Musk wollte „Legion von Kindern“ – Ex-Partnerin erhebt schwere Vorwürfe
Bild: KI-generiert
Dokumentarfilm

Musk wollte „Legion von Kindern“ – Ex-Partnerin erhebt schwere Vorwürfe

Bei der Premiere von Alex Gibneys Doku „Musk“ in Venedig erhebt Ashley St. Clair schwere Vorwürfe: Elon Musk habe eine „Legion von Kindern vor dem Bürgerkrieg“ gefordert – und ihr 40 Millionen Dollar Schweigegeld geboten.

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Bei der Weltpremiere des Dokumentarfilms „Musk“ von Alex Gibney bei den 83. Filmfestspielen in Venedig hat Ashley St. Clair, Ex-Partnerin von Elon Musk (55), schwere Vorwürfe erhoben. Der Tech-Milliardär habe ihr kurz vor der Geburt des gemeinsamen Sohnes per Textnachricht geschrieben: „Wir brauchen eine Legion von Kindern vor dem Bürgerkrieg“.

Die Influencerin trat am Dienstag gemeinsam mit Regisseur Alex Gibney und weiteren Beteiligten bei der Pressekonferenz auf. St. Clair berichtete laut einem Bericht des Spiegel über die Vorwürfe, ihr sei nach dem Ende der Beziehung im Namen Musks ein Schweigegeld in Höhe von 40 Millionen Dollar angeboten worden – verbunden mit monatlichen Zahlungen von 100.000 Dollar.

Millionen-Angebot fürs Schweigen

Das Angebot habe sie abgelehnt. In einem Interview im Podcast „Don Lemon Show“ im Juni 2026 konkretisierte sie die Konditionen: Eine einmalige Zahlung über 15 Millionen Dollar sowie 100.000 Dollar monatlich für 20 Jahre, geknüpft an eine Geheimhaltungsvereinbarung. Wenige Tage zuvor habe Musk in einer Nachricht an sie und seinen Vermögensverwalter Jared Birchall geschrieben, Ashley 15 Millionen Dollar für ein Haus und Reservekapital zu überweisen.

Zur Begründung sagte St. Clair in Venedig, das Angebot habe in ihrem Kopf eine Debatte darüber ausgelöst, was ihre Rede wert sei und warum man ihr so viel Geld biete, damit sie nicht spreche. Sie wolle ihren Kindern vorleben, dass man materiellen Komfort niemals über die Wahrheit stellen solle. Das Angebot sei anschließend zurückgenommen worden.

Angst vor Musks Macht

Regisseur Alex Gibney, bekannt für investigative Dokumentationen über Enron, Elizabeth Holmes und Scientology, begann das Projekt Anfang 2023. Bei der Suche nach Interviewpartnern stieß er auf erhebliche Widerstände, wie er in Venedig schilderte.

Es herrschte eine enorme Angst davor, sich zu äußern – wirklich fast schon eine existenzielle Angst.
Alex Gibney, Dokumentarfilmer

Viele Menschen hätten aus Angst vor Musk geschwiegen, so Gibney. Über Musks Persönlichkeit sagte er, Musk habe eine schwierige und traumatische Kindheit hinter sich – und lasse dieses Trauma nun an anderen aus, wenn man die Situation psychoanalytisch betrachte.

Datenzugriff und Wahlbeeinflussung

Ein Schwerpunkt des Films liegt auf Musks zeitweiliger Rolle als Leiter der Regierungsinitiative DOGE. Laut Gibney besaßen junge Mitarbeiter dort „Super-Admin-Status“ bei zahlreichen Behörden und hatten Zugriff auf außerordentliche Mengen an Daten aller US-Bürger.

Gibney warnte, diese Daten hätten genutzt werden können, um eine KI zur Wahlbeeinflussung einzusetzen – es wäre so einfach gewesen, wie eine Datei in einen Ordner zu verschieben. Er analysierte auch Musks politischen Schwenk zu Donald Trump und kam zu dem Schluss, dass Musks größte Begabung nicht Erfindungsgabe sei, sondern die Fähigkeit, Investoren eine Zukunftsvision zu verkaufen.

Auch St. Clair warnte in Venedig davor, Musks Plattform X zu ignorieren.

Ich glaube fest daran, dass er absichtlich Spaltung schürt, die katastrophale Folgen haben könnte, wenn sie nicht reguliert oder gezügelt wird oder wenn wir unseren Teil dazu nicht beitragen, dem Einhalt zu gebieten.
Ashley St. Clair, Ex-Partnerin von Elon Musk

Chronologie der Vorwürfe

Chronologie der Vorwürfe

  1. 2022
    Musk übernimmt Twitter

    Für 43 Milliarden Dollar kauft Elon Musk die Plattform, die später zu X wird.

  2. 2024
    Geburt des Sohnes

    Ashley St. Clair bringt den gemeinsamen Sohn Romulus zur Welt; kurz darauf trennt sich das Paar.

  3. Anfang 2026
    Klage gegen xAI

    St. Clair verklagt Musks KI-Unternehmen, weil Grok Deepfake-Bilder von ihr erzeugt haben soll.

  4. Juni 2026
    Podcast-Interview

    In der „Don Lemon Show“ konkretisiert sie die Schweigegeld-Angebote.

  5. 8. September 2026
    Weltpremiere in Venedig

    Bei den Filmfestspielen erhebt St. Clair öffentlich schwere Vorwürfe gegen Musk.