Lea Zoë Voss: Rolle verweigert, weil sie „zu hübsch“ sei
Bild: KI-generiert
Casting-Absage

Lea Zoë Voss: Rolle verweigert, weil sie „zu hübsch“ sei

Weil sie angeblich zu attraktiv sei, wurde Lea Zoë Voss eine Rolle verweigert. Die Schauspielerin spricht über negative Erfahrungen mit ihrem Aussehen – von der Schule bis zum Set.

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Lea Zoë Voss (30) hat eine Rolle nicht bekommen – nicht weil sie schlecht gespielt hätte, sondern weil sie angeblich zu hübsch sei. Die Begründung der Casting-Verantwortlichen lautete wörtlich: „Die ist viel zu hübsch, um psychische Probleme zu haben. Das glaubt kein Zuschauer.“

In einem ausführlichen Interview über negative Erfahrungen nennt Voss die Aussage „ziemlich unreflektiert“ – und „einfach dumm“. Sie sagt: „Ich finde das Thema Äußerlichkeiten sowieso sehr schwierig. Wer beurteilt denn was?“

Mehrere Medien griffen das Interview auf, darunter der Bericht von FOCUS online über die Absage und Yahoo Nachrichten.

Aussehen als zweischneidiges Schwert

Dass ihr Aussehen Aufmerksamkeit erregt, hat Voss oft als Belastung erlebt. Bereits in der Schule habe sie damit negative Erfahrungen gemacht, später im Beruf setzte sich das fort.

Sobald es um mein Aussehen ging, habe ich in meinem Leben größtenteils negative Erfahrungen gemacht.
Lea Zoë Voss, Schauspielerin

Schon 2020 berichtete Voss im Zusammenhang mit dem Münchner „Tatort: Lass den Mond am Himmel stehn“ von Bodyshaming. Damals spielte sie die 18-jährige Hannah Schellenberg, in die sich ein älterer Nachbar verliebt.

Vom Webserien-Start zur ZDFneo-Comedy

Ihre Karriere begann 2017 mit einem ersten Casting für die ZDF-Webserie „Druck“. Ein Jahr später war Voss in einer Hauptrolle zu sehen – und kann seitdem ihren Lebensunterhalt als Schauspielerin bestreiten.

Voss versucht nach eigenen Angaben stets „undurchsichtige Figuren“ zu spielen. Sie möge keine Oberflächlichkeiten und interessiere sich für Charaktere, die Widersprüche in sich tragen.

Heute lebt die 30-Jährige seit rund elf Jahren in Berlin, noch immer in derselben Wohnung. Sie schätze die Natur, sagt sie, und sei heute entspannter als zu Beginn: „Ich bleibe auch gerne mal zu Hause und lese lieber ein Buch oder schaue eine Serie.“

Stationen ihrer Karriere

  1. 2017
    Erstes Casting für „Druck“
  2. 2018
    Hauptrolle in „Druck“
  3. 2020
    Tatort „Lass den Mond am Himmel stehn“

    Voss berichtet erstmals von Bodyshaming-Erfahrungen

  4. 2024
    Jürgen Vogels Regiedebüt „Carlotta“

    Voss spielt die Hauptrolle

  5. 4. September 2026
    Start von „SPYON“

    ZDFneo-Serie mit Voss als Victoria „Vicky“ von Meckwitz

Jürgen Vogel und die neue Rolle in „SPYON“

Die Arbeit am Set von „Jenseits der Spree“ fühle sich für Voss jedes Mal wie eine kleine Familie an. Mit Luna Jordan, die ihre kleine Schwester spielt, verbinde sie eine enge Freundschaft.

Eine besondere Verbindung habe Voss zu Schauspielkollege Jürgen Vogel. Die beiden kennen sich seit sieben Jahren, seit den Dreharbeiten zur Serie „Das Wichtigste im Leben“. In der ZDF-Reihe „Jenseits der Spree“ spielt Voss die Tochter von Vogels Figur. „Für mich ist die Arbeit mit Jürgen immer sehr entspannt“, sagt sie.

Auch Vogels Regiedebüt „Carlotta“ (2024) mit Voss in der Hauptrolle sei angenehm gewesen. Eine Szene habe sie emotional sehr mitgenommen: „Ich musste weinen. Es hat mich sehr an die Situation erinnert, als mein Vater gestorben ist und ich ihn die letzten Male nur noch im Krankenhaus ganz schwach erlebt habe.“

Seit dem 4. September 2026 ist Voss in der ZDFneo-Comedyserie „SPYON“ zu sehen. Sie spielt Victoria „Vicky“ von Meckwitz, eine auf den ersten Blick nahezu perfekte Figur, die aber mit Prüfungsangst kämpft. „Genau dieser Gegensatz zwischen Stärke und Verletzlichkeit macht sie für mich so spannend und menschlich“, erklärt Voss.

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