Transfrauen in Großbritannien häufiger Täter als Opfer
Oxford-Studie

Transfrauen in Großbritannien häufiger Täter als Opfer

Eine neue Oxford-Studie zeigt: In Großbritannien begehen Transpersonen häufiger Morde, als sie selbst zum Opfer werden. Besonders betroffen sind geborene Männer, die sich als Transfrauen identifizieren – und die BBC berichtete deutlich öfter über Opfer als über Täter.

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In Großbritannien begehen Transpersonen häufiger Morde, als sie selbst zum Opfer werden. Das zeigt eine neue Studie der Universität Oxford, die alle Tötungsdelikte mit Transgender-Beteiligung zwischen 2000 und 2025 untersucht hat. Sie wurde bisher nur als Preprint veröffentlicht und ist noch nicht begutachtet.

Die Autoren Michael Biggs und Ace North zählten in 25 Jahren elf Transgender-Mordopfer – aber 15 Transgender-Mordtäter. Die Täter überwiegen damit deutlich. Das Verhältnis von Opfern zu Tätern liegt bei 0,79 und ähnelt dem von Männern insgesamt, nicht dem von Frauen.

Transgender-Mordopfer und -Täter in Großbritannien (2000 – 2025)

Zahlen der Oxford-Studie von Biggs & North

Quelle: SSRN Preprint, April 2026

Fast alle Fälle betreffen geborene Männer mit Transfrau-Identität

Jedes einzelne der elf Opfer war ein geborener Mann, der sich als Transfrau identifizierte. Bei den Tätern gilt dasselbe Muster, mit nur wenigen Ausnahmen: Fünf der 15 Täter töteten Frauen. Die übrigen Taten betrafen andere Trans-identifizierte Personen oder Männer.

Das zentrale Zahlenverhältnis ist eindeutig: Trans-identifizierte Männer weisen ein Opfer-Täter-Verhältnis von 0,79 auf – deutlich näher an der Rate von Männern insgesamt (0,69) als an der von Frauen (2,9). Britische Frauen sind fast dreimal häufiger Opfer als Täter; trans-identifizierte Männer dagegen eher Täter als Opfer. Die Autoren leiten daraus Implikationen für die Strafrechtspolitik ab, etwa bei der Unterbringung von Transfrauen in Frauen-Gefängnissen.

Wenn das Ausmaß tödlicher Gewalt gegen Transpersonen in Großbritannien als Epidemie gilt, dann gilt derselbe Begriff für die tödliche Gewalt, die von Transpersonen ausgeht.
Michael Biggs, Soziologie-Professor an der Universität Oxford

Die Studie ist bislang nur als Preprint erschienen und wurde noch nicht von Fachkollegen begutachtet. Michael Biggs ist mit der geschlechterkritischen Organisation Sex Matters verbunden. Die Autoren betonen, dass sie ausschließlich öffentliche Quellen wie BBC-Berichte, Gerichtsakten und lokale Presse ausgewertet haben – ein Ansatz, der leicht nachprüfbar sei.

BBC berichtet viermal häufiger über Opfer als über Täter

Die Autoren untersuchten auch die Medienberichterstattung. Wie das Magazin UnHerd berichtet, veröffentlichte die BBC mehr als viermal so viele Artikel über Trans-Opfer wie über Trans-Täter: 137 zu 58. Berücksichtigt man nur Artikel, die eine Trans-Identität ausdrücklich benennen, ist das Ungleichgewicht sogar noch größer – die Opfer-Artikel übertreffen die Täter-Artikel um den Faktor 4,5.

Der Mord an der 16-jährigen Brianna Ghey dominiert die Berichterstattung: Allein die BBC brachte 89 Artikel zu dem Fall, der britische Guardian erwähnte Ghey in 111 Artikeln. Die Trans-Täterin Scarlet Blake dagegen kam nur in zwei Guardian-Artikeln vor. War der Täter trans, ließ die BBC diesen Umstand häufig ganz weg oder erwähnte ihn erst spät – in weniger als der Hälfte der Täter-Artikel.

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Kritik: Preprint ohne Peer-Review, aktivistische Gegenpositionen

Kritiker bemängeln, dass die Studie noch nicht begutachtet ist. Internationale Organisationen wie das Trans Murder Monitoring zählen weltweit Tausende ermordete Transpersonen – ein anderer Ansatz, der Großbritannien nicht isoliert betrachtet. Auch die Verbindung von Biggs zu Sex Matters wird als mögliche Voreingenommenheit genannt. Die Autoren selbst verweisen darauf, dass ihre Auswertung öffentlicher Quellen transparent und replizierbar ist.

Die Junge Freiheit berichtete am 28. August 2026 unter dem Titel „Wie eine Studie gängige Trans-Narrative auf den Kopf stellt“ über die Untersuchung. Als Bebilderung nutzte sie ein Archivbild vom Amoklauf an der Covenant School in Nashville, bei dem 2023 eine 28-jährige Transperson sechs Menschen erschoss. Der vollständige Artikel liegt hinter einer Bezahlschranke. Die Debatte über die Berichterstattung zu Trans-Gewalt dürfte damit weitergehen.