Marius Borg Høiby fährt trotz U-Haft im Trauerzug für König Harald V. mit
Am Abend des 28. August 2026 begleitete Marius Borg Høiby den Trauerzug für König Harald V. vom Rikshospitalet zum Schloss – obwohl er wegen Vergewaltigung verurteilt wurde und in Untersuchungshaft mit elektronischer Fußfessel sitzt. Der Hof hatte seine Teilnahme nicht kommuniziert, Juristen diskutieren über Sonderbehandlung.
Marius Borg Høiby, verurteilt wegen Vergewaltigung, saß am Abend des 28. August 2026 im Trauerzug für König Harald V. – obwohl er in Untersuchungshaft mit elektronischer Fußfessel sitzt. Fotos, die dem norwegischen Portal VG vorliegen, zeigen den 29-Jährigen im vierten Wagen, einem Transporter.
Der Hof hatte seine Teilnahme im Vorfeld nicht kommuniziert. Erst nachträglich wurde bekannt, dass Marius den Freitag größtenteils mit der Königsfamilie auf Bygdø kongsgård verbracht hatte und gegen 18:40 Uhr gemeinsam mit den Töchtern von Prinzessin Märtha Louise abreiste.
König Harald V. war am Freitagmorgen um 6:35 Uhr friedlich im Rikshospitalet eingeschlafen; der Hof gab den Tod um 8:35 Uhr per Pressemitteilung bekannt. Gegen 18:30 Uhr setzte sich der Trauerzug am Reichskrankenhaus in Bewegung. Um 19:10 Uhr traf der Sarg am Schloss ein. Tausende Menschen säumten trotz strömenden Regens die Strecke.
Sonderbehandlung oder normale Rechtspraxis?
Die Teilnahme sorgte in Norwegen für hitzige Debatten. Die Juristin Birgitte L. Storvik, Dozentin an der norwegischen Hochschule für Strafvollzug, erklärte gegenüber BILD, dass die Polizei solche Entscheidungen treffe.
„Die Polizei entscheidet, wann Personen, die sich mit elektronischer Kontrolle in Untersuchungshaft befinden, ihre Wohnung verlassen dürfen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Häftlinge bei einem Todesfall in der nahen Familie die Möglichkeit erhalten, an der Beerdigung oder einer Trauerfeier teilzunehmen.“
Birgitte L. Storvik, Dozentin, Hochschule für Strafvollzug
Das norwegische Recht kennt dafür den Begriff „Permisjon“ – eine kurzfristige Beurlaubung aus dem Vollzug. RTL-Royal-Experte Michael Begasse geht davon aus, dass der 29-Jährige auch an der Beisetzung am 9. September teilnehmen werde: „Er hatte ein fantastisches Verhältnis zu seinem Bonus-Opa, und es wäre unmenschlich, ihm quasi einen Abschied nehmen vom Opa zu verwehren.“
Chronologie der Trauertage
Die Ereignisse im Überblick
17. August 2026
König Harald V. wird eingeliefert
Der 89-Jährige kommt ins Rikshospitalet.
27. August 2026
Marius besucht den König
Mit Fußfessel und polizeilich begleitet besucht er den schwerkranken König.
28. August 2026, 6:35 Uhr
König Harald V. stirbt
Der Hof bestätigt den Tod um 8:35 Uhr.
28. August 2026, ca. 18:30 Uhr
Start des Trauerzugs
Marius sitzt im vierten Wagen, einem Transporter.
28. August 2026, 18:40 Uhr
Ankunft am Schloss
Laut NRK trifft Marius mit der Familie ein.
28. August 2026, 19:10 Uhr
Sarg erreicht das Schloss
Die Überführung ist abgeschlossen.
28. August 2026, ca. 20:30 Uhr
Abreise nach Skaugum
Marius verlässt das Schloss gemeinsam mit Mette-Marit.
Der nächste Haftprüfungstermin steht Anfang September an. Die Beisetzung von König Harald V. ist für den 9. September 2026 in Oslo geplant – mit Trauerzug vom Schloss zum Osloer Dom. Ob Marius dann erneut eine Ausnahmegenehmigung erhält, ist offen.
Wer ist Marius Borg Høiby?
Marius ist der uneheliche Sohn von Mette-Marit, den diese mit in die Beziehung zu Haakon brachte. Er war vier Jahre alt, als das Paar heiratete. Sowohl Haakon als auch Harald akzeptierten ihn nach Darstellung von GALA vom ersten Tag an wie ein leibliches Familienmitglied.
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Noch ist unklar, ob Marius bei der Beisetzung am 9. September erneut eine Ausnahmegenehmigung erhält. Der nächste Haftprüfungstermin Anfang September wird darüber entscheiden – und damit auch, wie viel Nähe die Königsfamilie dem verurteilten Sohn der Königin zugesteht.