Vier Monate nach der Absage seiner Herzoperation ist Heinz Hoenig (74) erneut in die Klinik gekommen – diesmal musste ihn ein Rettungshubschrauber nach Magdeburg bringen. Am Sonntagvormittag fühlte sich der Schauspieler in seiner Wohnung in Blankenburg im Harz plötzlich unwohl.
Nach Angaben der Berichte brachte seine Ehefrau Annika Kärsten-Hoenig (41) ihn zunächst in das gut 17 Kilometer entfernte Krankenhaus nach Halberstadt. Dort schlugen die Ärzte Alarm und verlegten den 74-Jährigen umgehend per Helikopter in die Universitätsklinik Magdeburg, wo er zunächst auf der Intensivstation behandelt wurde.
Am Montag, dem 14. September, durfte Hoenig die Intensivstation verlassen und wurde auf eine normale Station verlegt. Dort wird er weiterhin engmaschig kontrolliert, weitere Untersuchungen stehen aus. Angaben zu Diagnosen, neuen Eingriffen oder einem Entlassungstermin machte sein Management bislang nicht.
Von Blankenburg nach Magdeburg
Wie dringend die Lage war, zeigt der Weg der Verlegung: Eine engmaschige Überwachung sei nötig gewesen, deshalb habe es schnell gehen müssen, so schildert es der Bericht von t-online zum Helikopter-Einsatz. Sein Management bestätigte die zuerst von der „Bild“ veröffentlichte Berichterstattung auf Anfrage mehrerer Medien.
Offen bleibt der genaue Zeitpunkt. Eine Quelle beschreibt den Beginn der Ereignisse als Sonntagabend, die Mehrheit der Berichte und die Schilderung des Managements sprechen vom Sonntagvormittag. Unklar ist auch, wie lange Hoenig auf der Intensivstation lag und wann eine Entscheidung über die nächsten Behandlungsschritte fällt.
Was im April 2024 begann
Der erneute Klinikaufenthalt trifft einen Mann, der schon einmal um sein Leben gekämpft hat. Am 30. April 2024 war Hoenig mit schwerer Atemnot und einem Magen-Darm-Infekt in eine Berliner Klinik eingeliefert worden. Die Diagnose war gravierender: Eine bakterielle Infektion hatte Aorta und Speiseröhre angegriffen, dazu kam ein lebensbedrohliches Loch in der Speiseröhre.
Betroffen war auch ein Herzstent, den Hoenig bereits 2012 erhalten hatte. Er wurde ins künstliche Koma versetzt; in mehreren hochriskanten Operationen entfernten Chirurgen die Speiseröhre und ersetzten sie durch einen umgeformten Magenanteil. An einem Stent an der Hauptschlagader kam es zu Komplikationen, dessen Austausch galt als medizinisch dringend.
Die Erkrankung von Heinz Hoenig: Stationen seit 2012
- 2012Erster Herzstent
Heinz Hoenig wird ein Herzstent eingesetzt.
- 30. April 2024Einlieferung in eine Berliner Klinik
Mit schwerer Atemnot und einem Magen-Darm-Infekt kommt Hoenig ins Krankenhaus.
- Sommer 2024Künstliches Koma und Operationen
Bakterien befallen Aorta und Speiseröhre, Chirurgen entfernen die Speiseröhre. Insgesamt 143 Tage auf der Intensivstation.
- September 2024Rückkehr nach Hause
Nach dem langen Klinikaufenthalt kann Hoenig wieder nach Hause zurückkehren.
- 1. April 2026Wieder krankenversichert
Der Schauspieler ist erneut versichert, zu einem Monatsbeitrag von 1.017,18 Euro.
- Mai 2026Herz-OP abgesagt
Blutwerte und Zustand sind stabil, der als dringend geltende Eingriff wird nicht durchgeführt.
- 13. September 2026Erneut in die Klinik
Hoenig fühlt sich unwohl, wird nach Halberstadt gefahren und per Hubschrauber nach Magdeburg verlegt.
Im Mai hieß es noch: keine Operation nötig
Noch vor wenigen Monaten klang die Lage deutlich besser. Im Mai 2026 erklärte Annika Kärsten-Hoenig, eine zuvor als dringend eingestufte Herzoperation sei nicht mehr nötig – damals klangen ihre Worte wie eine Entwarnung.
„Im Moment ist Heinz stabil, er hat sich gut erholt. Auch seine Blutwerte sind gut. Deswegen ist eine Operation im Moment kein Thema, Gott sei Dank“, sagte die Ehefrau. Die Absage stützte sich auf überraschend gute Blutwerte und einen stabilen Zustand. Hoenig selbst sprach davon, „schon fast wieder der Alte“ zu sein.
Ob die Operation nun nachgeholt werden muss, hängt von den Untersuchungen in Magdeburg ab.
Anders als 2024: erstmals wieder versichert
Ein Unterschied zur ersten Erkrankung betrifft das Geld. 2024 stand Hoenig ohne Krankenversicherung da, sein Management startete eine Spendenkampagne für die Behandlungskosten. Seit dem 1. April 2026 ist der 74-Jährige wieder versichert – nach den Angaben von FOCUS online zum Versicherungsbeitrag zu einem Monatsbeitrag von 1.017,18 Euro.
Seine Ehefrau hatte den Versicherungsschutz am 24. April 2026 bestätigt. Sie nahm zudem an einer Reality-TV-Show teil, unter anderem um Geld für die Familie und die verbleibenden Behandlungskosten einzunehmen. Damit wurden auch Kärsten-Hoenigs Reality-TV-Auftritt und die Geldsorgen der Familie öffentlich.
Seit „Das Boot“ ein bekannter Name
Heinz Hoenig, geboren am 24. September, zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten deutschen Charakterdarstellern. International wurde er 1981 mit „Das Boot“ von Wolfgang Petersen bekannt; später drehte er mehrfach mit Regisseur Dieter Wedel, darunter „Der große Bellheim“ und „Der König von St. Pauli“. Er war zudem Kandidat im Dschungelcamp.
Mit seiner 34 Jahre jüngeren Frau Annika Kärsten-Hoenig ist er seit 2019 verheiratet, das Paar hat zwei gemeinsame Söhne. Über die Ehe hat sie öffentlich gesprochen – und darüber, warum Annika Kärsten-Hoenig lange nicht heiraten wollte.
Offen ist weiterhin, wann Hoenig das Krankenhaus verlassen kann und ob ein neuer Eingriff nötig wird. Sein Management hat dazu bislang keine Angaben gemacht; Klarheit sollen erst die laufenden Untersuchungen in Magdeburg bringen.
