Busunglück auf Fogo fordert mindestens 25 Tote, meist Kinder
Bei einem Busunfall auf der kapverdischen Insel Fogo sind am Samstag mindestens 25 Menschen gestorben – die meisten Kinder und Jugendliche. Der Bus stürzte auf der Rückfahrt von einem Ausflug zum Vulkankrater rund 30 Meter in die Tiefe.
Mindestens 25 Menschen sind bei einem schweren Busunglück auf der kapverdischen Insel Fogo ums Leben gekommen. Die meisten Toten sind Kinder und Jugendliche, die am Samstagnachmittag von einem Ausflug zum Vulkankrater Pico do Fogo zurückkehrten.
Der Bus mit 32 Insassen war auf der Rückfahrt nach São Filipe, der Hauptstadt der Insel, von der Straße abgekommen und rund 30 Meter tief in eine Schlucht gestürzt. Das Wrack kam in einem felsigen, schwer zugänglichen Tal zum Stillstand, wie der Spiegel über das Unglück berichtet.
Unter den Toten ist auch der Busfahrer. Die Insassen stammten überwiegend aus den Gebieten Curral Grande und Ponta Verde im Norden der Insel.
Der Ausflug war nicht von Schulen organisiert, sondern vom Busfahrer selbst. Er veranstaltete die Fahrt jedes Jahr als Geschenk für die Schülerinnen und Schüler, die er während des Schuljahres beförderte, bestätigte der Delegierte des Bildungsministeriums, José Pedro Gonçalves.
Rettung in unzugänglichem Gelände
20 Menschen starben direkt an der Unfallstelle, fünf weitere erlagen in der Nacht im Krankenhaus ihren Verletzungen. Rettungskräfte arbeiteten die ganze Nacht hindurch, um eingeklemmte Opfer aus dem Wrack zu befreien.
Sieben Opfer wurden am frühen Sonntagmorgen beerdigt, die übrigen sollten im Laufe des Tages beigesetzt werden, meldete das öffentliche Radionetzwerk RCV. Angesichts der vielen teils schwer Verletzten könne die Zahl der Toten noch steigen, hieß es vom Zivilschutz.
Die Unglücksnacht im Überblick
5. September 2026, später Nachmittag
Bus stürzt in die Tiefe
Ein Ausflugsbus mit 32 Insassen kommt auf der Rückfahrt vom Pico do Fogo von der Straße ab und stürzt rund 30 Meter in eine Schlucht.
5. September 2026, nachts
Rettungskräfte im Dauereinsatz
Die Unfallstelle ist schwer zugänglich; Helfer arbeiten die ganze Nacht, um Eingeklemmte zu befreien.
6. September 2026, früher Morgen
25 Tote bestätigt
Sieben Opfer werden beerdigt, die Todeszahl steigt auf 25. Unter den Toten ist auch der Busfahrer.
Präsident nennt Unfall eine Katastrophe
Kap Verdes Präsident José Maria Pereira Neves bezeichnete den Unfall als „eine große Katastrophe“. Der Präsident und weitere Regierungsvertreter wurden am Sonntag auf der Insel erwartet, wie Africanews über die Reaktionen berichtet.
Die Ursache des Unfalls ist bislang unbekannt. Schwere Unfälle dieser Art gelten auf dem Archipel vor der Küste Westafrikas als selten, da die Straßenverhältnisse allgemein als gut gelten.