Torsten Sträter bekommt Hackbraten-Torte zum 60. Geburtstag
Im WDR-„Kölner Treff“ überraschte das Team den Comedian mit einer Torte aus Hackbraten – Kerzen aus Gewürzgurken und Silberzwiebeln inklusive. Grund: Sträter verzichtet nach seiner Diabetes-Diagnose auf Zucker.
Torsten Sträter (60) feiert am Freitag, 4. September 2026, seinen 60. Geburtstag – und bekommt im WDR-„Kölner Treff“ eine Torte, die zu seinem Leben nach der Diagnose passt: Hackbraten statt Sahnetorte, Kerzen aus Gewürzgurken und Silberzwiebeln. Wie die Goslarsche Zeitung über die Hackbraten-Torte berichtet, lief die Aufzeichnung bereits am Vorabend.
Ausgestrahlt wurde die Sendung an seinem Geburtstag um 22 Uhr im WDR-Fernsehen. Moderatorin Susan Link erklärte die ungewöhnliche Torte: „Du weißt ja, Torsten, es geht ja um weniger Zucker und daher ist es Hackbraten geworden.“
Sträter hatte im Frühjahr 2026 eine Tumorerkrankung öffentlich gemacht; während der Therapie stellten Ärzte zusätzlich Diabetes fest. Seitdem verzichtet er konsequent auf Zucker und nahm deutlich ab.
Hackbraten statt Sahnetorte
Der Comedian reagierte zunächst fassungslos: „Ja, das ist... das ist Hack... Das ist tatsächlich...“, stammelte er in der Sendung. Dann fand er seinen Humor wieder und bedankte sich für die kreative Idee.
„Das ist wirklich schön. Der erste Geburtstagskuchen, der beim Verdauen nicht die Farbe wechseln muss. Ich bin begeistert und ... und ich freu mich.“
Torsten Sträter, Komiker und Kabarettist
Den Spruch seiner Mutter hatte Sträter schon 2024 für sein Live-Programm „Mach' mal das große Licht an“ verwendet – für das er den Deutschen Comedypreis erhielt. Der WDR wiederholte das Programm am Samstag nach dem Geburtstag um 21.45 Uhr.
Vom schwarzen Schaf zum Star
Sträter kam am 4. September 1966 in Dortmund-Brechten zur Welt – als Hausgeburt auf der Couch seiner Großmutter. Schon einen Tag später zog die Familie nach Waltrop; erst mit 16 kehrte er nach Dortmund zurück.
Sein Weg zur Comedy war lang: Nach einer Schneiderlehre arbeitete er im Verkauf, im Mobilfunk und zwölf Jahre in der Spedition seiner Familie. Nebenbei schrieb er Kurzgeschichten und gewann 2009, 2010 und 2012 den NRW-Slam.
Torsten Sträters Weg zum Erfolg
4. September 1966
Geburt in Dortmund-Brechten
Hausgeburt auf der Couch der Großmutter
2009 – 2012
Erste Slam-Erfolge
Mehrfacher Sieger des NRW-Slams
April 2026
Tumor-Diagnose öffentlich
Absagen der Tour, später Offenlegung der Erkrankung
6. Mai 2026
Bühnen-Comeback in Jülich
Rückkehr nach der Behandlung
2021 gewann Sträter die erste Staffel von „LOL: Last One Laughing“. 2022 bekam er mit Kurt Krömer den Grimme-Preis für das Depressions-Gespräch bei „Chez Krömer“ – seit 2018 ist er Schirmherr der Deutschen Depressionsliga.
Diagnose und Neuanfang
Zum Jahresbeginn 2026 musste Sträter Auftritte absagen. Im April machte er seine Tumorerkrankung öffentlich – ohne Details zur Art des Tumors. Über die Behandlung sagte er im „1Live Comedy-Talk“: „Tumor gehabt, in Behandlung gegangen, Glück gehabt, weil geile Ärzte, natürlich wieder alles Kölner.“ Bereits im Juli berichtete jux.news, wie Sträter nach Tumor und Diabetes zufrieden ist.
Parallel zur Krebstherapie stellten Ärzte Diabetes fest. Durch strikten Zuckerverzicht nahm Sträter deutlich ab. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er: „Ich will keine Tumorgeschichten erzählen. ... Es muss schon unterhaltsam sein. Und zu dieser Mischung aus schwerer Erkrankung und Unterhaltung fehlt mir noch die Idee.“
Seinen Blick auf das Leben hat die Erkrankung verändert: „Ich mache Dinge jetzt sofort, die ich früher gern verzögert habe.“ Er lebe inzwischen in Vier-Wochen-Plänen statt in Jahres-Zeiträumen und schätze Stille, geliebte Menschen und Autofahren mehr. Wie GALA über Sträters 60. Geburtstag berichtet, plane er so seine nächsten Schritte.
Neue Tour, neue Perspektive
Ab der Folgewoche nach seinem Geburtstag startet Sträter mit dem Programm „Die Zyklopen von Saint-Tropez“ seine nächste Live-Tour. Die Tumorerkrankung will er dabei nicht zum Comedy-Stoff machen.
Seine Fans fragen sich dennoch, ob er das Thema irgendwann in seinen Shows aufgreifen wird. Der Komiker selbst ist skeptisch: „Zu dieser Mischung aus schwerer Erkrankung und Unterhaltung fehlt mir noch die Idee.“
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Ob er seine Erkrankung jemals auf die Bühne bringt, lässt er offen. Fest steht nur: Seinen 60. Geburtstag feierte er mit einer Torte, die niemand vergisst – und die beim Verdauen garantiert nicht die Farbe wechselt.