Bushido und Anna-Maria verlieren Nannys – „Absolute Frechheit“
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Visumstreit

Bushido und Anna-Maria verlieren Nannys – „Absolute Frechheit“

Weil die deutschen Behörden kein Arbeitsvisum erteilten, mussten Bushido und Anna-Maria Ferchichi ihre langjährigen Nannys gehen lassen. Der Rapper spricht von einer „absoluten Frechheit“ – die Familie zahlt den Frauen heute eine Art Rente.

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Vier Jahre lang gehörten Gretchen und Phemi zur Familie – dann machte die deutsche Bürokratie dem ein Ende. Bushido (47) und Anna-Maria Ferchichi (44) wollten mit der Rückkehr aus Dubai einen Neustart in Deutschland wagen, doch ihre langjährigen Nannys von den Philippinen durften nicht dauerhaft bleiben.

In ihrem Podcast „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ (Folge ab 14. August auf RTL+) sprechen die beiden erstmals ausführlich über den Verlust. Wie RTL berichtet, kamen die Frauen nach dem Umzug zunächst sogar mit nach Deutschland – dann scheiterte die dauerhafte Beschäftigung an den Visabestimmungen. Das Paar hatte in seinem Podcast zuletzt über Seitensprünge gesprochen.

Anna-Maria erzählt, dass Gretchen und Phemi vier Jahre mit der Familie in Dubai lebten. „Sie sind dann noch ein paar Monate mit uns in Deutschland gewesen“, sagt die 44-Jährige. Der Abschied sei für alle ein Schock gewesen – vor allem, weil die beiden Frauen Angst vor der Rückkehr gehabt hätten.

Ich finde das schon echt eine absolute Frechheit, dass uns vonseiten des deutschen Staates keine Möglichkeit gegeben wurde, dass wir Gretchen und Phemi bei uns behalten durften.
Bushido, Rapper (Anis Ferchichi)

Vier Jahre Dubai, dann das Visum-Aus

Gretchen und Phemi stammen von den Philippinen und arbeiteten vier Jahre lang für die Großfamilie in Dubai. Nach dem Umzug nach Deutschland kamen sie für einige Monate mit. Eine dauerhafte Beschäftigung als Nannys sei jedoch „unmöglich“ gewesen, wie RTL schreibt – offiziell sozialversicherungspflichtig hätte man sie nicht einstellen können.

Besonders die beiden Frauen litten unter der Ungewissheit. „Die hatten auch ein bisschen Angst, zurückzugehen“, berichtet Anna-Maria. Nach acht, neun oder zehn Jahren im Ausland falle die Wiedereingliederung schwer.

Bushido: „Absolute Frechheit“ des deutschen Staates

Vor allem Bushido macht seinem Ärger Luft. Er hätte die Frauen gerne offiziell beschäftigt. „Wir hätten sie offiziell in ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis einstellen können, wo sie wirklich einen tollen Lohn verdient hätten“, sagt er mit Verweis auf Lohnsteuer und Krankenkasse.

Wir hätten sie offiziell in ein sozialabgabepflichtiges Arbeitsverhältnis einstellen können, wo sie wirklich einen tollen Lohn verdient hätten. Alles an Lohnsteuer und Krankenkasse wäre abgeführt worden.
Bushido, Rapper (Anis Ferchichi)

Die Ablehnung sei für ihn ein „Desaster“. Zusätzlich frustriert ihn, dass selbst ein Touristenvisum für einen Mitarbeiter aus Sri Lanka abgelehnt wurde, weil die Behörden an dessen Rückkehrabsicht zweifelten. Das berichtet Focus Online.

Anna-Maria sieht ein grundsätzliches Problem: Während in Deutschland ein massiver Pflegekräfte-Notstand herrsche, würden willige und liebevolle Arbeitskräfte aus dem Ausland abgewiesen. In Spanien etwa sei die Beschäftigung philippinischer Pflegekräfte durch Abkommen möglich.

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Nach der Trennung: Familie zahlt Rente

Trotz der erzwungenen Trennung unterstützt die Familie ihre ehemaligen Nannys finanziell – eine Art Rente. Bushido sagt: „Ich habe zu jeder Sekunde ein gutes Gefühl, dass wir da echt tolle Menschen unterstützen.“

Den Frauen gehe es inzwischen gut. „Sie sind zu Hause total glücklich. Sehr, sehr dankbar“, so Bushido. Der einzige Unterschied zwischen ihnen und der Familie sei der Geburtsort.

Bei aller Kritik betonen beide, sich keinem politischen Lager zuordnen zu wollen. „Wir supporten keinerlei Partei hier in Deutschland“, stellt Bushido klar. Anna-Maria ergänzt, man könne in Deutschland nicht ernsthaft sagen, was man denke, ohne zensiert zu werden.

Anna-Maria verweist auf Spanien, wo Abkommen mit den Philippinen die legale Beschäftigung von Pflegekräften erlauben: „Das heißt, es ist mitten in Europa. Passiert das ja. Also ist es möglich. In Deutschland ist es nicht möglich.“