Rachael Stirling isst vor Premieren Asche ihrer Mutter Diana Rigg
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Memoiren

Rachael Stirling isst vor Premieren Asche ihrer Mutter Diana Rigg

In ihren Memoiren „All About My Mother“ offenbart Rachael Stirling ein skurriles Ritual: Vor Premierenabenden isst sie ein oder zwei Körnchen der Asche ihrer Mutter Diana Rigg. Die Verstorbene nennt sie ihre „Superkraft“.

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Rachael Stirling (49) schluckt vor Premierenabenden ein oder zwei Körnchen der Asche ihrer Mutter Diana Rigg. Das berichtet die britische Schauspielerin in einem Interview mit dem Telegraph zu ihren Memoiren „All About My Mother“.

„Auch wenn es die Leute schockiert, wenn ich es ihnen erzähle, fühlt es sich für mich völlig natürlich an“, sagt Stirling. „Ich bin von ihr umhüllt, geschützt und umgeben. Meine Mutter ist meine Superkraft.“ Das Ritual hilft ihr, sich der Mutter nahe zu fühlen.

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Die heimliche Krebsdiagnose

Diana Rigg hatte ihre Lungenkrebsdiagnose im März 2020 zunächst vor ihrer Tochter verheimlicht. Stirling stand zu dieser Zeit in Mike Bartletts Stück „Love Love Love“ im Lyric Theatre in Hammersmith auf der Bühne. Stattdessen weihte Rigg Guy Garvey ein, Stirlings Ehemann und Frontmann der Band Elbow – der verriet es seiner Frau, wie der Bericht des Independent über das Buch zeigt.

Riggs Reaktion war typisch: „Typischer verdammter Nordengländer! Kann es nicht abwarten, der Überbringer schlechter Nachrichten zu sein!“

Tod im Krankenhaus und eine verspätete Grabrede

Als sich Riggs Zustand verschlechterte, wurde sie in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert. Stirling schildert unpersönliche Pflege: „Sie haben Mamas Namen im System verloren. Ich habe gefragt: ‚Wo zum Teufel ist meine Mutter?‘“ Sie holte die Mutter schließlich zu sich nach Hause.

Wegen der Corona-Pandemie und Stirlings „tierischer Trauer“ gab es kein großes Begräbnis. Ihr Buch ist deshalb als „verspätete Grabrede“ angelegt – keine süßliche Biografie, sondern ein persönlicher Bericht über eine co-abhängige, schwierige Mutter-Tochter-Beziehung.

Mutter als Superkraft und schärfste Kritikerin

Rigg unterstützte ihre Tochter als größte Verehrerin – und zugleich als schärfste Kritikerin. Stirlings Schauspielambitionen bremste sie anfangs aus: Erst solle die Tochter einen „vernünftigen Studienabschluss“ machen. Stirling nennt das „ein bisschen dreist“, weil Rigg sich selbst ihren Eltern widersetzt hatte.

Beim einzigen Versuch einer Familientherapie sagte Rigg: „Ich habe nichts von meiner Tochter zu lernen.“ Stirling gesteht, sie habe sich in die Hose gemacht, wenn ihre Mutter im Theaterpublikum saß.

Chronologie

Die Chronologie

  1. 1938
    Diana Rigg wird geboren

    In Doncaster als Enid Rigg geboren, wächst sie später in Indien auf und wird eine der bekanntesten Schauspielerinnen ihrer Generation.

  2. März 2020
    Heimliche Krebsdiagnose

    Rigg verheimlicht ihre Lungenkrebsdiagnose zunächst, während Stirling auf der Bühne steht.

  3. September 2020
    Tod mit 82 Jahren

    Diana Rigg stirbt; wegen der Coronapandemie gibt es kein großes Begräbnis.

  4. 2. September 2026
    Enthüllung im Telegraph

    Stirling spricht erstmals über das Ritual, vor Premieren Asche der Mutter zu essen.

  5. 10. September 2026
    Buchveröffentlichung

    Die Memoiren „All About My Mother“ erscheinen bei John Murray für 25 Pfund.