Ein pinkes Stirnband über blonden Locken, dazu ein lässiger Seventies-Boho-Look: Pierre Casiraghi (39) trat kürzlich bei einer Valentino-Ausstellung in Rom auf, als wolle er die Jahre zurückdrehen. Doch der Mann, der am 5. September 2026 seinen 39. Geburtstag feiert, ist längst kein Partylöwe mehr, sondern ein eleganter Gentleman – Markenbotschafter für Dior, dreifacher Vater und besonnener Hochseesegler.
Geboren wurde Casiraghi am 5. September 1987 in Monaco, als jüngster Sohn von Prinzessin Caroline und dem italienischen Unternehmer Stefano Casiraghi. 1990 starb sein Vater im Alter von 30 Jahren bei einem Bootsunfall – ein Schicksalsschlag, der den Dreijährigen prägte, aber nicht vom Meer abschreckte. Das zeichnet das aktuelle Porträt zum 39. Geburtstag auf GALA.de nach.
Wegen seiner blonden Locken und blauen Augen wurde ihm früh der „Grace-Kelly-Faktor“ zugeschrieben – eine Anspielung auf seine berühmte Großmutter Grace Kelly. Zusammen mit seinen Geschwistern Andrea und Charlotte Casiraghi stand er immer wieder im Rampenlicht des Fürstenhauses Monaco.
In seinen Zwanzigern machte er vor allem mit seinem Nachtleben von sich reden. Lässige Hemden, Polo-Shirts, außergewöhnliche Sonnenbrillen und Bandanas gehörten zu seinem Markenzeichen. Bei Dolce & Gabbana feierte er eine Party im Stil der 2000er – ein Auftritt, der bis heute erinnert wird.
Sogar auf den Laufsteg zog es ihn: 2008 lief er in Mailand für die Herbst-/Winterkollektion von Vivienne Westwood. 2013 stand er für den Luxusschuhmacher Berluti vor der Kamera. Damit tänzelte er um die Modebranche wie kaum ein anderer Royal seiner Generation.
Vom Mode-Rebellen zum Markenbotschafter
Mit den Jahren wurde sein Stil reifer; immer mehr gut sitzende Anzüge kamen in sein Mode-Portfolio. 2021 ernannte Dior ihn zum offiziellen Markenbotschafter für die Herrenmode – für GALA.de ein „modischer Ritterschlag“. Der Hintergrund ist familiär: Schwester Charlotte Casiraghi ist Botschafterin von Chanel, Ehefrau Beatrice Borromeo arbeitet ebenfalls mit Dior zusammen.
Auch andere Royals werden für ihren Stil gefeiert. Zuletzt wurde Pippa Middletons Stil an ihrem 43. Geburtstag gewürdigt. Die Casiraghis gelten inzwischen als eigene Mode-Dynastie.
Meilensteine des Stilwandels
- 05.09.1987Geburt in Monaco
Pierre Casiraghi kommt als jüngster Sohn von Prinzessin Caroline und Stefano Casiraghi zur Welt.
- 2008Laufsteg-Debüt
Er läuft in Mailand für die Herbst-/Winterkollektion von Vivienne Westwood.
- 2013Berluti-Kampagne
Casiraghi macht Bilder für den Luxusschuhmacher Berluti.
- 2015Hochzeit mit Beatrice Borromeo
Zivile Trauung im Fürstenpalast, kirchliche auf der Insel San Giovanni.
- 2019Atlantiküberquerung
Er segelt Greta Thunberg mit der Rennyacht Malizia II von Großbritannien nach New York.
- 2021Dior-Botschafter
Er wird offizieller Brand Ambassador für Dior Men's Wear.
- 05.09.202639. Geburtstag
Medien würdigen seinen Wandel vom Rebellen zum Gentleman.
Familie, Segeln und ein Schloss im Var
Privat hat Casiraghi längst angelegt: 2015 heiratete er die italienische Aristokratin und Journalistin Beatrice Borromeo. Das Paar hat drei Kinder: Stefano Ercole Carlo (geboren 2017), Francesco Carl Albert (2018) und Bianca Caroline Marta (2025). Den Erstgeborenen benannten sie nach dem verunglückten Großvater Stefano Casiraghi – wie die BUNTE-Geschichte zum Vermächtnis seines Vaters berichtet, ein Zeichen der Verbundenheit über den Tod hinaus.
2020 kaufte Casiraghi das Château de Beauregard im französischen Département Var, ein Anwesen aus dem Jahr 1470, das der Familie seit über 550 Jahren gehört hatte. Rund vier Millionen Euro legte er dafür hin. Seine Frau Beatrice Borromeo sagt über ihn: „Ich bin sehr glücklich, Pierre gefunden zu haben. Er ist ein zutiefst ehrlicher, anständiger Mensch mit großartigen Werten und einer wilden Vorstellungskraft.
Abseits der Mode ist Casiraghi ein erfahrener Hochseesegler und Unternehmer. Er ist Vize-Präsident des Yacht Club de Monaco und betreut Familienaktivitäten in den Bereichen Bau und Luftfahrt. 2019 segelte er die Klimaaktivistin Greta Thunberg mit der Rennyacht Malizia II über den Atlantik. Sein Team „Malizia“ ist nach seinem Vorfahren François Grimaldi benannt, der den Beinamen „Malizia“ trug.
Auch sportlich blieb er erfolgreich: 2014 stellte er an Bord der Esimit Europa 2 den Rekord der Regatta Palermo – Montecarlo auf. Beim wiederbelebten Admiral's Cup gewann Monaco mit ihm am Ruder erstmals Gold – mit hauchdünnen zehn Sekunden Vorsprung vor Australien.
„Du kommst irgendwann an einen Punkt, an dem du anfängst, weniger Risiken einzugehen.“
Der Satz zeigt, wie sehr die Vaterschaft seine Risikobereitschaft verändert hat. Zugleich fährt er weiter Regatten und liebt den Wettkampf: „Ich habe den Wettkampf schon immer geliebt. Es liegt mir und dem Malizia-Team im Blut. Man erlebt bei diesen Abenteuern einzigartige, sehr aufregende Momente. Es ist auch ein Kampf mit sich selbst", sagte er. Der Spagat zwischen Adrenalin und Vorsicht ist Teil seines heutigen Lebens.
Was bleibt vom Rebellen?
Sein jüngster Auftritt in Rom zeigt, dass der rebellische Geist nicht verschwunden ist. Zur Valentino-Ausstellung erschien Casiraghi im lässigen Seventies-Boho-Style, die blonden Locken unter einem pinken Stirnband. Für Medien ist das der Beleg dafür, dass aus dem „Riviera-Rebellen“ ein eleganter Gentleman geworden ist, der sich gelegentlich einen Ausflug in die Vergangenheit erlaubt.
Der Stilwandel vom Bandana-Rebellen zum Dior-Gentleman ist vollzogen – aber nicht vollständig. Ob das pinke Stirnband nur eine Reminiszenz war oder der Rebell künftig häufiger zurückkehrt, wird sich bei seinem nächsten Auftritt zeigen.
