Aaron Carters Zahnarzt will DCFS-Akten nutzen: „Er war kein guter Vater“
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Aaron Carters Zahnarzt will DCFS-Akten nutzen: „Er war kein guter Vater“

Im Oktober 2026 beginnt der Prozess um den Tod von Aaron Carter. Jetzt will sein Zahnarzt private Jugendamt-Akten einführen – um zu beweisen, dass der Sänger kein guter Vater war. Damit soll der Schadensersatz für den vierjährigen Sohn Princeton gedrückt werden.

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Zahnarzt Dr. Jason Mirabile will im Gerichtsprozess um den Tod von Aaron Carter private Jugendamt-Akten einführen – um den verstorbenen Sänger als schlechten Vater darzustellen. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die TMZ am 3. August 2026 exklusiv vorlagen.

Mirabile, einer der verbliebenen Beklagten in der Klage wegen widerrechtlicher Tötung, will damit die Forderung nach Schadensersatz für Carters vierjährigen Sohn Princeton drücken. Die Kläger argumentieren, der Junge habe durch den Tod seines Vaters dessen Zuwendung und Gesellschaft („loss of companionship“) verloren. Genau das will der Zahnarzt nun widerlegen: Aaron Carter sei ohnehin kein guter Vater gewesen.

Der Fall: Aaron Carters Tod und die Klage

Die Chronologie des Rechtsstreits

  1. 5. November 2022
    Aaron Carter stirbt mit 34

    Der Sänger ertrinkt in der Badewanne, nachdem er Difluorethan inhaliert und Alprazolam (Xanax) eingenommen hatte.

  2. Oktober 2023
    Klage eingereicht

    Ex-Verlobte Melanie Martin reicht im Namen des gemeinsamen Sohnes Princeton Klage gegen Psychiater, Zahnarzt und Apotheken ein – sie wirft ihnen vor, Carter mit kontrollierten Substanzen versorgt zu haben.

  3. November 2025
    Klage zugelassen

    Richter Daniel L. Alexander weist die Anträge auf summarische Abweisung ab – der Fall kommt vor Gericht.

  4. April/Mai 2026
    Vergleich mit Psychiater

    Amen Clinics und Dr. John Faber einigen sich außergerichtlich auf einen vertraulichen Vergleich.

  5. Oktober 2026
    Prozessauftakt

    Der Prozess gegen die verbliebenen Beklagten Mirabile, Walgreens und Santa Monica Medical Plaza Pharmacy beginnt.

  6. 3. August 2026
    DCFS-Enthüllung

    TMZ berichtet: Zahnarzt Mirabile will Jugendamt-Akten in den Prozess einführen, um Carters Vaterqualitäten infrage zu stellen.

DCFS-Akten: Ein Schlag gegen das Vaterbild

Laut den TMZ-Informationen plant Mirabile, Mitarbeiter des kalifornischen Department of Children and Family Services (DCFS) als Zeugen zu laden. Die Behörde hatte vor Carters Tod offenbar Ermittlungen gegen ihn geführt – die genauen Vorwürfe sind nicht bekannt. Mirabile will damit belegen, dass Princeton durch den Tod seines Vaters keine liebevolle Zuwendung verloren habe.

Damit weitet der Zahnarzt seine Verteidigungsstrategie aus. Bisher argumentierte er, dass Carters Tod nicht durch die von ihm verschriebenen Medikamente, sondern primär durch das Inhalieren von Druckluftreiniger („Huffing“) verursacht wurde. Diese Darstellung teilt auch die Verteidigung von Walgreens.

Er starb nicht an einer Überdosis Xanax. Er ertrank nicht wegen des Xanax. Die Menge Xanax in seinem System reichte nicht aus, um Bewusstlosigkeit zu verursachen.
Michael Miretsky, Anwalt von Walgreens

Mit der DCFS-Strategie zielt Mirabile nun auf die emotionale Kernforderung der Kläger: den Verlust väterlicher Fürsorge. Sollte das Gericht die Akten zulassen, könnten sie das Bild des fürsorglichen Vaters zerstören, das die Klägerseite zeichnet.

Zweifel an Millioneneinkommen und Tourplänen

Neben der Vaterrolle greift Mirabile auch die finanziellen Forderungen an. Er bestreitet, dass Carter in den Jahren vor seinem Tod ein siebenstelliges Jahreseinkommen erzielte – wie von der Klägerseite behauptet. Auch die Pläne für eine Konzerttournee im Jahr 2023 zieht er in Zweifel. Laut Mirabile gebe es dafür keine belastbaren Beweise.

Die Kläger fordern Schadensersatz für entgangenen Unterhalt und Bestattungskosten. Der Prozess, der im Oktober 2026 vor dem Los Angeles County Superior Court beginnt, verspricht eine emotionale Auseinandersetzung zu werden – nicht nur über die Todesumstände, sondern auch über den Ruf des verstorbenen Popstars.

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