Andrew Garfield fordert erneut schwulen Spider-Man – trotz Studio-Verbot
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Comicverfilmungen

Andrew Garfield fordert erneut schwulen Spider-Man – trotz Studio-Verbot

Andrew Garfield (43) hat sich in einem Interview mit Entertainment Weekly erneut für einen schwulen Spider-Man ausgesprochen. Der Schauspieler sagt: Jeder könne in den Anzug steigen – obwohl Marvel Peter Parker laut einem geleakten Vertrag als heterosexuell festschreibt.

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Andrew Garfield (43) macht Druck: Der Schauspieler hat sich erneut für einen schwulen Spider-Man ausgesprochen. Im Interview mit Entertainment Weekly sagte er, er glaube weiterhin, dass „jeder in diesen Anzug steigen“ könne.

Damit bekräftigt der Brite eine Position, die er erstmals 2013 geäußert hatte. Diesmal untermauert er sie mit einer klaren Begründung: Spider-Man sei eine der beliebtesten Figuren der Literaturgeschichte, weil man unter der Maske weder Hautfarbe noch Geschlecht noch Sexualität sehe. Genau das ist für ihn der Kern des Konflikts: Die Figur sei so offen, dass niemand ausgeschlossen werden sollte.

Die Ursprungsforderung von 2013

2013 hatte Garfield im Gespräch mit Entertainment Weekly gefragt: „Was, wenn MJ ein Typ wäre?“ Er schlug vor, Peter Parker könne seine Sexualität erkunden, und nannte Michael B. Jordan als möglichen Darsteller. „Es wäre sogar noch besser – wir hätten interrassische Bisexualität!“, sagte er damals.

Doch nach diesen Aussagen geriet Garfield nach eigenen Angaben unter Druck. 2021 erklärte er gegenüber „The Independent“, man habe von ihm verlangt, sich zu entschuldigen. Seine Antwort: „Okay, du willst also, dass ich dafür sorge, dass die Bigots und Homophoben ihre Tickets kaufen?“ Damit macht er klar, dass er den Widerstand der Studios als moralisch falsch empfindet.

Marvels Regeln und der erste schwule Spider-Man

Warum sich bislang nichts geändert hat, zeigt ein geleaktes Dokument aus dem Sony-Hack. Laut einem Bericht über das Sony-Leak verpflichtete Marvel Sony dazu, dass Peter Parker „kaukasisch und heterosexuell“ bleiben müsse. Außerdem durfte Spider-Man laut den internen Vorgaben weder foltern noch rauchen – es sei denn, er trägt den schwarzen Symbionten-Anzug.

Dabei gibt es im Marvel-Multiversum längst einen schwulen Spider-Man: Web-Weaver (bürgerlich Cooper Coen) wurde 2022 in „Edge of Spider-Verse #5“ eingeführt. Doch Peter Parker selbst blieb im Kino bisher immer heterosexuell – von Kirsten Dunst über Emma Stone bis Zendaya waren seine Film-Liebschaften stets Frauen.

Die Debatte in Etappen

  1. Juli 2013
    Garfield fragt erstmals: „Warum kann er nicht schwul sein?“

    Im EW-Interview schlägt er Michael B. Jordan als männliche MJ vor.

  2. 2021
    Garfield berichtet von Druck

    Gegenüber „The Independent“ sagt er, man habe von ihm eine Entschuldigung verlangt.

  3. September 2022
    Marvel führt Web-Weaver ein

    In „Edge of Spider-Verse #5“ erscheint der erste schwule Spider-Man-Charakter.

  4. 31. August 2026
    Garfield bekräftigt seine Haltung

    Im neuen EW-Interview sagt er: „Jeder kann in diesen Anzug steigen.“

Was Garfield heute sagt

Im aktuellen Interview stellt Garfield klar, dass seine Forderung kein Scherz, sondern ein Akt der Rebellion war. „Mir gefällt die Idee eines Ortes, an dem alle geehrt und eingeschlossen werden“, sagte er. Wer dazu eine starke Meinung habe, „verrate sich damit selbst“.

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