1,5 Tonnen Crystal Meth, versteckt in als Reis deklarierten Säcken aus Pakistan – dieser Fund bringt den Hamburger Hafen erneut als Drehscheibe des internationalen Drogenschmuggels in die Schlagzeilen. Zoll und Polizei stellten die Drogen bereits Anfang Mai 2026 sicher, öffentlich wurde der Mega-Fund aber erst am Donnerstag, 27. August 2026.
Die Ermittler waren dem Schiff nach einem Tipp auf die Spur gekommen, wie der NDR berichtet. Ein Seecontainer fiel bei einer Röntgenkontrolle auf: Laut Frachtpapieren hatte er Tausende Säcke weißen Reis aus Pakistan geladen, zeigte aber deutliche Abweichungen.
Reissäcke mit kristalliner Substanz
Nach dem Öffnen und vollständigen Entladen entdeckten die Einsatzkräfte mehr als 100 Säcke mit einer kristallinen Substanz. Ein Schnelltest und eine anschließende toxikologische Untersuchung bestätigten: Es handelte sich um Methamphetamin, umgangssprachlich Crystal Meth – eine synthetische Droge mit hohem Abhängigkeitspotenzial.
Die Staatsanwaltschaft schätzt den Straßenverkaufswert auf rund 28,5 Millionen Euro. BILD zufolge zählt der Fund zu den größten jemals im Hamburger Hafen sichergestellten Crystal-Meth-Funden.
„Es gibt keine Hinweise darauf, dass die sichergestellten Drogen für den Hamburger Markt bestimmt waren.“
Täter unbekannt – Ermittlungen laufen
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg und der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (LKA 61 / Zollfahndungsamt Hamburg) dauern an. Der Vorwurf lautet auf unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Bislang sind weder Täter noch Hintergründe des Imports bekannt.
Die Behörde betont, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Drogen für den Hamburger Markt bestimmt waren. Die Ermittler konzentrieren sich auf die Hintermänner und die Logistik des Imports.
Hamburg als Drehkreuz für Schmuggler
Der Hamburger Hafen gilt seit Jahren als einer der wichtigsten europäischen Umschlagplätze für Drogenschmuggel. Immer wieder verstecken Schmuggler große Mengen zwischen legaler Fracht – so wie in diesem Fall zwischen Reissäcken aus Pakistan.
Der Spiegel erinnert an einen anderen spektakulären Fund: Im März 2026 wurden im selben Hafen 1,6 Tonnen Kokain in einer Bananenlieferung aus Ecuador entdeckt. Der jetzige Crystal-Meth-Fund reiht sich in diese Serie von Mega-Sicherstellungen ein.
