Bruce Campbell: Ärzte geben ihm nur noch fünf Jahre
In der „Adam Carolla Show“ spricht der „Evil Dead“-Star über seine Krebs-Prognose: „Give or take“ fünf Jahre. Trotzdem will er weiterarbeiten – und promotet seinen neuen Film.
Bruce Campbell (68) hat in der „Adam Carolla Show“ eine niederschmetternde Prognose öffentlich gemacht: Seine Ärzte geben ihm nach eigener Aussage noch etwa fünf Jahre zu leben – „give or take“. Der als Ash Williams aus der Horrorfilmreihe „Tanz der Teufel“ bekannte Schauspieler bestätigte damit, dass die Erkrankung, die er im März publik machte, weit fortgeschritten ist. Wie Variety über Campbells Fünf-Jahres-Prognose berichtet, will er trotzdem weiterarbeiten.
Der heute 68-Jährige hatte im März 2026 über seine Social-Media-Kanäle bekannt gegeben, an Krebs erkrankt zu sein. Damals schrieb er, es handele sich um eine „behandelbare, aber nicht heilbare“ Krebsart, und entschuldigte sich, falls das ein Schock sei – auch für ihn sei es einer gewesen. Welche Krebsart genau vorliegt, hat Campbell bis heute nicht verraten.
Fünf Jahre „give or take“ – ohne Details
In dem Podcast erklärte Campbell: „Ich habe eine Fünf-Jahres-Prognose. Bei der Krebsart, die ich habe – und über die ich nicht sprechen möchte –, ist das aktuelle Szenario eine Fünf-Jahres-Geschichte.“ Er habe sich bewusst entschieden, mit der Krankheit zu leben statt an ihr zu sterben – ein Satz, der seinen Umgang mit der Diagnose prägt: „Ich habe beschlossen, damit zu leben, nicht daran zu sterben.“
Den Alltag mit der Krankheit beschreibt er mit einem Bild vom Jahrmarkt: „Es ist buchstäblich ein Leben wie beim ‚Hau den Maulwurf‘.“ Aktuell fühle er sich gut, sagt er: „Gerade bin ich zwischen zwei Schlägen, also fühle ich mich perfekt.“ Diese Gelassenheit ist bemerkenswert, denn die Prognose lässt wenig Spielraum.
Statt sich in die Informationsflut zum Thema Krebs zu stürzen, warnt Campbell vor dem „Krebs-Kaninchenloch“: „Das Krebs-Kaninchenloch ist riesig. Man kann in Fokusgruppen mit 10.000 Männern landen, die genau dasselbe haben wie man selbst. Ich fasse es nicht mal mit der Kneifzange an.“ Anders als etwa Thomas Gottschalk, der sich momentan krebsfrei meldete, will Campbell keine Details über seine Erkrankung preisgeben. Zudem betont er: „Man stirbt nicht am Krebs, sondern an dem, was der Krebs mit einem anstellt.“
Chronologie
März 2026
Krebsdiagnose öffentlich gemacht
Campbell teilt mit, an einer behandelbaren, aber nicht heilbaren Krebsart zu leiden.
2. September 2026
Auftritt im Podcast
In der ‚Adam Carolla Show‘ spricht er über die Fünf-Jahres-Prognose.
5. September 2026
Internationale Berichterstattung
Medien weltweit melden die Aussagen.
Weiterarbeit an „Ernie & Emma“
Trotz der düsteren Aussichten will Campbell sein neues Filmprojekt vorantreiben. In der Dramedy „Ernie & Emma“ hat er Drehbuch, Regie, Produktion und die Hauptrolle übernommen. Er spielt einen Witwer, der die Asche seiner verstorbenen Frau verstreut und dabei seine Trauer verarbeitet. Campbell zieht eine bitter-ironische Parallele: „Es ist eine faszinierende Zeit: ein Film über einen Mann, der die Asche seiner verstorbenen Frau verstreut – gemacht von einem Mann, der selbst stirbt.“
Sein Antrieb ist klar: „Ich mache weiter. Ich habe einen Film zu bewerben. Und wenn ich diesen Film bewerbe, habe ich nichts. Ich bin frei und klar, wenn ich diesen Film mental bewerbe.“ Auf die Frage, ob man wegen der Krankheit alles aufgeben müsse, antwortet er mit einem klaren „Nein“. Diese Haltung erinnert an seinen Ruf als zähen Kämpfer – und an die Figur, die ihn berühmt machte.
Ein Star, der nicht aufgibt
Campbell wurde Anfang der 1980er-Jahre mit dem Low-Budget-Horrorfilm „The Evil Dead“ an der Seite seines Freundes Sam Raimi berühmt. Die Rolle des Ash Williams machte ihn zur Kultfigur und führte später zur Serie „Ash vs. Evil Dead“. Auch als Produzent bleibt er dem Franchise treu: Er war ausführender Produzent von „Evil Dead Burn“ (2026) und ist es auch beim für 2028 geplanten „Evil Dead Wrath“.
Unabhängig bestätigt ist die Fünf-Jahres-Prognose nicht. Ein Sprecher des Schauspielers lehnte gegenüber ABC News einen zusätzlichen Kommentar ab, wie ABC News über die zurückhaltende Reaktion berichtet. Offen bleiben damit sowohl die genaue Krebsart als auch die Frage, wie verbindlich die ärztliche Einschätzung ist.