Rumer Willis lässt ihr Alzheimer-Risiko nach der Demenz-Diagnose ihres Vaters testen
Nach der Demenz-Diagnose ihres Vaters Bruce Willis hat Rumer Willis ihr eigenes Alzheimer-Risiko per Gentest bestimmen lassen. Das Ergebnis: durchschnittlich, aber vorhanden. Die 38-Jährige spricht über Angst, Trauer und die Macht von Informationen.
Rumer Willis, die älteste Tochter von Bruce Willis, hat nach der Demenz-Diagnose ihres Vaters ihr persönliches Alzheimer-Risiko testen lassen. Der Auslöser: die frontotemporale Demenz des Hollywood-Stars, die die Familie im Februar 2023 öffentlich gemacht hatte. Am 25. August 2026 sprach die 38-Jährige in einem Interview mit dem People-Magazin erstmals über den Gentest.
Bereits 2022 hatte Bruce Willis seine Schauspielkarriere beendet, nachdem bei ihm eine Aphasie diagnostiziert worden war. Ein Jahr später folgte die Diagnose frontotemporale Demenz (FTD). Die Erkrankung schädigt vor allem Verhalten, Persönlichkeit und Sprache. Laut krone.at lebt der 71-Jährige inzwischen getrennt von seiner Familie.
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Die Vorgeschichte der Diagnose
2022
Aphasie-Diagnose und Karriereende
Bruce Willis beendet nach einer Aphasie-Diagnose seine Schauspielkarriere.
Februar 2023
Frontotemporale Demenz öffentlich
Die Familie macht bekannt, dass Bruce Willis an frontotemporaler Demenz leidet.
Mai 2026
Rumer spricht über ‚Zärtlichkeit‘
Im Podcast ‚The Inside Edit‘ berichtet Rumer Willis von einer neuen Zärtlichkeit im Umgang mit ihrem Vater.
25. August 2026
Gentest wird öffentlich
Rumer Willis veröffentlicht ein Instagram-Video und ein People-Interview zu ihrem APOE-Gentest.
Gentest bei Function
Für den Test arbeitet Rumer Willis mit dem Gesundheitsunternehmen Function zusammen. Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben mehr als 160 fortgeschrittene Labortests, bildgebende Verfahren und spezialisierte Untersuchungen an. Konkret ließ sich die Schauspielerin dem sogenannten APOE-Gentest unterziehen, der Hinweise auf das genetische Alzheimer-Risiko gibt.
„Es bedeutet, dass ein gewisses Risiko besteht, das jedoch nicht übertrieben hoch ist.“
Rumer Willis, Schauspielerin
Angst vor Antworten und die Macht von Informationen
Der Schritt war für Rumer Willis nicht leicht. „Manchmal ist es beängstigend, Antworten zu bekommen“, sagte sie dem People-Magazin. Gleichzeitig ist sie überzeugt: „Wenn man Informationen hat, ist das Macht.“ Hintergrund sei die genetische Vorbelastung in ihrer Familie – neben Demenz gebe es auch Brustkrebsfälle und andere Erkrankungen.
Wenn sie eine erhöhte Veranlagung erkenne, wolle sie aktiv gegensteuern – etwa Entzündungen im Körper reduzieren oder auf die Herzgesundheit achten. Ihre Testergebnisse sieht sie zudem als einfache Möglichkeit, Ärzten eigene Daten vorzulegen: Damit könne sie selbst mitreden, statt sich abwimmeln zu lassen.
Trauer um den Vater und liebevolle Momente
In dem Instagram-Video sprach Rumer Willis offen über ihre Trauer: „Ich vermisse meinen Vater wirklich. Ich vermisse eine andere Version von dem, wer er war. Es gibt Tage, die sind einfach so schwer.“ Sie versuche, im Moment präsent zu sein, und stark zu sein bedeute, mit beidem gleichzeitig umzugehen.
Besuche bei ihrem Vater spenden aber auch Kraft. Bruce Willis sehe sie und ihre dreijährige Tochter Louetta – und beginne zu lächeln. „Da ist so viel Liebe und Freude und Zärtlichkeit, die immer noch da ist“, erzählte sie. Erst Mitte August war Bruce Willis bei der Hochzeit seiner Tochter Tallulah dabei.
Vorsorge für die eigene Tochter
Die 38-Jährige ist alleinerziehende Mutter von Louetta. Ihre Gesundheitsvorsorge betreffe deshalb nicht nur sie selbst: „Das ist eines der wichtigsten Dinge für mich – zu wissen, dass meine Handlungen nicht nur auf mich wirken, sondern auf meine Tochter und auf meine Fähigkeit, so lange wie möglich für sie da zu sein.“
Schon vor der Diagnose ihres Vaters seien ihr Gehirn-, Darm- und reproduktive Gesundheit wichtig gewesen. Jetzt wolle sie proaktiv kleine Schritte gehen: Nahrungsergänzungsmittel nehmen, auf bestimmte Parfums verzichten, zu Hause kochen statt Take-out zu bestellen.
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Ob weitere Familienmitglieder dem Beispiel folgen, ist offen. Rumer Willis jedenfalls will ihre Ergebnisse künftig bei Ärzten nutzen, um früh gegenzusteuern.