Tucker Carlson fordert Trumps sofortige Amtsenthebung bei Atomwaffen-Erwägung
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Iran-Krieg

Tucker Carlson fordert Trumps sofortige Amtsenthebung bei Atomwaffen-Erwägung

Der konservative Kommentator Tucker Carlson bricht mit Trump: Sollte der US-Präsident den Ersteinsatz von Atomwaffen im Iran-Krieg erwägen, müsse er sofort aus dem Amt entfernt werden. Carlson nennt dies eine „rote Linie“.

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Tucker Carlson fordert, US-Präsident Donald Trump sofort aus dem Amt zu entfernen – für den Fall, dass dieser den Ersteinsatz von Atomwaffen im Krieg gegen den Iran in Betracht zieht. Der konservative Kommentator äußerte sich in einer am Freitag, dem 28. August 2026, veröffentlichten Folge seiner „Tucker Carlson Show“ laut Newsweek.

Im Gespräch mit Joe Kent, dem früheren Direktor des National Counterterrorism Center (NCTC), der Anfang des Jahres aus Protest gegen den zurückgetreten war, machte Carlson deutlich: Die Möglichkeit eines nuklearen Erstschlags überschreite eine „rote Linie“.

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Carlson betonte, er habe beide Amtsenthebungsverfahren gegen Trump „strikt“ abgelehnt und als „absurd“ bezeichnet. Die nukleare Frage sei jedoch eine grundlegend andere Kategorie.

Die nukleare rote Linie

„Die gesamte Menschheit mit einem Nuklearschlag vernichten? Warum gibt es dann keinen Versuch, ihn aus dem Amt zu entfernen, und zwar sofort?“, sagte Carlson laut Newsweek. Er legte einen allgemeinen Maßstab an, den er als „fair“ bezeichnete.

Jeder Staatschef eines beliebigen Landes, der den Ersteinsatz von Atomwaffen ins Spiel bringt, hat sein Recht zu führen verwirkt. Er muss sofort aus dem Amt entfernt werden. Ich halte das einfach für einen fairen Maßstab.
Tucker Carlson, konservativer Kommentator

Gegenüber The Hill formulierte Carlson: „In der Sekunde, in der ein Präsident aktiv den Ersteinsatz von Atomwaffen in Betracht zieht, sollte diese Person sofort aus dem Amt entfernt werden – denn das muss die rote Linie sein: die gesamte Menschheit mit einem Nuklearschlag auszulöschen.“ Wer eine solche Rede auch nur von Untergebenen toleriere, sei „per Definition ungeeignet“.

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Carlsons Vorwürfe gegen Trump und das Pentagon

Carlson behauptete, im Pentagon habe es Diskussionen über den Einsatz taktischer Atomwaffen gegeben, und warf Trump vor, wiederholt deren Einsatz vorgeschlagen zu haben: „Der Präsident der Vereinigten Staaten hat wiederholt vorgeschlagen, Atomwaffen im Krieg gegen Iran zu verwenden“, sagte Carlson laut Newsweek. Als Beleg verwies er auf Trumps Warnung im April, eine „ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“, falls Iran die US-Forderungen nicht erfülle.

Wichtig zur Einordnung: Trump hat öffentlich nicht erklärt, einen Atomwaffen-Ersteinsatz zu erwägen. Laut IBTimes UK gibt es „keine öffentlichen Belege“ dafür, dass Trump einen nuklearen Erstschlag gegen den Iran angeordnet oder autorisiert hätte. Newsweek wandte sich am späten Freitagabend per E-Mail an das Weiße Haus und erhielt zunächst keine Antwort.

Hintergrund: Atomstrategie-Debatte

Carlsons Äußerungen fallen in eine laufende Überprüfung der US-Atomstrategie. Der Staatssekretär im Verteidigungsministerium für Politik, Elbridge Colby, hatte bei einer Konferenz erklärt, die Regierung wolle dem Präsidenten und Verteidigungsminister Pete Hegseth „glaubwürdige, rationale nukleare Optionen“ an die Hand geben.

Der Überprüfung zufolge würden kürzere, schwächere taktische Atomwaffen für mögliche regionale Konflikte geprüft – was laut IBTimes UK keinem neuen Ersteinsatz-Grundsatz der USA gleichkomme: Washington behalte sich den Ersteinsatz ohnehin unter bestimmten Umständen vor. Carlson deutet die Überprüfung zusammen mit Trumps Rhetorik als alarmierende Entwicklung, während das Pentagon sie als Abschreckungsmaßnahme darstellt.

Joe Kent warnte, die Regierung könne in eine Lage geraten, in der konventionelle militärische Optionen nicht mehr ausreichten: „Ich denke, wir wären töricht zu glauben, dass dies in der aktuellen Lage hier nicht passieren könnte – gerade weil die Regierung verzweifelt nach einem Ausweg sucht“, sagte Kent laut The Hill.

Entfremdung und Vorgeschichte

Carlsons Forderung ist Teil einer sich vertiefenden Entfremdung von Trump, die vor allem auf Differenzen über die US-Außenpolitik und den Iran-Krieg zurückgeht. Im Juni kündigte Carlson an, mit der Republikanischen Partei zu brechen, und erklärte, die GOP nicht länger zu unterstützen. Anfang August bezeichnete Carlson Atomkrieg und künstliche Intelligenz als die „zwei größten Bedrohungen der gesamten Geschichte“. Umgekehrt hatte Trump Carlson in der Vorwoche auf Truth Social attackiert und ihn einen „Loser“ genannt.

Chronologie der Eskalation

  1. April 2026
    Trump warnt vor „ganzer Zivilisation“

    Trump warnt, eine „ganze Zivilisation werde heute Nacht sterben“, falls Iran die US-Forderungen nicht erfülle; später im April schließt er einen Atomwaffeneinsatz gegen Iran aus.

  2. Juni 2026
    Carlson bricht mit Republikanern

    Carlson kündigt den Bruch mit der Republikanischen Partei an; Fox News berichtet unter Berufung auf einen Weiße-Haus-Mitarbeiter, die Regierung habe beim Fordow-Komplex „keine Option vom Tisch genommen“.

  3. Anfang August 2026
    Carlson nennt größte Bedrohungen

    Carlson bezeichnet Atomkrieg und künstliche Intelligenz als die „zwei größten Bedrohungen der gesamten Geschichte“.

  4. Ca. 22. August 2026
    Trump attackiert Carlson

    Trump beschimpft Carlson auf Truth Social als „Loser“ wegen dessen Treffen mit Thomas Massie und Marjorie Taylor Greene.

  5. 28. August 2026
    Podcast-Folge veröffentlicht

    Carlson fordert Trumps sofortige Amtsenthebung bei Erwägung eines Atomwaffen-Ersteinsatzes gegen Iran.