Sam Neill stirbt mit 78 an einer Lungenentzündung in Sydney
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Sam Neill stirbt mit 78 an einer Lungenentzündung in Sydney

Im April 2026 verkündete Sam Neill, der Krebs sei besiegt. Am 13. Juli 2026 starb er in Sydney an einer Lungenentzündung – am 14. September wäre er 79 Jahre alt geworden. Kinos und Fans erinnern mit Filmreihen an ihn.

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Sam Neill (79) starb als krebsfreier Mann. Im April 2026 hatte der Schauspieler verkündet, dass die Ärzte keinen Tumor mehr in seinem Körper fanden. Am 13. Juli 2026 erlag er in Sydney einer Lungenentzündung – am 14. September 2026 wäre er 79 Jahre alt geworden, sein erster Geburtstag nach seinem Tod.

Die Familie machte die Nachricht über seinen Instagram-Account öffentlich. Der Verlust sei „plötzlich und unerwartet“ gekommen, hieß es darin, und sie dankte dem St Vincent’s Private Hospital in Sydney für die Betreuung. In ihrer Erklärung steht:

Instagram · @samneilltheprop
Der Verlust kam plötzlich und unerwartet, aber gesegnet durch die Tatsache, dass Sam krebsfrei blieb.
Familie von Sam Neill

Später wurde bekannt, dass Neill an einer Lungenentzündung starb. Die jahrelangen intensiven Behandlungen hatten sein Immunsystem stark belastet. Neuseelands Premierminister Christopher Luxon würdigte ihn als „einen der Großen“.

Auch Australiens Premierminister Anthony Albanese äußerte sich: Neill habe seine Krankheit mit „derselben Würde, demselben Humor und derselben Überzeugungskraft“ bekämpft wie jede seiner Rollen. Der US-Regisseur Colin Trevorrow nannte ihn „einen zutiefst gefühlvollen und wunderbaren Menschen“.

Drei Jahre Kampf gegen einen seltenen Blutkrebs

2023 machte Neill öffentlich, dass bei ihm ein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom im dritten Stadium diagnostiziert worden war, eine seltene und aggressive Form von Blutkrebs. Im selben Jahr erschienen seine Memoiren „Did I Ever Tell You This?“.

Als die Chemotherapie ihre Wirkung verlor, nahm er an einer klinischen Studie zur CAR-T-Zelltherapie teil. Im April 2026 verkündete er, dass bei einer Untersuchung kein Krebs mehr in seinem Körper gefunden worden sei. Über das Sterben sprach er öffentlich:

Ich habe keine Angst zu sterben, aber es würde mich ärgern. Weil ich wirklich gern noch ein oder zwei Jahrzehnte hätte.
Sam Neill, Schauspieler

Es wurden keine zwei Jahrzehnte. Zwischen der Nachricht von der Krebsfreiheit und seinem Tod lagen nur wenige Monate.

Sein Gesicht bleibt Dr. Alan Grant

Seine bekannteste Figur verkörperte Neill 1993 in Steven Spielbergs „Jurassic Park“ als Paläontologe Dr. Alan Grant. Die Rolle war ursprünglich Harrison Ford angeboten worden. Der Film spielte zur Erstveröffentlichung rund 914 Millionen US-Dollar ein und machte Neill endgültig zum internationalen Star.

Er kehrte als Grant in „Jurassic Park III“ (2001) und „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ (2022) zurück, in letzterem an der Seite von Laura Dern und Jeff Goldblum. Eine seiner später besonders beliebten Rollen war der Uncle Hec in Taika Waititis „Wo die wilden Menschen jagen“ (2016).

Im selben Jahr wie „Jurassic Park“ spielte er in Jane Campions „Das Piano“ den Farmer Alisdair Stewart. Im Fernsehen war er als brutaler Ermittler Chester Campbell in „Peaky Blinders“ zu sehen, für seine Rolle in der Miniserie „Merlin“ wurde er für einen Emmy nominiert. Seine Filmografie reichte von „Todesstille“ (1989) über „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) bis „Event Horizon“ (1997).

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Vom OBE zum Rittertitel

Für seine Leistungen wurde Neill mehrfach ausgezeichnet: 1991 zum Officer of the Order of the British Empire, 2007 zum Distinguished Companion of the New Zealand Order of Merit. 2022 nahm er die Umwandlung in eine Ritterwürde an und trug seither den Titel Sir Sam Neill.

Posthum wurde ihm im August 2026 bei den Logie Awards der Preis als Bester Hauptdarsteller in einem Drama zuerkannt, für seine Rolle als Brett Colby in „The Twelve: Cape Rock Killer“. Entgegengenommen hat ihn seine Freundin und Schauspielkollegin Heather Mitchell.

Neill hinterließ vier Kinder – Andrew, Tim, Elena und die adoptierte Maiko – sowie acht Enkelkinder. Abseits der Kamera widmete er sich seinem 1993 gegründeten Weingut Two Paddocks in Central Otago und ließ seine Fans online an seinem Alltag auf dem Hof teilhaben.

Sam Neills Stationen: von Omagh bis Central Otago

  1. 14. September 1947
    Geburt in Nordirland

    Nigel John Dermot Neill wird in Omagh, County Tyrone, geboren.

  2. 1954
    Umzug nach Neuseeland

    Die Familie zieht nach Christchurch, wo Neill aufwächst.

  3. 1977
    Durchbruch mit „Sleeping Dogs“

    Der neuseeländische Film macht ihn einem größeren Publikum bekannt.

  4. 1993
    „Jurassic Park“ und „Das Piano“

    Weltruhm als Dr. Alan Grant; im selben Jahr gründet er das Weingut Two Paddocks.

  5. März 2023
    Blutkrebs-Diagnose wird öffentlich

    Neill spricht über sein angioimmunoblastisches T-Zell-Lymphom und veröffentlicht seine Memoiren.

  6. April 2026
    Krebsfrei

    Neill verkündet, dass kein Krebs mehr in seinem Körper gefunden wurde.

  7. 13. Juli 2026
    Tod in Sydney

    Neill stirbt im Alter von 78 Jahren an einer Lungenentzündung.

Gedenken an „einfach Sam“

Rund um den 14. September 2026 erinnerten Fans, Medien und Kinos an den Schauspieler. Die American Cinematheque widmete ihm in Los Angeles die Filmreihe „Starring Sam Neill“ mit Vorführungen von „Dead Calm“, „Jurassic Park“, „Jagd auf Roter Oktober“ und „Jurassic Park III“; sie lief vom 8. August bis 12. September 2026.

Am 12. September 2026 zeigte das Aero Theatre in Santa Monica seinen ersten Kinofilm „Sleeping Dogs“ (1977), gefolgt von einer Fragerunde mit Regisseur Roger Donaldson. In Neuseeland veranstaltete das Waiheke Cinema einen „Sam Neill September“ mit wöchentlichen Vorführungen; in Masterton war ein Tribute-Wochenende geplant.

In seiner Heimat war Neill tief verwurzelt. Wie der Bericht über die Trauer in seiner Heimatgemeinde festhält, lebte er im Earnscleugh Valley in Central Otago und war Patron des Central Cinema in Alexandra sowie des Dunstan Hospital in Clyde, wo er auch behandelt wurde.

Die Kinovorsitzende Tracy Blackwell sagte, für die Gemeinde sei er „einfach Sam“ gewesen. Zum 14. September erschien EarlyGames Rückblick auf Neills Leben und Karriere. Die Reihe „Sam Neill September“ auf Waiheke läuft mit wöchentlichen Vorführungen weiter – der 79. Geburtstag fällt mitten hinein.