Mette-Marit fehlt beim Trauergottesdienst für Harald V. – Gesundheit zwingt Königin zur Pause
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Norwegen

Mette-Marit fehlt beim Trauergottesdienst für Harald V. – Gesundheit zwingt Königin zur Pause

Norwegens neue Königin Mette-Marit wird am Sonntag nicht am Trauergottesdienst für König Harald V. in Asker teilnehmen. Der Palast begründet die Absage mit ihrer Erholung nach der Lungentransplantation – Experten sehen Haakon VIII. weitgehend allein.

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Norwegens neue Königin Mette-Marit wird am Sonntag nicht am Trauergottesdienst für König Harald V. in der Asker Kirche teilnehmen. Das bestätigte der Palast am Samstag und verwies auf ihre Erholung nach der Lungentransplantation im Juni.

Für die 53-Jährige ist es der erste große öffentliche Trauermoment seit dem Tod des Königs am Freitag. Am Abend zuvor hatte sie noch am Trauerzug vom Krankenhaus zum Schloss teilgenommen – der Gottesdienst in Asker übersteigt offenbar ihre Kräfte.

Nachdem König Harald V. am Freitag im Alter von 89 Jahren starb, übernahm Haakon als Haakon VIII. den Thron. Mette-Marit wurde noch am selben Tag zur Königin ernannt – ihre Teilnahme an offiziellen Terminen bleibt aber ungewiss.

In der offiziellen Mitteilung heißt es laut BUNTE: „Wie bereits angekündigt, erholt sich Ihre Majestät Königin Mette-Marit nach der Lungentransplantation im Juni und hat nur begrenzte Möglichkeiten, an offiziellen Veranstaltungen teilzunehmen. Sie wird daher morgen nicht in der Asker-Kirche anwesend sein.“

An dem Gottesdienst um 11 Uhr nehmen König Haakon VIII., Kronprinzessin Ingrid Alexandra, Königin Sonja und Prinz Sverre Magnus teil. Landesweit finden zeitgleich Trauergottesdienste statt; eine Ausnahme ist der Nidarosdom, wo die Zeremonie erst um 17 Uhr beginnt und live übertragen wird.

Erholung nach Lungentransplantation

Mette-Marit leidet seit Jahren an Lungenfibrose, einer unheilbaren Vernarbung des Lungengewebes. Am 17. Juni erhielt sie im Rikshospitalet eine Spenderlunge; seither zeigt sie sich öffentlich auch mit Atemgerät. Die Wartezeit auf das Organ hatte sich zuletzt dramatisch verkürzt.

Wie belastbar die neue Königin tatsächlich ist, beschäftigt Experten. Die ARD-Königshausexpertin Leontine Gräfin von Schmettow erwartet nur reduzierte Auftritte an der Seite von König Haakon VIII.

Als Königin wird sie diese Aufgabe vermutlich nur in reduzierter Form wahrnehmen können. Ich glaube, dass sie an der Seite von König Haakon VIII. stehen wird – sofern ihre Kräfte es zulassen.
Leontine Gräfin von Schmettow, ARD-Königshausexpertin

Die norwegische Royal-Expertin Tove Taalesen wird noch deutlicher: Ihre Gesundheit werde bestimmen, wie aktiv eine Königin sie sein kann. Nach einer Lungentransplantation seien erhebliche Einschränkungen offensichtlich, sagt sie t-online.

Auch die ZDF-Königshausexpertin Julia Melchior äußert große Sorge. Haakon stehe „weitgehend alleine da“, weil seine Mutter Sonja 89 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen ist und seine Frau nach der Transplantation weiterhin geschwächt bleibt.

Vertrauenskrise erhöht den Druck

Zur gesundheitlichen Belastung kommt eine Vertrauenskrise. Freigegebene Unterlagen aus dem Umfeld des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein belegen, dass Mette-Marit jahrelang mit ihm in Kontakt stand. Im März 2026 sagte sie im norwegischen Rundfunk NRK, sie sei von Epstein „manipuliert und getäuscht“ worden.

Auch der Fall ihres Sohnes Marius Borg Høiby belastet das Königshaus: Er wurde im Juni 2026 wegen zweier Vergewaltigungen zu vier Jahren Haft verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Zustimmung zur Monarchie war zuletzt eingebrochen.

In einer Erhebung des Instituts Respons Analyse für VG und Aftenposten von Ende März sprachen sich 47 Prozent der Befragten dagegen aus, dass Mette-Marit Königin wird. In einer Norstat-Umfrage für NRK sank ihr Wert bei der Frage, wie gut sie die Königsfamilie repräsentiert, auf 3,7 von 10 Punkten.

Beliebtheit der Königsfamilie in Norwegen

Wie gut repräsentiert die Person die Monarchie? Punkte von 0 bis 10

Quelle: Norstat für NRK, Februar 2026

Haakons erste Rede als König

Am Samstagabend hielt Haakon VIII. seine erste Rede an das norwegische Volk. Er dankte für einen „so guten Vater“ und betonte: „Es wartet eine große Aufgabe auf mich.“ Dann zitierte er sein Versprechen für das Königspaar.

Königin Mette-Marit und ich möchten präsent sein und zuhören. Wir glauben an die Demokratie. Wir glauben an eine Gesellschaft, die auf Recht und Gesetz gründet und in der alle Menschen den gleichen Wert haben.
Haakon VIII., König von Norwegen

Am Dienstag, 1. September, soll Haakon vor dem norwegischen Parlament den Eid auf die Verfassung ablegen. Ob und in welchem Umfang Mette-Marit bei den weiteren Trauerfeierlichkeiten anwesend sein wird, ließ der Palast offen – signalisiert hatte er lediglich, dass sie nur bei ausgewählten Terminen erscheinen könne.