Christian Ulmen gibt Anteile an Pyjama Pictures ab – Trennung vollzogen
Bild: KI-generiert
Medienstreit

Christian Ulmen gibt Anteile an Pyjama Pictures ab – Trennung vollzogen

Nach monatelangem Rechtsstreit ist Christian Ulmen offiziell kein Gesellschafter mehr der Produktionsfirma Pyjama Pictures. Seine Anteile übernimmt Seven.One Studios, die Ausstrahlung seiner Serie „The Au Pair“ bleibt ungewiss.

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Der monatelange Rechtsstreit zwischen Christian Ulmen (50) und seiner früheren Produktionsfirma Pyjama Pictures ist offiziell beendet. Wie das Branchenportal DWDL.de über die vollzogene Trennung berichtet, ist Ulmen seit einigen Wochen kein Gesellschafter mehr der Pyjama Pictures GmbH.

Seine zuletzt gehaltenen 22,5 Prozent der Anteile liegen nun bei der Seven.One Studios GmbH, die damit insgesamt 77,5 Prozent an der Produktionsfirma hält. Die restlichen 22,5 Prozent entfallen auf die Carsten & Kelber Television GmbH von Geschäftsführer Carsten Kelber. Das bestätigte eine Sprecherin der Seven.One Studios auf Nachfrage.

Christian Ulmen ist nicht länger Teilhaber der Pyjama Pictures GmbH. Der rechtliche Prozess diesbezüglich ist abgeschlossen.
Sprecherin der Seven.One Studios

Details zur Trennung – etwa mögliche Zahlungen an Ulmen für seine Anteile – nannte die Sprecherin nicht. Pyjama Pictures gehört zur ProSiebenSat.1-Gruppe.

Vorgeschichte: Vorwürfe und Distanzierung

Auslöser der Trennung war ein im März 2026 im „Spiegel“ veröffentlichter Text über Vorwürfe, die Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hatte. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtete damals, dass sich Pyjama Pictures von seinem Mitgründer distanziere und er seine Gesellschafteranteile abgeben solle.

Kurz nach dem 'Spiegel'-Text erklärte Pyjama Pictures laut DWDL.de, man befinde sich mit Ulmen in Gesprächen, um auszuloten, ob er seine Anteile „zum Schutz der Firma“ zurückgeben würde. Bereits seit 2023 war Ulmen kein Geschäftsführer von Pyjama Pictures mehr; das Unternehmen verwies zudem darauf, dass keine weiteren Projekte mit Ulmen als Showrunner in Planung seien.

Ulmen war in einigen Nebenpunkten gegen die ursprüngliche 'Spiegel'-Berichterstattung vorgegangen – so erzielte er im Juni einen Teilerfolg gegen den „Spiegel“ im Deepfake-Streit. Die eigentlichen Vorwürfe von Fernandes blieben davon jedoch unberührt.

Der Rechtsstreit und die Einigung

Ulmen klagte zunächst gegen die Kündigung von Verträgen durch Pyjama Pictures. Ein Gerichtstermin war bereits angesetzt, wurde aber in letzter Minute abgesagt, damit die Parteien Vergleichsgespräche führen konnten. Diese Gespräche führten offenbar zum Ergebnis: Ulmen schied als Gesellschafter aus.

Die 22,5 Prozent, die Ulmen zuletzt an der Firma gehalten hatte, liegen nun bei der Seven.One Studios GmbH. Damit ist der rechtliche Prozess abgeschlossen, wie die Sprecherin bestätigte.

Chronologie des Konflikts

  1. 2023
    Ulmen nicht mehr Geschäftsführer

    Christian Ulmen scheidet als Geschäftsführer der Pyjama Pictures GmbH aus.

  2. März 2026
    Spiegel-Artikel erscheint

    Der „Spiegel“ veröffentlicht einen Text über die Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Ulmen.

  3. Kurz danach
    Gespräche über Anteilsrückgabe

    Pyjama Pictures sucht das Gespräch mit Ulmen über eine mögliche Rückgabe seiner Anteile.

  4. Frühjahr 2026
    Klage und Vergleich

    Ulmen klagt gegen Vertragskündigungen; ein Gerichtstermin wird für Vergleichsgespräche abgesagt.

  5. Sommer 2026
    Austritt aus Handelsregister

    Das Handelsregister zeigt: Ulmen ist kein Gesellschafter mehr.

  6. 08.09.2026
    Bestätigung

    DWDL.de meldet die vollzogene Trennung; Seven.One Studios bestätigt.

Serie „The Au Pair“ bleibt vorerst in der Schublade

Offen bleibt, ob Ulmens jüngstes Projekt überhaupt noch ausgestrahlt wird. Die Serie „The Au Pair“ wurde bereits im vergangenen Jahr gedreht. Ulmen ist darin nicht nur als Hauptdarsteller zu sehen, sondern war auch als Autor und Regisseur beteiligt. Brisant ist das Projekt, weil es inhaltlich Parallelen zu den Vorwürfen aufweisen soll, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann erhebt.

Eine Ausstrahlung der Serie ist bis auf Weiteres nicht geplant.
Sprecherin der Seven.One Studios

Zu den Vorwürfen selbst hat sich Christian Ulmen bislang nicht im Detail geäußert. Fernandes wirft ihrem Ex-Mann vor, über Jahre Fake-Profile von ihr angelegt und darüber Männer kontaktiert zu haben – einige davon sollen auch Arbeitskollegen von Fernandes gewesen sein.