Mit 60 Jahren zieht Shania Twain eine radikale Bilanz: „Mein Körper ist nicht beschämbar.“ Im Interview mit dem US-Magazin People spricht die Country-Sängerin offen über die Menopause, öffentliche Kritik an ihrem Körper und eine schmerzhafte Lektion auf der Bühne, die ihre Einstellung für immer veränderte.
Bodyshaming sei heute nichts, was sie noch beeinflusse, stellt Twain klar. Die Sicherheit, mit der sie das sagt, habe sie sich hart erkämpft: „Es gab Jahre, in denen ich nicht in den Spiegel schauen konnte, weil ich nur Makel sah und dieses kurvige Ding nicht sein wollte“, erinnert sie sich an den Beginn der Wechseljahre.
Menopause als Wendepunkt
Die Sängerin, deren turbulente Ehegeschichte bereits Schlagzeilen machte (Ex-Mann betrog sie mit bester Freundin: Shania Twain heiratete deren Ehemann), beschreibt den Übergang von der jungen, umwerfenden Figur mit straffer Haut in eine Zeit, in der sie sich selbst fremd wurde. Heute sieht sie das als normalen Teil des Älterwerdens: „Ich lerne einfach in jeder Phase, die ich durchlaufe, und passe mich an.“
„Mein Körper ist nicht beschämbar. Dieser Mut kommt mit der Zeit und der Reife.“
Ein einschneidendes Erlebnis war der Vorfall während ihrer Las-Vegas-Residency im Jahr 2019. Mitten in einer „rasenden Phase der Menopause“ riss sich Twain zwei Muskeln im Oberschenkel und musste von der Bühne getragen werden. Sie selbst spricht von einer „perfekten Sturm-Kombination“: Sie hatte bestimmte Lebensmittel gestrichen, zu wenig Wasser und Eiweiß zu sich genommen und war an das trockene Wüstenklima Nevadas nicht angepasst.
„Ich habe nicht genug Wasser getrunken, ich habe nicht genug Salz gegessen, ich habe kein Wasser gespeichert. Es war einfach dieses perfekte Chaos für eine Katastrophe“, sagt Twain. Diese Erfahrung habe ihr vor Augen geführt, dass Wohlbefinden immer an erster Stelle stehen müsse.
Die Folgen eines falschen Körperbilds
Dass ein Body-Maßstab, der nicht zum eigenen Leben passt, gefährlich enden kann, ist für Twain heute klar. Beim Tennis etwa spiele sie nicht mehr wie in ihren 30ern, „weil ich sonst meinen Körper ruinieren würde.“ Sie rät, auf den eigenen Körper zu hören, statt verbissen einem Ideal hinterherzujagen.
„Eitelkeit ist die Qual nicht wert.“
Heute will Twain keinem Ideal mehr nacheifern. „Ich versuche nicht, 30 zu sein. Ich versuche nicht, 25 zu sein, und ich werde es nie wieder sein“, stellt sie klar. Stattdessen ermutigt sie andere, sich in jedem Alter so zu lieben, wie man ist – eine Botschaft, die auch in der Debatte um natürliche Schönheit ankommt, in der zuletzt Davina Geiss mit Twain verglichen wurde.
Shania Twains Weg zur Selbstakzeptanz
- Frühe 2000erKarrierehöhepunkt
Twain wird für ihre durchtrainierte Figur gefeiert und gilt als Sexsymbol der Country-Musik.
- Beginn der WechseljahreKrise mit dem Spiegelbild
Die Sängerin hadert mit den körperlichen Veränderungen und vermeidet den Blick in den Spiegel.
- 2019Muskelrisse auf der Bühne
Während ihrer Las-Vegas-Residency erleidet Twain zwei Oberschenkelrisse – ein Wendepunkt.
- 30. Juli 2026Offenes Interview
Im People-Magazin erklärt sie, dass Bodyshaming sie nicht mehr trifft und sie sich nicht mehr für ihren Körper schämt.
Twains Offenheit könnte vielen Frauen Mut machen. Die Sängerin selbst hat ihren Frieden mit dem Älterwerden gemacht – und weiß, dass sie nicht mehr die sein muss, die sie einmal war.
„Ich versuche nicht, 30 zu sein. Ich versuche nicht, 25 zu sein, und ich werde es nie wieder sein.“





