US-Schauspieler Michael Wright stirbt mit 70 Jahren
Der US-Schauspieler Michael Wright ist tot. Er wurde 70 Jahre alt und starb an Herzversagen – bekannt wurde er als Elias Taylor in „V“ und als Eddie King Jr. in „The Five Heartbeats“.
US-Schauspieler Michael Wright ist tot. Der Darsteller aus „V – Die außerirdischen Besucher kommen“ und „The Five Heartbeats“ starb am Mittwoch, 19. August 2026, im Alter von 70 Jahren in Los Angeles. Seine Ehefrau Susan Wright bestätigte den Tod am Freitag, 21. August, in einem emotionalen Statement, wie Variety berichtet.
Todesursache waren nach Angaben des Portals TMZ ein Herzversagen in Verbindung mit Komplikationen des Marchiafava-Bignami-Syndroms – einer seltenen degenerativen Erkrankung des Nervensystems. Wie NBC News unter Berufung auf die Ehefrau ergänzt, starb Wright friedlich im UCI Medical Center in Kalifornien, im Beisein seiner Frau und der Kinder. Mit der Krankheit war er demnach seit 2015 diagnostiziert.
Instagram · @madina_milana
In ihrem Instagram-Post würdigte Susan Wright ihren Mann als „Ehemann, Vater, Großvater, geliebten Menschen, Freund und außergewöhnlichen Künstler, dessen Werk Generationen berührt hat“. Sie bat um Privatsphäre und kündigte an, in den kommenden Tagen weitere Informationen über sein Leben und eine geplante Würdigung zu teilen.
„Mit tiefer Trauer und einer unvorstellbaren Schwere in meinem Herzen teile ich mit, dass mein geliebter Ehemann Michael Wright von uns gegangen ist.“
Susan Wright, Ehefrau
Vom Wanderer zum Five Heartbeats-Star
Michael Wright wurde am 30. April 1956 in New York City geboren. Seine Mutter Alberta betrieb das Südstaaten-Restaurant Jezebel im Theaterviertel – dort lernte er später den Regisseur Robert Townsend kennen. Wright begann seine Karriere über ein Arbeitsstudienprogramm am Lee Strasberg Institute, wo er nach eigenen Angaben Böden wischte und Telefonate annahm, um seine Schauspielkurse zu finanzieren, wie der Hollywood Reporter berichtet.
Sein Kinodebüt gab Wright 1979 als Clinton, Anführer der Gang „The Del Bombers“, in „The Wanderers – Terror in der Bronx“. 1983 spielte er in Robert Altmans Vietnam-Drama „Streamers“ den aufbrausenden Soldaten Carlyle – dafür erhielt das Ensemble den Darstellerpreis bei den Filmfestspielen von Venedig.
Einem Millionenpublikum wurde er in den 1980er-Jahren durch die Science-Fiction-Reihe „V“ bekannt: als Widerstandskämpfer Elias Taylor, zunächst in der Miniserie, dann in „V: The Final Battle“ und „V: The Series“. Es folgten Kinorollen in „Der Prinzipal – Einer gegen alle“ an der Seite von Jim Belushi und in „Sugar Hill“, wo er den Bruder von Wesley Snipes’ Figur spielte.
Michael Wrights Karriere im Überblick
30. April 1956
Geburt in New York City
Michael Wright kommt als Sohn der Restaurantbetreiberin Alberta zur Welt.
1979
Kinodebüt
Rolle als Clinton in „The Wanderers – Terror in der Bronx“.
1983
Durchbruch im Fernsehen
Als Elias Taylor in „V“ und Darstellerpreis in Venedig für „Streamers“.
1991
Kultrolle
Als Leadsänger Eddie King Jr. in „The Five Heartbeats“.
2001 – 2003
Serienrolle
22 Episoden als Häftling Omar White in HBOs „Oz“.
19. August 2026
Tod
Stirbt im Alter von 70 Jahren in Los Angeles an Herzversagen.
Die Rolle seines Lebens: Eddie King Jr.
Seine bekannteste Rolle übernahm Wright 1991 in Robert Townsends Musikfilm „The Five Heartbeats“. Der Film erzählt vom Aufstieg und Fall einer fiktiven, an Motown-Gruppen wie den Dells und Temptations angelehnten R&B-Gesangsgruppe. Wright spielte den charismatischen Leadsänger Eddie King Jr., der mit Alkohol- und Drogensucht kämpft und die Band verlassen muss.
Townsend hatte die Rolle ursprünglich mit Denzel Washington im Kopf. Die Begegnung in der Restaurant-Bekanntschaft seiner Mutter führte dazu, dass Townsend Wright die Rolle anbot. Der zunächst nur mäßig erfolgreiche Film gilt heute als Kultklassiker.
In einem Interview mit dem Magazin Sheen sagte Wright 2021: „The greatest sin an actor can commit is to fail to be interesting“ – die größte Sünde eines Schauspielers sei, nicht interessant zu sein. Über sein Leben resümierte er: „Ich habe alles getan, was ich tun wollte. Ich war überall, ich spreche fünf Sprachen. Ich habe die Welt gesehen; ich liebe meine Erfahrungen.“
Reaktionen und Vermächtnis
Nach Bekanntwerden seines Todes würdigten ihn Weggefährten. Sein „Oz“-Kollege Kirk Acevedo schrieb auf X: „Mike was mesmerizing when he was on screen, his intensity, honesty, and of course that voice! A gifted man!“ Radiomoderator Donnie Simpson kondolierte: „We’ve lost another brother. So sad to hear of this loss. Michael Wright gave us so many iconic performances from the culture classic The Five Heartbeats to Sugar Hill. What a talent!“ Die Critics Choice Awards teilten einen Clip seiner Darbietung.
Wright hinterlässt seine Ehefrau Susan Wright, die Tochter Manon Wright, die Stiefkinder Byron Barr, Brittney Briggs, Brianna Barr und Sir Barr sowie ein Enkelkind. Insgesamt war er fünffacher Vater und Großvater.
Seine letzte Filmrolle übernahm er 2025 in „Dope King“. Zuletzt war er 2019 in der DC-Serie „Black Lightning“ zu sehen. Von 2001 bis 2003 spielte er in 22 Episoden von HBOs Gefängnisserie „Oz“ den drogenabhängigen Häftling Omar White.
Die Familie kündigte an, in den kommenden Tagen weitere Informationen über sein Leben, sein Vermächtnis und eine geplante Würdigung zu teilen. Ein konkreter Termin für eine Gedenkfeier steht bislang nicht fest.