Jenny Elvers: Kein Cent von TV-Gagen – alles ging ans Finanzamt
Bild: KI-generiert
Schuldenabbau

Jenny Elvers: Kein Cent von TV-Gagen – alles ging ans Finanzamt

In der Bild-Zeitung spricht Jenny Elvers erstmals offen über ihre Schuldenkrise: Sie lehnte eine Privatinsolvenz ab, arbeitete sich mit vielen TV-Jobs aus der Misere – und behielt am Ende keinen Cent der Gagen, weil alles ans Finanzamt floss.

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Jenny Elvers behielt von ihren zahlreichen TV-Gagen am Ende keinen einzigen Cent. In einem Interview mit der Bild-Zeitung enthüllte die Schauspielerin, dass sämtliche Einnahmen direkt an das Finanzamt flossen – zur Tilgung einer Schuldenlast, die aus einer jahrelangen Betriebsprüfung resultierte.

Der Auslöser: eine Betriebsprüfung, die sich über mehr als zehn Jahre hinzog. Am Ende stand eine Forderung in mittlerer sechsstelliger Höhe. Viele alte Belege und Quittungen konnte Elvers nicht mehr vorlegen, wie BUNTE berichtet. Hinzu kamen die Kosten einer teuren Scheidung und Fehlinvestitionen.

Öffentlich machte die 54-Jährige ihre Geldnot erstmals im Februar 2026 – während der Dreharbeiten zur SAT.1-Show „Villa der Versuchung“. Vor laufender Kamera sagte sie: „Ich bin pleite“ bzw. „Ich bin broke“. Kurz zuvor hatte Elvers in der Show bereits mit drastischem Gewichtsverlust für Schlagzeilen gesorgt: Sie kam mit 54 Kilo zur Show und wog am Ende nur noch 47 Kilo.

Keine Privatinsolvenz – Schulden aus eigener Kraft

Trotz der hohen Summe lehnte Elvers eine Privatinsolvenz strikt ab. Stattdessen nahm sie zahlreiche TV-Formate an – darunter „Prominent getrennt“, „Club der guten Laune“, „The 50“, „Kampf der Realitystars“ und eben „Villa der Versuchung“. Zudem trennte sie sich von wertvollen Besitztümern.

Im Bild-Interview schildert sie ihren Einsatz: „Ich habe alles dafür getan, die Schulden wegzukriegen. Ich habe es Stück für Stück geschafft. Ich bin bei ‚Kampf der Reality-Queens‘ in Kolumbien durch den Schlamm gerobbt und habe mit Fieber gedreht.“

Es ist schon komisch, zu wissen, dass du nicht einen Cent von der Gage bekommen wirst, da alles fürs Finanzamt draufgeht.
Jenny Elvers, Schauspielerin

Die Konsequenz: Von den Gagen blieb für Elvers selbst nichts übrig. Das Geld floss direkt an die Behörde. „Ich bin zum Finanzamt hingefahren und habe versucht, ihnen zu erklären, wie Fernsehen geht. Mal hast du einen Monat viel Geld, mal wenig. Ich habe gemerkt, das sind auch nur Menschen und die lassen mit sich reden“, erklärt sie weiter.

Viele Bekannte rieten ihr zur Privatinsolvenz: „Melde doch einfach eine Privatinsolvenz an, mache es dir leicht. Lehne dich zwei Jahre zurück.“ Doch das kam für Elvers nicht infrage: „Das bin ich nicht. Ich wollte es unbedingt aus eigener Kraft schaffen. Denn ich arbeite auch wahnsinnig gern.“

Sohn Paul half in der schwersten Phase

Die Situation setzte Elvers persönlich stark zu. „Ich habe zu Hause gesessen und geweint und alles in mich hineingefressen. Aber das ist der verkehrte Weg“, erzählt sie. Schließlich wandte sie sich an ihren Sohn Paul (25), den sie als „sehr erfolgreichen Geschäftsmann“ beschreibt: „Erst wollte ich alles vor ihm weghalten. Es war mir peinlich. Aber wir sind ein tolles Team.“

Jenny Elvers' Weg aus den Schulden

  1. Vor über zehn Jahren
    Betriebsprüfung beginnt

    Das Finanzamt startet eine Prüfung, die sich über Jahre zieht. Alte Belege gehen später verloren.

  2. Februar 2026
    Pleite-Geständnis

    Während der Dreharbeiten zu „Villa der Versuchung“ sagt Elvers vor laufender Kamera „Ich bin pleite“.

  3. 27. August 2026
    Bild-Interview

    Elvers enthüllt, dass alle TV-Gagen ans Finanzamt gingen.

  4. 28. August 2026
    Medien greifen auf

    BUNTE, t-online, FOCUS und weitere berichten über das Interview.

Ausblick: Neue Dreharbeiten und zweites Standbein

Inzwischen kann Elvers wieder optimistisch nach vorn blicken. Ihre Finanzen sind nach eigenen Angaben geordnet. „Ich schaue sehr positiv in die Zukunft, es stehen auch schon wieder neue Dreharbeiten an“, sagt sie. Gleichzeitig will sie sich unabhängiger machen: „Aber ich arbeite an einem neuen Standbein, ich kann mich nicht nur aufs Fernsehen verlassen.“

Damit unterscheidet sich Elvers von anderen Prominenten, die ihre Schuldenlast öffentlich tragen – etwa Micaela Schäfer, die mit 1,6 Millionen Euro in der Kreide steht, aber auf Privatinsolvenz verzichten will. Elvers’ Weg war härter: Sie zahlte jeden Cent zurück.