Collien Fernandes macht ein neues, tief verletzendes Kapitel ihrer Trennung von Christian Ulmen öffentlich: Die gemeinsame Tochter hat den Kontakt zur Mutter abgebrochen. Auslöser, so Fernandes am Sonntag auf Instagram, war ein Gespräch zwischen Ulmen und der 14-Jährigen. Wie Bild berichtet, schreibt sie wörtlich:
„Es gab ein Gespräch, das Christian mit unserer Tochter führte, woraufhin sie den Kontakt mit mir abbrach.“
Die Basis dieses Kontaktabbruchs seien “Lügen„ von Ulmen gewesen. Er soll der Tochter erzählt haben, er sei das Opfer des Mallorca-Vorfalls von 2023 und habe ein polizeiliches Opferschreiben erhalten – eine Darstellung, die Fernandes entschieden zurückweist. Ausschließlich gegen Ulmen werde ermittelt, sie selbst habe Verletzungen dokumentiert.
Schauspielworkshop statt Mutter-Tochter-Reise
Fernandes schildert, dass nach der Scheidung im März 2026 zunächst das vereinbarte Wechselmodell gelebt wurde. “Wir haben in unserer Scheidungsvereinbarung das Wechselmodell vereinbart, und dieses haben wir auch gelebt, bis zu diesem Gespräch zwischen ihm und unserer Tochter.„ Danach sei ihr “erstmalig mein Umgang abgesagt„ worden. Als Grund wurde ein Schauspielworkshop der Tochter genannt: “Eigentlich wäre sie mit mir auf eine Reise gegangen, aber es hieß, sie wolle lieber in diesen Schauspielworkshop.„
Seitdem habe sie über Wochen hinweg mit immer neuen Begründungen keinen Umgang bekommen. Gleichzeitig versuchte Ulmen laut Fernandes, über Medien zu streuen, das Kind lebe zu 100 Prozent bei ihm.
Kindermädchen: “Das Kind leidet nur darunter„
Nur wenige Stunden nach Fernandes' Instagram-Post strahlte RTL das Magazin “Exclusiv – Weekend„ aus. Darin kam das ehemalige Kindermädchen der Familie anonym zu Wort und erhob schwere Vorwürfe gegen die Moderatorin.
Die Nanny sagte, die Tochter nehme es Fernandes übel, dass diese die Vorwürfe gegen Ulmen öffentlich gemacht habe. “Das hat sie ihrer eigenen Tochter auch mitgeteilt, dass sie das doch nur für sie tut. … Das ist für das Kind, für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Sie tut es nicht für das Kind. Das Kind leidet ja nur darunter.„ Die 14-Jährige habe ihre Mutter sogar gebeten, den Streit nicht öffentlich auszutragen.
Das Kindermädchen fügte hinzu: “Das Einzige, was die Tochter gerne wollte, ist, dass man mal ein bisschen mehr für sie da ist.„ Fernandes, im Interview von Frauke Ludowig direkt mit diesen Aussagen konfrontiert, widerspricht entschieden: “Das stimmt nicht.„ Sie habe “permanent„ versucht, Kontakt zu ihrer Tochter zu bekommen.
Fernandes: “Ihr wurde gesagt, das stimmt nicht„
Fernandes erklärte, ihre Tochter sei falsch informiert worden: “Ihr wurde gesagt, das stimmt nicht, dass das ein öffentliches Verfahren ist. Und das ist eine falsche Grundinformation. Das heißt: Wir wussten, das steht uns bevor. Das wird in der Öffentlichkeit landen! Und in dem Moment habe ich ja wohl auch das Recht, mich dazu zu äußern.„
Sie habe versucht, ihrer Tochter die Umstände zu erklären, doch diese habe es nicht angenommen. “Papa behauptet, das stimmt gar nicht„, zitiert Fernandes die Reaktion des Mädchens.
Fernandes wirft Ulmen zudem vor, das Kindermädchen gezielt instrumentalisiert zu haben: “In Absprache mit ihm hat unser ehemaliges Kindermädchen dazu Interviews gegeben.„
“Jetzt habe ich keine Familie mehr„
„Ich wollte ein Familienleben. Jetzt habe ich keine Familie mehr.“
Gleichzeitig gibt sie sich mit Blick auf die Tochter zuversichtlich: “Irgendwie glaube ich einfach daran, dass es wieder alles so sein wird wie vorher. Das ist jetzt einfach eine Krisenzeit für alle von uns.„
Fernandes schildert zudem massive Bedrohungen: “Es wurden konkret Männer festgenommen, die mit einem Vorhaben, mich zu töten, wo hingefahren sind. Hier geht's um Leben und Tod.„ Bereits Ende März hatte sie bei einer Demo in Hamburg gesagt, sie stehe “mit einer schusssicheren Weste, mit Polizeischutz und mit Security„ da, weil sie Morddrohungen bekomme.
Der Hintergrund: Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt
Die Eskalation steht im Kontext eines seit Monaten andauernden öffentlichen Streits. Fernandes wirft Ulmen digitale und häusliche Gewalt vor. Kernvorwurf: Ulmen soll über Jahre Fake-Accounts in ihrem Namen betrieben und Deepfake-Pornos verbreitet haben. Ein Gericht hatte im Juni entschieden, dass über die Vorwürfe berichtet werden darf, wie jux.net berichtete.
Konkret geht es um einen Vorfall auf Mallorca im Jahr 2023. Fernandes beschuldigt Ulmen eines tätlichen Übergriffs. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen ihn wegen Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt, eine Anklage ist bislang nicht erhoben. Ulmen bestreitet die Vorwürfe und lässt über seinen Anwalt mitteilen, Fernandes habe ihn verletzt – man gehe von einem beidseitigen Gewaltgeschehen aus.
Fernandes sieht ihr öffentliches Vorgehen als notwendig an: “Schweigen ist der Bodyguard der Täter„, sagt sie. Sie wolle ihrer Tochter ein Vorbild sein, sich zu wehren.
Chronologie einer Eskalation
Der Fall Collien Fernandes – eine Chronologie
- September 2025Trennung bekannt gegeben
Fernandes und Ulmen veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung: Sie sind geschieden.
- 19. März 2026Spiegel-Recherchen werden publik
Der “Spiegel„ veröffentlicht Details zu Fernandes' Vorwürfen digitaler und häuslicher Gewalt gegen Ulmen.
- Juni 2026Gericht erlaubt Berichterstattung
Das Hanseatische OLG entscheidet: Über die Kernvorwürfe darf berichtet werden.
- Sommer 2026Kontaktabbruch der Tochter
Nach einem Gespräch mit Ulmen bricht die 14-Jährige den Umgang mit Fernandes ab. Begründung: ein Schauspielworkshop.
- 9. August 2026Fernandes geht an die Öffentlichkeit
Collien Fernandes postet ein emotionales Statement auf Instagram; RTL sendet das Interview mit dem Kindermädchen.
Wie geht es weiter?
Christian Ulmen hat sich zu den neuen Vorwürfen nicht geäußert. Fernandes richtet einen eindringlichen Appell an ihn: “Er ist eigentlich der einzige Mensch, der sich hinstellen kann und sagen kann: Ich bereite jetzt diesem ganzen Albtraum ein Ende.„
Bis zu einer Reaktion von Ulmen bleibt die Situation für die Familie festgefahren. Fernandes sagte: “Wenn einer das stoppen kann, dann ist es der Täter.„
