KsFreak arbeitet nach Absturz als Bofrost-Fahrer und ist Vater
Bild: KI-generiert
YouTube-Star

KsFreak arbeitet nach Absturz als Bofrost-Fahrer und ist Vater

Nach zwei Jahren Funkstille spricht Ex-YouTuber KsFreak über Drogensucht, Nahtoderfahrung und Schulden. Heute arbeitet er als Bofrost-Auslieferer und lebt mit Verlobter und Sohn auf dem Land bei Linz.

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Nach zwei Jahren Funkstille sitzt Ex-YouTube-Star KsFreak nicht im Luxusauto, sondern im Lieferwagen: Er arbeitet als Bofrost-Fahrer und spricht erstmals über seine Drogensucht, eine Nahtoderfahrung und Millionenschulden.

Der 32-Jährige, bürgerlich Marcel Dähne, veröffentlichte sein Comeback-Video am 22. August 2026. Darin reagiert er auf ein sechs Jahre altes Video, in dem er schon damals über Drogenkonsum sprach. Wie die Bild berichtet, fasst der Teaser die Geschichte zusammen: Nahtoderfahrung, Drogenmissbrauch und Millionenschulden.

Zwischen 2016 und 2019 gehörte KsFreak zu den größten deutschsprachigen YouTubern. 2017 knackte er die Zwei-Millionen-Abonnenten-Marke, plattformübergreifend folgen ihm fast vier Millionen Menschen. Teure Autos wie ein Audi RS7 für rund 115.000 Euro gehörten zu seinem Alltag, und allein 2016/2017 erwirtschaftete er nach Angaben von Raptastisch einen Reingewinn von rund 800.000 Euro.

Der tiefe Fall: Schulden, Drogen und Sozialstunden

Der Absturz begann 2019: Wegen nicht gezahlter Steuern, eines ausschweifenden Lebensstils und eines falschen Beraters meldete Dähne Insolvenz an. Am 10. August 2019 machte er seine Schulden öffentlich – die Bild spricht von einem Betrag im höheren sechsstelligen Bereich, ihre Themenseite sogar von Millionenschulden.

Jahre später spricht er im Videopodcast Die Petze und der Besserwisser 2.0 (April 2025) offen über seine dunkelste Zeit: Schuldenberg, Drogenexperimente und Suizidgedanken. Die Folge trägt eine Triggerwarnung, und Dähne berichtet auch von einer Nahtoderfahrung.

KsFreaks Weg in die Krise

  1. November 2012
    Kanalgründung

    Marcel Dähne startet seinen YouTube-Kanal KsFreakWhatElse.

  2. 2016 – 2019
    Hochphase

    Über zwei Millionen Abonnenten, Luxusautos und ein Reingewinn von rund 800.000 Euro (2016/17).

  3. 10. August 2019
    Insolvenz öffentlich

    Dähne macht seine hohen Schulden öffentlich; es folgt ein Insolvenzverfahren.

  4. September 2024
    Funkstille

    Letztes YouTube-Video, danach wird es rund zwei Jahre still.

  5. April 2025
    Podcast-Beichte

    Im Podcast spricht er über Schuldenberg, Drogen und Suizidgedanken.

  6. Februar 2026
    Comeback-Update

    Er meldet sich zurück: ‚Ich arbeite normal … und bin Vater geworden.‘

  7. Juli/August 2026
    Bofrost-Job und Video

    Bekannt wird seine Arbeit als Bofrost-Fahrer; Comeback-Video erscheint.

Sozialstunden statt Gefängnis

Wegen einer Geldstrafe musste Dähne Sozialstunden ableisten – unter anderem im Botanischen Garten und bei der Caritas. „Da war ich Tellerwäscher“, erzählt er gegenüber Heute.at. Finanziell sei damals kaum noch etwas gegangen; das Geld habe gerade für das Nötigste und für Essen gereicht.

Besonders drastisch: Hätte er die Strafe nicht abgearbeitet, hätte ihm nach eigenen Angaben sogar Haft gedroht. Diese Phase nennt der Linzer eine „dunkle Zeit“ – obwohl ihm die Arbeit selbst sogar gefallen habe.

Ich hätte sonst ins Gefängnis müssen.
Marcel Dähne, YouTuber (KsFreak)

Der neue Alltag: Bofrost, 70 Quadratmeter und ein Sohn

Im Juli 2026 wird über TikTok bekannt, dass KsFreak als Lebensmittel-Auslieferer für den Tiefkühlkosthändler Bofrost arbeitet. Wie t-online berichtet, zeigt er sich in Arbeitskleidung während seiner Mittagspause. Vier Tage pro Woche jobbt er bei Bofrost, den fünften Tag investiert er in seine Selbstständigkeit.

Seine neue Lebensrealität: eine 70-Quadratmeter-Wohnung auf dem Land bei Linz, die er mit Verlobter Sophia und dem gemeinsamen Sohn teilt. Der Junge kam im September 2025 zur Welt. „Vater zu sein“, sagt Dähne, „ist eins der schönsten Sachen, die man sich vorstellen kann.“

Ich war im Konkurs.
Marcel Dähne, YouTuber (KsFreak)

Twitch-Comeback geplant

Ganz aufgegeben hat KsFreak seine Karriere als Entertainer nicht. Sein Plan: vier Tage Arbeit, ein Tag für YouTube und Streaming. „Ich würde von Herzen gern wieder das machen, was ich am besten kann: Unterhaltung“, sagt er. Ähnlich wie Simon Unge nach langer Funkstille ein Comeback offen lässt, startet auch Dähne einen Neuanfang. Ob daraus erneut eine große Karriere wird, lässt er offen.

Rückblickend sagt er: „Ich habe wieder erkannt, was wichtig im Leben ist.“ Und: „Wo das Ganze hinführt, weiß ich selber noch nicht.“