Tupac-Mord: Prozess gegen Keffe D beginnt in Las Vegas
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Tupac-Mord: Prozess gegen Keffe D beginnt in Las Vegas

Fast 30 Jahre nach dem tödlichen Drive-by-Shooting auf Rap-Legende Tupac Shakur steht in Las Vegas erstmals ein mutmaßlicher Drahtzieher vor Gericht: Duane „Keffe D“ Davis soll die Tatwaffe beschafft und den Anschlag organisiert haben.

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Fast 30 Jahre nach dem tödlichen Drive-by-Shooting auf Rap-Legende Tupac Shakur steht in Las Vegas erstmals ein mutmaßlicher Drahtzieher vor Gericht, berichtet der ORF. Duane „Keffe D“ Davis, 63, ist wegen Mordes unter Einsatz einer tödlichen Waffe angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, den Anschlag vom 7. September 1996 organisiert und die Tatwaffe – eine Glock im Kaliber .40 – bereitgestellt zu haben.

Der Prozess begann am Montag, dem 10. August 2026, mit der Auswahl der Geschworenen, wie der Spiegel berichtet. Rund 40 Zeugen sind geladen; das Verfahren soll etwa einen Monat dauern. Ein Urteil könnte damit schon in wenigen Wochen fallen.

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Der Mord 1996

Am Abend des 7. September 1996 besuchte Tupac Shakur den Boxkampf zwischen Mike Tyson und Bruce Seldon im MGM Grand. Nach Tysons K.o.-Sieg in 109 Sekunden stieg Shakur in einen schwarzen BMW, den Death-Row-Labelchef Marion „Suge“ Knight fuhr. An einer roten Ampel auf dem Strip hielt ein weißer Cadillac neben dem Fahrzeug; ein Schütze eröffnete das Feuer.

Shakur, auf dem Beifahrersitz, wurde viermal getroffen – an Brust, Arm und Oberschenkel – und erlag sechs Tage später, am 13. September 1996, im Krankenhaus seinen Verletzungen. Er wurde nur 25 Jahre alt. Knight überlebte leicht verletzt.

Der Fall im Überblick

  1. 7. September 1996
    Anschlag auf Tupac Shakur

    Nach dem Boxkampf Tyson – Seldon wird Shakur in Las Vegas in einem schwarzen BMW angeschossen; ein weißer Cadillac fährt davon.

  2. 13. September 1996
    Tod von Tupac

    Shakur erliegt im Krankenhaus seinen Schussverletzungen; er wird nur 25 Jahre alt.

  3. 2019
    Memoiren veröffentlicht

    Duane „Keffe D“ Davis veröffentlicht als Co-Autor die Memoiren „Compton Street Legend“, in denen er seine Rolle beim Mord beschreibt.

  4. September 2023
    Festnahme

    Davis wird festgenommen und wegen Mordes unter Einsatz einer tödlichen Waffe angeklagt; er plädiert auf nicht schuldig.

  5. 10. August 2026
    Prozessbeginn

    Der Prozess gegen Davis beginnt in Las Vegas mit der Auswahl der Geschworenen.

  6. September 2026 (erwartet)
    Mögliches Urteil

    Ein Urteil könnte nach rund einem Monat Verfahrensdauer fallen.

Der Angeklagte und seine Rolle

Duane Keith Davis, genannt „Keffe D“, stand in den 1990er Jahren der Gang South Side Compton Crips vor. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Tötung Shakurs aus Rache veranlasst zu haben, nachdem Shakur und seine Begleiter Stunden zuvor in der Hotellobby des MGM Grand Davis‘ Neffen Orlando „Baby Lane“ Anderson verprügelt hatten. Anderson galt lange als mutmaßlicher Schütze, wurde aber nie angeklagt und starb 1998 bei einer anderen Schießerei.

Nicht einmal die Ankläger beschuldigen Davis, selbst geschossen zu haben. Nach dem Recht Nevadas kann eine Person wegen Mordes verurteilt werden, wenn sie die Tat unterstützt oder ermöglicht hat. Nachgewiesen werden soll Davis, dass er eine Glock im Kaliber .40 beschaffte und Anrufe tätigte, die zu Shakurs Tod führten. Seine Verteidiger argumentieren, es gebe keine Beweise, dass er den Mord angeordnet habe.

Ich hoffe, dass der Prozess fair ist und wir die Wahrheit herausfinden.
Maurice „Mopreme“ Shakur, Stiefbruder von Tupac Shakur

Zeugen und prominente Namen

Der einzige andere lebende Augenzeuge, Suge Knight, sitzt seit 2015 in Kalifornien eine 28-jährige Haftstrafe ab und hat erklärt, nicht aussagen zu wollen. Davis‘ Verteidiger Michael Sanft zufolge könnte Knight den Angeklagten als einziger lebender Augenzeuge entlasten, sollte er doch erscheinen.

Fans spekulieren zudem, ob Sean „Diddy“ Combs – dessen Haftentlassung laut jux.news erneut verschoben wurde – in den Zeugenstand gerufen wird. Sein Name taucht jedoch auf keiner Zeugenliste auf.

Wie geht es weiter?

Tupacs Stiefbruder Maurice „Mopreme“ Shakur sagte der Nachrichtenagentur AP, er sei „vorsichtig optimistisch“, dass Gerechtigkeit geübt werde. Im April 2026 reichte er zudem eine Schadenersatzklage wegen widerrechtlicher Tötung gegen 99 namentlich nicht genannte mutmaßliche Mitverschwörer ein – mit dem Ziel, eine „komplexe Verschwörung“ aufzudecken, die weit über eine bloße Vergeltung für die vorherige Prügelei hinausgehe.

Bei einer Verurteilung droht Davis lebenslange Haft ohne Bewährung. Ob der Prozess klären wird, wer die tödlichen Schüsse abgab, gilt als unwahrscheinlich – die Staatsanwaltschaft zielt vielmehr darauf ab, Davis als Drahtzieher zu überführen. Tupac Shakur gilt als einer der einflussreichsten Rapper aller Zeiten; er verkaufte weltweit mehr als 75 Millionen Tonträger mit Hits wie „California Love“, „Changes“ und „Dear Mama“.

Das Urteil könnte schon in etwa einem Monat fallen. Dann wird sich zeigen, ob die lange Suche nach Gerechtigkeit für Tupac Shakur ein Ende hat – und ob die Wahrheit über eine der berühmtesten ungelösten Morde der Musikgeschichte endlich ans Licht kommt.