234 Millionen Dollar in Immobilien – trotzdem keine Club-Mitgliedschaft für Jeff Bezos
Auf Indian Creek Island hat Jeff Bezos für 234 Millionen Dollar drei Villen gekauft. Doch der Indian Creek Country Club nimmt ihn und Lauren Sánchez weiterhin nicht auf – das berichten Page Six und das Wall Street Journal.
Es ist einer der exklusivsten Clubs in Miami: der Indian Creek Country Club auf der gleichnamigen Insel. Jeff Bezos hat dort für 234 Millionen Dollar drei Villen gekauft – doch die Türen des Clubs bleiben ihm bislang verschlossen. Wie Page Six berichtet, wurde das Paar zwar nicht abgelehnt, muss aber den bewusst langsamen Aufnahmeprozess durchlaufen.
Bezos begann seinen Kaufrausch auf Indian Creek Island im Juni 2023: Erst kaufte er ein Anwesen für 68 Millionen Dollar, wenige Monate später das Nachbarhaus für 79 Millionen. 2024 kam eine dritte Immobilie für 87 Millionen Dollar hinzu – insgesamt rund 234 Millionen Dollar, wie Promiflash vorrechnet.
Die Insel der Milliardäre
Indian Creek Island liegt in der Biscayne Bay zwischen Bal Harbour und Miami Beach. Die Gemeinde zählt nur rund 41 Wohnsitze auf etwa 121 Hektar – und hat wegen ihrer superreichen Bewohner den Spitznamen „Billionaire Bunker“. Der größte Teil der Inselfläche gehört dem 1929 gegründeten Country Club.
Der Club hat rund 350 Mitglieder und zieht traditionell Ärzte, Anwälte, Finanziers und Unternehmer aus Südflorida an. Entscheidend: Wohnbesitz auf der Insel garantiert keine Clubmitgliedschaft – beides wird strikt getrennt. Die Aufnahmegebühr liegt bei fast einer Million Dollar, dazu kommen Jahresbeiträge von rund 44.000 Dollar.
Drei Villen für 234 Millionen Dollar
Zwei der Villen, für die zusammen 126 Millionen Dollar flossen, sollen zu einem einzigen riesigen Anwesen zusammengelegt werden. Während sich die Bauarbeiten über Monate oder Jahre ziehen, kann das Paar auf das dritte Haus ausweichen.
Bezos' Kaufrausch auf Indian Creek Island
Juni 2023
Erstes Anwesen für 68 Millionen Dollar
Jeff Bezos kauft sein erstes Haus auf der Insel.
2023
Zweites Nachbarhaus für 79 Millionen Dollar
Das rund 19.000 Quadratfuß große Haus wird wenige Monate später erworben.
2024
Dritte Immobilie für 87 Millionen Dollar
Sein Immobilienvermögen auf Indian Creek Island erreicht rund 234 Millionen Dollar.
Langsames Verfahren, keine Absage
Page Six stellt klar: Abgelehnt wurde Bezos nicht. Eine Quelle aus dem Umfeld des Clubs sagt, niemand werde es ihm leicht machen, nur weil er Jeff Bezos ist. Man müsse zu Kennenlerntreffen gehen – und eine einzelne Veranstaltung reiche nicht.
„Niemand wird es ihm leicht machen, nur weil er Jeff Bezos ist. Man muss zu den Mixern gehen. Man zieht nicht einfach dorthin und glaubt, man käme hinein. Das gilt für jeden.“
Ein Club-Insider gegenüber Page Six
Das Aufnahmeverfahren ist aufwendig: Bewerber benötigen die Unterstützung von zwei bestehenden Mitgliedern sowie Empfehlungsschreiben von fünf weiteren. Ein sechsköpfiges Komitee prüft die Kandidaten, ehe ein 15-köpfiges Board über die Aufnahme abstimmt.
Die alte Garde kämpft gegen Milliardärs-Eindringlinge
Als Hintergrund der Hürden nennt das Wall Street Journal einen Generationenkonflikt. Die „old guard“ leiste eine letzte Abwehrschlacht gegen das, was sie als „billionaire interlopers“ empfinden. Zu viel Reichtum oder Bekanntheit sei inzwischen eher ein Hindernis als ein Vorteil.
Auch andere Superreiche warten vergeblich: Mark Zuckerberg zahlte 170 Millionen Dollar für ein unfertiges Anwesen, Jared Kushner und Ivanka Trump besitzen Häuser auf der Insel, sind aber keine Clubmitglieder. Kushner und Ivanka Trump nähern sich laut Wall Street Journal der Mitgliedschaft inzwischen an.
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Erfolgsgeschichten – und die offene Frage
Dass Aufnahme möglich ist, zeigen Tom Brady und Jersey-Mike's-Gründer Peter Cancro. Goldman-Sachs-CEO David Solomon musste eine Gegenkampagne überstehen, ehe er aufgenommen wurde. Langjähriges Mitglied ist unter anderem der Finanzier Carl Icahn.
Für Bezos und Lauren Sánchez gibt es laut den Insidern keinen Hinweis darauf, dass die Tür dauerhaft verschlossen bleibt. Sie müssen schlicht Zeit investieren und echte persönliche Beziehungen aufbauen. Die nächste Dockparty im Februar 2027 könnte zeigen, ob sie dranbleiben.