Anna-Maria Ferchichi will Töchtern die Pille nicht aufdrängen
In ihrem Podcast spricht Anna-Maria Ferchichi über Verhütung – und macht klar: Die Pille darf nicht automatisch an den Töchtern hängen bleiben. Auch die Söhne sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen.
Die Pille ab 14 als Selbstverständlichkeit? Für Anna-Maria Ferchichi (44) ein falsches Signal. In der aktuellen Folge ihres Podcasts „Im Bett mit Anna-Maria und Anis Ferchichi“ stellt die achtfache Mutter klar: Verhütung ist keine reine Frauensache – und ihre Töchter sollen das nicht so lernen. Wie die Bunte berichtet, bespricht die Familie das Thema offen am Esstisch.
Ferchichi sagt: „Wir haben 2026. Es gibt Männer, die können verhüten, oder eben Frauen. Und da muss man sich absprechen.“ Entscheidend sei, dass beide Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen. „Das sollte weder der eine dem anderen aufdrängen, noch umgekehrt. Und man muss sich arrangieren“, zitiert sie der Focus online.
Besonders wichtig ist der 44-Jährigen der Blick auf ihre Töchter. Ihre älteste Tochter Aaliyah ist inzwischen 14 – und damit in einem Alter, in dem Verhütung zum Thema wird. Dass Aaliyah mit 13 ins Internat wollte und ihre Mutter in Tränen ausbrechen ließ, zeigt, wie nah ihr das Familienleben geht.
„Ich möchte gar nicht, dass die Mädchen denken, sie müssen jetzt ab 14 die Pille nehmen.“
Anna-Maria Ferchichi, Podcasterin und Ehefrau von Bushido
Verhütung als gemeinsame Sache – auch für die Söhne
Auch ihre Söhne will Ferchichi dafür sensibilisieren, dass Verhütung keine reine Frauenaufgabe ist. Sie sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen und solche Fragen später gemeinsam mit ihrer Partnerin zu klären. Bushido stimmt zu: „Soll ja auch nicht so gut sein, oder?“ – eine Anspielung auf Nebenwirkungen der Pille, wie TV Movie berichtet.
Dass das Gespräch beim Essen aufkam, war Zufall. Die Familie unterhielt sich über Vorfälle im Bekanntenkreis, als das Thema Verhütung plötzlich auf dem Tisch lag. Ferchichi selbst hat die Antibabypille nie genommen; ihre Eltern hätten ihr schon vor 30 Jahren davon abgeraten, bestätigt sie laut TV Movie.
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Vom klassischen Rollenbild zum gemeinsamen Alltag
Das Prinzip der geteilten Verantwortung prägt inzwischen auch die Ehe mit Bushido. Früher seien die Aufgaben klassischer verteilt gewesen: Bushido verdiente als Rapper das Geld, während sie sich um Haushalt und acht Kinder kümmerte. Heute sei das anders: „Mittlerweile machen wir morgens alles zusammen, abends alles zusammen. Eigentlich ist es ein gutes Miteinander“, sagt Ferchichi.
Bushido gefällt das neue Modell: „Man hat abends das Gefühl, man hat was geschafft.“ Ferchichi fragt mit Blick auf die alte Rollenverteilung: „Wenn das so geblieben wäre (...) was für ein Bild hätten unsere Kinder bekommen?“
Damit stellt Ferchichi die klassische Rollenverteilung nicht nur in ihrer Ehe, sondern auch bei der Verhütung infrage.