Am Sonntagabend, dem 2. August 2026, haben Schüsse aus einem Autokorso im Main-Kinzig-Kreis einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Kurz nach 18 Uhr gingen bei der Polizei die ersten Notrufe ein. Zeugen aus dem nördlichen Bereich von Linsengericht-Altenhaßlau meldeten, dass aus einem Korso „mehrerer hochwertiger Fahrzeuge“ offenbar Schüsse abgegeben worden seien.
Der Korso setzte seine Fahrt anschließend in Richtung Gelnhausen fort. Kurz darauf erreichten die Polizei weitere Notrufe aus der südlichen Kernstadt. Auf dem Parkplatz eines ehemaligen Kaufhauses hörten Zeugen erneut Schüsse.
Mehrere Streifenwagen wurden sofort zu dem Parkplatz entsandt. Dort trafen die Beamten auf sechs Fahrzeuge und rund 25 Personen, die angaben, eine Verlobungsfeier zu veranstalten und im Korso durch die Straßen gezogen zu sein.
Entlang der gemeldeten Fahrstrecke sowie auf dem Parkplatz fanden die Polizisten bereits zahlreiche Hülsen einer Schreckschusswaffe. Um die Herkunft zu klären, durchsuchten sie daraufhin alle Personen und Fahrzeuge intensiv.
Chronologie des Einsatzes
- 2. August 2026, kurz nach 18:00 UhrNotrufe aus Linsengericht-Altenhaßlau
Zeugen melden Schüsse aus einem Korso hochwertiger Fahrzeuge.
- Wenig späterWeitere Schüsse in Gelnhausen
Auf dem Parkplatz eines ehemaligen Kaufhauses fallen erneut Schüsse.
- Polizei trifft einKorso gestoppt
Sechs Fahrzeuge und rund 25 Personen werden angetroffen. Anlass: Verlobungsfeier.
- DurchsuchungSchreckschusswaffe gefunden
Im weißen BMW eines 18-Jährigen wird die Waffe mit passender Munition entdeckt.
Fund im weißen BMW
Im Fußraum des Fahrersitzes eines weißen BMW der 5er-Reihe wurde schließlich eine Schreckschusswaffe samt passender Munition entdeckt. Auf dem Fahrzeug lagen zudem weitere Hülsen, die exakt zur sichergestellten Waffe passten.
Der Fahrer des BMW, ein 18-Jähriger aus dem Kreis der Feiernden, ist nach Polizeiangaben auch der Eigentümer der Waffe. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Waffe stellten die Beamten sicher.
Keine Verletzten – aber viele besorgte Anwohner
Trotz der bedrohlichen Situation wurde bei den Schüssen niemand verletzt. Allerdings fühlten sich viele Anwohner und Passanten erheblich verunsichert, wie die hohe Zahl von Notrufen zeigt.
Die Gelnhäuser Neue Zeitung berichtete unter Berufung auf die Polizei von einem „absoluten Tabu“; der vollständige Wortlaut des Beamten blieb hinter einer Paywall. Weitere Details, etwa zur Herkunft der Beteiligten oder zu möglichen Vorstrafen, nannten die Ermittler nicht.
Zeugen gesucht
Das Polizeipräsidium Südosthessen bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe. Wer den Autokorso oder die Schussabgaben beobachtet hat oder sogar selbst gefährdet wurde, soll sich bei der Polizeistation in Gelnhausen unter der Rufnummer 06051 / 827 – 0 melden.
