 25 Monate alten Sohn an der Brust zeigte. Viele Kommentatoren fanden, das Kind sei dafür viel zu alt.
Petridou blieb gelassen. „Es ist halt in der westlichen Welt nicht so üblich, dass man das Kind so lange an der Brust hat“, sagte sie bereits im März gegenüber RTL. In anderen Kulturen sei das Stillen bis zu sieben Jahren völlig normal.
Der natürliche Abschied
Nun hat die Natur ihren Lauf genommen. Eines Tages kam ihr Sohn von selbst zu dem Entschluss, dass er die Brust nicht mehr brauche. „Das Stillen verändert sich ja mit den Jahren, am Anfang ist es ganz viel, später dann nur noch zum Einschlafen oder mal zwischendurch, wenn mal ein busy Tag war“, erklärte Petridou. Der endgültige Abschied kam dann ohne Druck von außen – und mit einem Satz, der alles veränderte.
„Dann hat er gesagt, Mama ist leer.“
Für Petridou war das Ende emotional, aber konsequent: „Wir hören auf, wenn das Kind so weit ist, und ich hab es durchgezogen.“ Die Entscheidung, ihr Kind selbstbestimmt abstillen zu lassen, war für sie von Anfang an gesetzt. Auch wenn zwischendurch, als der Sohn hohes Fieber hatte, noch einmal ein kleiner Rückfall drohte – der innere Kompass blieb klar.
„Das ist das Natürlichste der Welt und deswegen würde ich es immer wieder so machen.“
WHO: Keine Obergrenze beim Stillen
Tatsächlich steht Petridous Vorgehen im Einklang mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese empfiehlt, Babys in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen und dann mit Beikost bis zum Alter von zwei Jahren oder darüber hinaus weiterzustillen – solange Mutter und Kind das möchten. Eine feste Obergrenze existiert nicht.
Dass die Stillbeziehung überhaupt so lange halten konnte, war anfangs keine Selbstverständlichkeit. Nach der Geburt ihres Sohnes im Februar 2022 hatte Petridou Probleme: Ein zu kurzes Zungenbändchen beim Baby machte das Stillen schmerzhaft. Ein kleiner, schmerzloser Schnitt brachte die Lösung – und öffnete die Tür zu einer der intensivsten Phasen ihrer Mutterschaft.
Die Chronologie einer außergewöhnlichen Stillbeziehung
Vier Jahre Stillen – die Stationen
- Februar 2022Sohn kommt zur Welt
Panagiota Petridou bringt ihren Sohn zur Welt. Der Stillstart ist holprig: Ein zu kurzes Zungenbändchen erschwert das Saugen.
- 2022Stillprobleme gelöst
Ein schmerzloser Schnitt behebt das Problem – die Stillbeziehung kann sich entfalten.
- März 2024Shitstorm nach Still-Video
Petridou postet ein Still-Video mit ihrem 25 Monate alten Sohn auf Instagram und erntet massive Kritik. Viele halten das Kind für zu alt.
- März 2026Verteidigung des Langzeitstillens
In einem RTL-Interview sagt Petridou, in anderen Kulturen sei Stillen bis zu sieben Jahren normal. Sie bleibt bei ihrer Linie.
- 31. Juli 2026Sohn stillt sich selbst ab
Bei der „Remus Lifestyle Night“ auf Mallorca verrät Petridou im BUNTE.de-Interview: Ihr Sohn, inzwischen vier Jahre und vier Monate alt, hat von selbst aufgehört. „Mama ist leer“ war sein Schlusssatz.
Trotz aller Kritik steht Petridou zu ihrem Weg. In einem Instagram-Post hatte sie Stillen einmal als „die beste Allzweckwaffe gegen Unsicherheit, Krankheit, Schmerz“ bezeichnet – Quelle „totaler Geborgenheit und Liebe“. Und auch nach vier Jahren würde sie alles wieder so machen. Der kleine Sohn jedenfalls hat seine eigene Entscheidung getroffen – ganz ohne Druck, ganz natürlich.





