Ex-Fauci-Berater gesteht Vertuschung von Corona-Dokumenten
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US-Justiz

Ex-Fauci-Berater gesteht Vertuschung von Corona-Dokumenten

Der frühere Fauci-Berater David Morens hat sich vor einem Bundesgericht in Maryland der Verschwörung zur Vertuschung von Regierungsdokumenten schuldig bekannt. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft, weil er private E-Mails nutzte, um Anfragen zu Corona-Forschungsgeldern zu umgehen.

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Der frühere leitende Berater von US-Immunologe Anthony Fauci, David Morens, hat sich am Dienstag vor einem Bundesgericht in Greenbelt, Maryland, der Verschwörung zur Umgehung von Transparenzgesetzen schuldig bekannt. Dem 78-Jährigen drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 250.000 US-Dollar.

Morens räumte ein, zwischen April 2020 und Juni 2023 mit weiteren Personen zusammengewirkt zu haben, um Anfragen nach dem Freedom of Information Act (FOIA) zu vereiteln. Konkret ging es um Dokumente zu einem gekündigten Forschungszuschuss für Fledermaus-Coronaviren, den die National Institutes of Health (NIH) wiederherstellen wollten.

Sein Anwalt Timothy Belevetz erklärte: „Indem er sich heute schuldig bekannt hat, hat Dr. Morens die Verantwortung für sein Handeln übernommen, und er wird dies auch weiterhin tun.“

Private E-Mails statt Dienstadresse

Um die Kommunikation vor öffentlicher Einsicht zu verbergen, vereinbarten Morens und seine Mitverschwörer, über sein privates Gmail-Konto zu korrespondieren. Das geht aus den Gerichtsunterlagen hervor, über die unter anderem Reuters berichtet.

Die Staatsanwaltschaft wirft Morens vor, Teil eines Plans gewesen zu sein, ab April 2020 eingehende FOIA-Anfragen im Zusammenhang mit Covid-19-Forschungszuschüssen zu vereiteln. Dazu gehörte die Vernichtung und Verheimlichung von Unterlagen zur Kündigung und Wiederherstellung eines NIH-Zuschusses, der auch ein Unterauftrag an ein Labor in Wuhan umfasste.

Wein als illegale Gratifikation

Als mutmaßlicher Mitverschwörer gilt der Präsident der gemeinnützigen Organisation EcoHealth Alliance, Peter Daszak. Morens gestand, von Daszak „illegale Gratifikationen“ erhalten zu haben – darunter zwei Flaschen Wein im Wert von rund 40 US-Dollar, die als „Phase-II-Geschenk“ an sein Haus in Maryland geliefert wurden.

EcoHealth Alliance hatte 2014 und 2020 NIH-Zuschüsse von 4 Millionen und 7,5 Millionen US-Dollar erhalten, die teils die umstrittene Forschung an Fledermaus-Coronaviren am Wuhan Institute of Virology finanzierten. Im Januar 2025 wurden Daszak und seine Organisation für fünf Jahre von Bundesmitteln ausgeschlossen.

Chronologie der Affäre

Wichtige Stationen

  1. April 2020
    Schema beginnt

    Morens und Mitverschwörer vereinbaren private Gmail-Nutzung; NIH kündigen Fledermaus-Coronavirus-Zuschuss.

  2. Juni 2020
    Weinlieferung

    Peter Daszak nennt Wein an Morens in einer E-Mail „Phase-II-Geschenk“.

  3. Mai 2024
    Kongressanhörung

    Morens bestreitet, private E-Mails zur Umgehung genutzt zu haben.

  4. 18. August 2026
    Schuldbekenntnis

    Morens bekennt sich der Verschwörung schuldig.

  5. 12. November 2026
    Urteilsverkündung

    Höchststrafe fünf Jahre Haft und 250.000 Dollar Geldstrafe.

Fauci nicht angeklagt, aber unter Druck

Anthony Fauci selbst ist in dem Verfahren gegen Morens nicht angeklagt. Allerdings steht der frühere Pandemie-Koordinator wegen seiner eigenen Aussageverweigerung erheblich unter Druck: Vor einem Senatsausschuss berief er sich mehr als 100 Mal auf den fünften Verfassungszusatz, wie die WELT berichtet.

Republikanische Senatoren um Rand Paul wollen Fauci wegen Missachtung des Kongresses belangen; der Fall liegt beim Justizministerium. Fauci hatte zuvor von Präsident Joe Biden eine weitreichende präventive Begnadigung erhalten, die mögliche Straftaten zwischen Januar 2014 und Januar 2025 abdeckt.

Fauci selbst hatte im Juni 2024 vor einem Unterausschuss erklärt, nichts von Morens‘ Handlungen gewusst zu haben. Tagebucheinträge, die Senator Rand Paul veröffentlichte, deuten jedoch auf mehrere vertrauliche Gespräche Faucis mit Morens über die Fledermaus-Coronavirus-Zuschüsse hin.

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Die Urteilsverkündung ist für den 12. November 2026 angesetzt. FBI-Direktor Kash Patel erklärte laut New York Post, die Ermittlungen des FBI blieben laufend.