Ralph Siegel (80) überlebte nur knapp. Wäre er mit seiner Lungenentzündung nur einen Tag länger in Spanien geblieben, „würde ich heute nicht mehr leben“, sagt der Schlagerkomponist. Seine Frau Laura (43) drängte auf den sofortigen Rückflug nach München – und rettete ihm damit das Leben.
Im Harlachinger Krankenhaus wurde Siegel sofort auf die Intensivstation verlegt und ins künstliche Koma versetzt. Die Diagnose: eine lebensbedrohliche Lungenentzündung. 18 Tage lang hielten ihn die Ärzte in diesem Zustand.
„Mein Professor hat gesagt: Wenn ich noch einen Tag länger in Spanien geblieben wäre oder dort in irgendeine Klinik eingeliefert worden wäre, dann würde ich heute nicht mehr leben. Einen Tag später und ich wäre tot gewesen.“
18 Tage im künstlichen Koma: „Es war grauenhaft“
Am 17. Juli 2026 holten die Ärzte ihn zurück. Erstmals spricht er nun öffentlich über seine Erlebnisse im Koma – und seine Schilderungen sind erschütternd. Gegenüber BRISANT schrieb Siegel in einer persönlichen Nachricht: „Die Zeit im Koma war einfach schrecklich. Was mir im Koma begegnet ist, war absolut grauenhaft. Und ich kann es kaum wiederholen.“
„Ich erinnere mich an viele Situationen, die so lebensnah waren. Sie haben nie stattgefunden, aber im Koma waren sie Realität. Erpressungen, Gefangenschaft, schreckliche Geschichten. Ich wurde gefesselt, gefoltert, ermordet. Auch andere Personen sah ich vor mir, die leiden mussten.“
Diese albtraumhaften Visionen haben ihn tief verängstigt. „Das war das Schrecklichste, was ich jemals erlebt habe“, sagte er dem Münchner Merkur. „Es war wie ein immerwährender Albtraum.“ Seine Frau Laura berichtete ihm später, dass er wochenlang überhaupt nicht ansprechbar gewesen sei.
Erste Schritte mit Rollator – und ein neuer ESC-Hit
Mittlerweile wurde Siegel von der Intensivstation auf die Reha-Station verlegt. Mit 96 Kilogramm wiegt er so wenig wie zuletzt mit 21 Jahren – eine Folge des schnellen Gewichtsverlusts durch eine Abnehmspritze im vergangenen Jahr und der schweren Krankheit. „Im Moment kann ich gar nicht aufstehen. Selbst auf die Waage musste mich heute früh jemand setzen“, schildert er im Bild-Interview.
Doch es gibt Lichtblicke: Am Freitagmorgen machte er seine ersten zehn Meter zu Fuß über den Krankenhausgang – mit einer Gehhilfe. „Das hat mir viel Mut gemacht, dass ich bald wieder laufen kann“, so Siegel. Und er kündigt Überraschendes an.
„Ich habe aus dem Koma ein fantastisches Lied mitgebracht. Es ist in meinem Kopf und ich weiß schon jetzt: Es ist unschlagbar. Es ist genauso ein Gefühl, wie damals mit ‚Ein bißchen Frieden‘. Ich werde es beim nächsten Eurovision Song Contest einreichen.“
Das dritte Mal dem Tod entkommen
Es ist bereits das dritte Mal, dass Ralph Siegel dem Tod entkommt. Der 80-Jährige hat in seinem Leben bereits viermal Krebs besiegt. Nun kämpft er sich erneut zurück. Seine Tochter Giulia Siegel (51) meldete sich via Instagram zu Wort.
„Unser Vater befindet sich derzeit in der Rehabilitation und arbeitet intensiv daran, nach dem langen Krankenhausaufenthalt wieder zu Kräften zu kommen.“
Sie betonte, dass die Familie täglich an seiner Seite sei und ihm selbstgekochtes Essen in die Klinik bringe. „Dass er inzwischen selbst über diese schwere Zeit sprechen und sein erstes Interview geben konnte, ist ein weiterer wichtiger Schritt auf seinem Weg der Genesung.“
Die Chronologie der Ereignisse
- April 2025Schneller Gewichtsverlust
Ralph Siegel nimmt mit einer Abnehmspritze binnen drei Monaten fast 40 Kilo ab und wiegt danach nur noch 98 Kilogramm.
- Anfang Juli 2026Schwere Lungenentzündung in Spanien
Siegel erkrankt. Ehefrau Laura drängt auf sofortigen Rückflug nach München.
- Anfang Juli 2026Künstliches Koma
Einlieferung ins Harlachinger Krankenhaus. Ärzte versetzen ihn für 18 Tage ins künstliche Koma.
- 17. Juli 2026Aufwachen
Siegel wird aus dem Koma geholt.
- 28. Juli 2026Reha-Beginn
Verlegung von der Intensiv- auf die Reha-Station.
- 31. Juli 2026Erstes Interview und erste Schritte
Siegel spricht öffentlich über seine Koma-Erlebnisse und macht die ersten zehn Meter mit einem Rollator.
Ralph Siegel hofft, bald nach Hause entlassen zu werden. Dann will er sich sofort an den Flügel setzen und seinen nächsten Hit spielen – komponiert im Koma.





