Ecclestone (95) mit Schrotflinte am Flughafen gestoppt – er dementiert Festnahme
Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone (95) wurde bei der Einreise nach Portugal von Polizei und Zoll gestoppt, weil er eine Schrotflinte im Gepäck hatte. Er bestreitet eine Festnahme und spricht von einem Missverständnis.
Bernie Ecclestone (95) ist bei der Einreise nach Portugal von Polizei und Zoll gestoppt worden – wegen einer Schrotflinte im Gepäck. Der frühere Formel-1-Chef war am Montag, dem 7. September 2026, mit seinem Privatjet aus der Schweiz am Aeródromo de Tires in Cascais gelandet, als Beamte ihn nach der Zollkontrolle befragten.
Die portugiesische Zeitung Correio da Manhã berichtete zuerst von einer Festnahme; laut dem Bericht über den Vorfall am Flugplatz soll Ecclestone von der Flughafenpolizei festgenommen worden sein. Ecclestone selbst widerspricht dieser Darstellung: Er habe die Waffe für einen Tontaubenschieß-Wettbewerb mitbringen wollen.
Die Beamten hätten ein „blue book“ verlangt, ein Dokument, das bei Waffen wie ein Pass fungiert. Ecclestone gibt an, davon nie gehört zu haben. Die Waffe musste er schließlich abgeben; seine Ehefrau Fabiana Flosi kümmerte sich nach seinen Angaben um die Formalitäten in Lissabon.
Gegenüber Daily Mail Sport ergänzte der 95-Jährige: „Ich hatte eine Waffe, die ich von der Schweiz nach Portugal zum Tontaubenschießen mitbrachte. So einfach ist das. Ich habe dort zu Hause lizenzierte Waffen.“
„Ich wollte an einem Tontaubenschieß-Wettbewerb in Portugal teilnehmen.“
Bernie Ecclestone, ehemaliger Formel-1-Chef
Zweiter Waffenvorfall – 2022 in Brasilien festgenommen
Es ist der zweite Waffenvorfall an einem Flughafen innerhalb weniger Jahre: 2022 wurde Ecclestone in Brasilien festgenommen, als er vor einem Flug in die Schweiz eine ungeladene Pistole im Gepäck hatte. Er musste damals 6.000 brasilianische Real (rund 1.000 Pfund) zahlen; die Waffe wurde beschlagnahmt.
Die Waffenvorfälle von Bernie Ecclestone
2022
Festnahme in Brasilien
Ecclestone wird am Flughafen in São Paulo mit einer ungeladenen Pistole im Gepäck erwischt. Er zahlt 6.000 Real (rund 1.000 Pfund).
7. September 2026
Stopp in Cascais
Nach der Landung am Aeródromo de Tires wird Ecclestone wegen einer Schrotflinte im Gepäck von Polizei und Zoll befragt.
7. September 2026
Dementi
Ecclestone bestreitet eine Festnahme und erklärt, die Waffe für einen Tontaubenschieß-Wettbewerb mitgebracht zu haben.
Ecclestone bestritt gegenüber der Nachrichtenagentur PA ausdrücklich, festgenommen worden zu sein. „Nein. Die Polizei war sehr hilfsbereit und tat alles, um uns davon abzuhalten, tun zu müssen, was wir tun mussten“, sagte er. Wie die BBC über seine Darstellung berichtet, seien etwa vier Polizisten und Zollbeamte beteiligt gewesen.
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Seine Ehefrau Fabiana Flosi sei nach Lissabon gefahren, um die Waffe abzugeben und die Steuer zu zahlen oder die nötige Einfuhr zu regeln, sagte Ecclestone. Der Zollbeamte habe ihm erklärt, er müsse die Waffe in Lissabon abgeben und könne sie bei Bedarf gegen Zahlung von Zoll regulär einführen.
Ob die portugiesischen Behörden den Vorgang als Ordnungswidrigkeit oder als versuchte illegale Einfuhr werten, ist noch offen. Ecclestone wartete nach eigenen Angaben zu Hause, bis die Angelegenheit geklärt sei.