Wer kommt zu Haralds Staatsbegräbnis – Charles, William oder Trump?
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Königshaus

Wer kommt zu Haralds Staatsbegräbnis – Charles, William oder Trump?

Zwei Wochen nach dem Tod von König Harald V. steht fest: Das Staatsbegräbnis findet am 9. September im Osloer Dom statt. Doch wer aus Großbritannien und den USA anreist, ist weiter offen – Charles, William oder Trump?

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Nur noch wenige Tage bis zum Staatsbegräbnis von König Harald V. – doch die Gästeliste ist ein einziges Rätsel. Am 9. September um 13 Uhr wird der verstorbene Monarch im Osloer Dom beigesetzt. Fest steht nur: Dänemarks König Frederik X. und Königin Mary haben zugesagt. Offen ist, ob nach dem Tod von König Harald V. Charles III. oder Prinz William aus London anreist – und ob Donald Trump kommt.

Das Begräbnis findet zwei Wochen nach Haralds Tod statt. Der 89-Jährige war am 28. August an den Folgen einer hämolytischen Anämie gestorben, sein Sohn Haakon folgte ihm als Haakon VIII. auf den Thron. Während König Haakon VIII. bereits die ersten Trauergäste empfing, richtet sich der Blick jetzt auf die große Zeremonie in Oslo.

Die wichtigste offene Frage betrifft die britische Delegation. Experten spekulieren über Charles III. oder William, während die USA noch gar keine Zusage gemacht haben. Und dann ist da die Platznot: Nur 930 Plätze im Osloer Dom, aber Norwegen lädt alle Staaten ein, zu denen diplomatische Beziehungen bestehen.

Dänemark sagt zu – europäische Royals erwartet

Als erste royale Gäste sagten König Frederik X. und Königin Mary ihre Teilnahme offiziell zu. Wie t-online berichtet, verschiebt das Paar dafür sogar seinen für den 8. bis 10. September geplanten Staatsbesuch in Belgien – ein Zeichen, wie eng die skandinavischen Königshäuser verbunden sind. Weitere Mitglieder der dänischen Königsfamilie könnten folgen, teilte der Hof mit.

Auch andere europäische Royals werden erwartet: König Carl Gustaf und Königin Silvia von Schweden, Kronprinzessin Victoria – Haralds Taufpatin – sowie Prinz Daniel. Aus den Niederlanden König Willem-Alexander und Königin Máxima, möglicherweise auch die frühere Königin Beatrix, die Harald sehr nahestand. Promiflash zitiert Adelsexperten, die davon ausgehen, dass "alle großen Königshäuser Europas" vertreten sein werden.

Bei der britischen Delegation gehen die Einschätzungen auseinander. König Charles III. würdigte Harald nach dessen Tod als seinen "lieben Cousin" – beide sind Nachfahren von König Edward VII. und Königin Alexandra. Doch britische Monarchen reisen nur selten zu Trauerfeiern ins Ausland. Queen Elizabeth II. tat dies als Monarchin kaum. Daher halten es einige Beobachter für wahrscheinlicher, dass Prinz William entsandt wird. Eine offizielle Entscheidung des Buckingham-Palastes steht noch aus.

Mit tiefster Trauer haben meine Frau und ich vom Tod meines lieben Cousins, König Harald V. von Norwegen, erfahren. 35 Jahre lang diente König Harald seinem Volk mit unerschütterlicher Hingabe und führte Norwegen durch Zeiten des Wandels mit Wärme und Demut.
König Charles III. über den Tod seines Cousins Harald V.

Kommt Trump? Und wer bekommt einen der 930 Plätze?

Besondere Aufmerksamkeit gilt der US-Delegation. Gegenüber der norwegischen Zeitung VG vermutete ein Adelsexperte: "Ich glaube, Donald Trump kommt." Bestätigt ist das nicht – der US-Präsident ist bislang weder offiziell eingeladen noch hat er eine Teilnahme zugesagt. Das Weiße Haus schweigt. Promiflash hatte die Spekulation zuerst veröffentlicht.

Das Platzproblem ist real: Der Osloer Dom bietet nur 930 Sitzplätze. Da Norwegen grundsätzlich alle Staaten einlädt, zu denen diplomatische Beziehungen bestehen, muss das Protokoll streng priorisieren. Manche Länder dürften deshalb nur durch ihre Botschafter in Oslo vertreten sein. Gerts Royals analysiert, dass auch Vertreter aus Monaco, Jordanien, Liechtenstein und Japan auf der Liste stehen könnten.

Der letzte Weg: Vom Schloss zur Festung Akershus

Der Begräbnistag beginnt laut norwegischer Nachrichtenagentur NTB im engsten Familienkreis in der Schlosskapelle. Anschließend wird der Sarg in einem großen Trauerzug zum Osloer Dom überführt, begleitet von der Königsfamilie, Repräsentanten des öffentlichen Lebens und internationalen Gästen. Die Trauerfeier selbst leiten der vorsitzende Bischof der Norwegischen Kirche, Olav Fykse Tveit, und die Osloer Bischöfin Sunniva Gylver. Domkantor Marcus André Berg und der Osloer Domchor übernehmen die Musik, wie t-online berichtet.

Nach dem Gottesdienst folgt ein deutlich kleinerer Trauerzug zur Festung Akershus. Dort, im königlichen Mausoleum der Schlosskirche, findet Harald seine letzte Ruhestätte. Bereits 2024 wurde bekannt, dass das Architekturbüro Snøhetta einen gemeinsamen Sarkophag für Harald und Königin Sonja entworfen hat – Kosten rund 20 Millionen norwegische Kronen (ca. 2,1 Millionen US-Dollar). Das Design bleibt bis zur Beisetzung geheim, so Town & Country.

Der Weg bis zum Staatsbegräbnis

  1. 28. August 2026
    König Harald V. stirbt

    Der 89-jährige Monarch erliegt einer hämolytischen Anämie. Sein Sohn Haakon wird als Haakon VIII. neuer König.

  2. 29. August 2026
    Erste Trauerfeiern

    Der Sarg wird in den Roten Salon des Schlosses gebracht. Charles III. würdigt Harald als seinen „dear cousin“.

  3. 30. August 2026
    Datum bekannt gegeben

    Der Palast bestätigt: Staatsbegräbnis am 9. September um 13 Uhr im Osloer Dom. Dänemarks Königspaar sagt als Erstes zu.

  4. 31. August 2026
    Aufbahrung in der Schlosskapelle

    Der Sarg wird in die Schlosskapelle überführt. Ab 1. September können Bürger Abschied nehmen.

  5. 9. September 2026
    Staatsbegräbnis

    Trauerfeier im Osloer Dom, anschließend Trauerzug zum königlichen Mausoleum in der Festung Akershus.

Offene Fragen bis zum 9. September

Bis zum Staatsbegräbnis bleiben zentrale Personalfragen ungeklärt. Der Buckingham-Palast hat noch nicht entschieden, ob Charles III. persönlich kommt oder William schickt. Und auch aus Washington gibt es keine Bestätigung für Trump. Die norwegische Regierung will die endgültige Gästeliste erst kurz vor der Zeremonie veröffentlichen.

Für die Königsfamilie ist es der erste große Staatsakt unter dem neuen König Haakon VIII. Nach den Tagen der Trauer und den ersten offiziellen Terminen muss er nun die internationale Bühne meistern – während die Welt darauf schaut, wer ihm die letzte Ehre erweist.