Pierce Brosnan will sein 100-Millionen-Anwesen in Malibu verlassen
Bild: KI-generiert
Abschied nach 26 Jahren

Pierce Brosnan will sein 100-Millionen-Anwesen in Malibu verlassen

Nach 26 Jahren wollen Pierce Brosnan und Keely Shaye Smith ihr rund 100 Millionen Dollar teures Anwesen am Broad Beach in Malibu verlassen. Der Schauspieler nennt dafür Waldbrände, Erdbebenangst – und die Hypothek, die ihn zu Rollen ohne Leidenschaft zwang.

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Rund 100 Millionen Dollar soll das Anwesen wert sein, in dem Pierce Brosnan (73) und Keely Shaye Smith (62) seit 26 Jahren leben. Jetzt wollen sie es verlassen – weil die näher rücken, der Boden bebt und das Haus zu teuer geworden ist.

Auslöser ist das Times-Interview über Alter, Bond und Malibu, veröffentlicht am Freitag, 11. September 2026. Darin spricht der Schauspieler über seine Serie „MobLand“ – und über die Frage, ob er und seine Frau die Küste verlassen. Seine Antwort ist ungewöhnlich deutlich.

Wir sind nun schon einige Male von den Bränden verschont geblieben. Aber ich denke, es ist Zeit, weiterzuziehen. Alles verändert sich, alles zerfällt.
Pierce Brosnan, Schauspieler

Ab dem 12. September griffen Medien weltweit die Aussagen auf, darunter die Zusammenfassung des Malibu-Abschieds bei FOCUS online, der stern, The Sun, Yahoo und die Times of India.

Brände, Beben, Geldnot

Beim Palisades Fire im Januar 2025 gehörte Malibu zu den am schwersten betroffenen Gebieten: Mehr als 23.000 Acres verbrannten, nach Angaben von CalFire wurden mehr als 6.500 Gebäude zerstört und 975 beschädigt, mindestens 27 Menschen starben. Jeff Bridges, Mel Gibson und Paris Hilton verloren ihre Häuser. Brosnans Anwesen blieb stehen.

Genau das macht den Abschied erklärungsbedürftig. „Wir leben an diesem Gewässer der Erde, das auf einer Verwerfung in einem Erdbebenring liegt. Das erzeugt Angst“, sagte Brosnan. Sein Umfeld sei kleiner geworden: „Leute lassen sich scheiden, sie sterben, sie ziehen weiter. Und wir sind noch hier.“

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Offen spricht er über Geld. „Es gab Durststrecken. Ich habe dieses schöne Haus in Malibu. Ich muss die Hypothek bezahlen. Es gibt Schulgeld“, so Brosnan. Und: „Es gibt definitiv Momente, in denen ich denke: Oh, dieses Boot sinkt noch nicht ganz, aber es könnte, wenn wir nicht bald einen Job bekommen.“

Auf die Frage, ob er dafür Rollen ohne Leidenschaft angenommen habe, antwortete er: „Nicht viele. Aber damit macht man seinen Frieden. Man geht die Verpflichtung ein, weil man das Geld braucht, und dann erscheint man pünktlich und macht gute Arbeit.“ Vor allem diese Passage griffen deutsche und internationale Medien auf.

Ein thailändisches Haus namens Orchid House

Brosnan und Smith kauften im Jahr 2000 zwei benachbarte Grundstücke in Broad Beach für zusammen 7,35 Millionen Dollar; auf einem stand ein Ranch-Haus aus der Jahrhundertmitte, das abgerissen wurde. Rund zwölf Jahre dauerte der Neubau mit den Architekten Ralph und Ross Anderson. Vorbild war die Architektur Thailands und Balis, die das Paar bei den Dreharbeiten zu „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ 1997 kennengelernt hatte.

Das „Orchid House“ steht auf mehr als einem Acre (1,18 Acres) mit rund 117 Fuß Strandfront am Pazifik. Haupt- und Gästehaus umfassen zusammen etwa 12.500 Quadratfuß – knapp 1.160 Quadratmeter – mit fünf Schlafzimmern, 14 Bädern und sieben Kaminen.

Dazu kommen ein privates Kino, Fitness- und Aufnahmeraum, ein Weinkeller für rund 200 Flaschen, ein Spa mit zwei Badewannen und ein Salzwasser-Pool mit Meerblick. Solarpaneele, eine eigene Wasserrecycling-Anlage und wassersparende Toiletten sollten den Verbrauch senken; überschüssiger Strom konnte ins Netz eingespeist werden.

Kaufpreis 2000 und Angebotspreis 2020 im Vergleich

Angaben in Millionen Dollar

Quelle: Los Angeles Times, Daily Mail, Second Shelters

Der Garagenbrand von 2015 und das Cottage auf Kauai

Ganz unversehrt blieb das Haus nicht. Im Februar 2015 brach ein Feuer in der Garage aus, während Brosnan, Smith und die gemeinsamen Söhne zu Hause waren. Rauchmelder alarmierten die Familie, alle kamen unverletzt heraus. Rund 50 Feuerwehrleute des L.A. County Fire Department brauchten etwa 40 Minuten, um die Flammen zu kontrollieren; der Schaden lag bei mehr als einer Million Dollar.

Auf Hawaii besitzt das Paar laut „Times“ einen kleinen Drei-Schlafzimmer-Cottage am Ende der Straße, keinen resortartigen Compound. Dort halten sie Hühner, Brosnan hat sich eine Jurte eingerichtet, in der er malt.

Seit 2004 sucht das Paar Abnehmer

Der Verkaufsgedanke ist nicht neu. 2004 wurde das Anwesen für 120.000 Dollar pro Monat zur Miete angeboten, 2012 erneut – laut „Los Angeles Times“ für 250.000 Dollar monatlich plus 750.000 Dollar Kaution. Im September 2020 bot das Paar das Haus für 100 Millionen Dollar zum Kauf an, damals eines der teuersten öffentlich gelisteten Objekte im Los Angeles County. Es fand keinen Käufer.

Von zwei Grundstücken zum Abschied

  1. 2000
    Kauf in Broad Beach

    Brosnan und Smith erwerben zwei benachbarte Grundstücke für zusammen 7,35 Millionen Dollar; das bestehende Ranch-Haus wird abgerissen.

  2. 2004
    Erstes Mietangebot

    Das Anwesen wird für 120.000 Dollar pro Monat zur Miete angeboten.

  3. 2012
    Zweiter Mietversuch

    250.000 Dollar pro Monat plus 750.000 Dollar Kaution.

  4. Februar 2015
    Brand in der Garage

    Rund 50 Feuerwehrleute löschen etwa 40 Minuten, der Schaden liegt bei über einer Million Dollar.

  5. September 2020
    Verkaufsangebot über 100 Millionen Dollar

    Das Angebot wird ohne Käufer zurückgezogen.

  6. Januar 2025
    Palisades Fire

    Malibu wird schwer getroffen, das Anwesen der Brosnans bleibt verschont.

  7. 11. September 2026
    Das Times-Interview erscheint

    Brosnan sagt: „Ich denke, es ist Zeit, weiterzuziehen.“

Ob nun ein neues Verkaufsangebot existiert, ist offen. Einzelne Berichte sprechen davon, das Haus sei „zum Verkauf gestellt“; Yahoo und Us Weekly formulieren vorsichtiger, das Paar „erwäge“ den Verkauf beziehungsweise sei „bereit, loszulassen“. Ein neuer Maklerauftrag ist bislang in keiner Quelle belegt.

Brosnan selbst hat im Times-Interview nur einen Satz gesagt: „Ich denke, es ist Zeit, weiterzuziehen.“ Ob sich für ein Objekt im dreistelligen Millionenbereich ein Käufer findet, ist nach dem gescheiterten Anlauf von 2020 die offene Frage. Ein formales Angebot gibt es bislang nicht.