Kelly Osbourne (41) soll kaum noch mit ihrer Mutter Sharon Osbourne (73) sprechen. Ein Jahr nach dem Tod von Ozzy Osbourne schildert die britische Daily Mail in einem Bericht über die kaum sprechenden Osbournes, die Familie habe sich entfremdet. Auch das Verhältnis zu ihrem Bruder Jack Osbourne (40) gilt demnach als angespannt.
Ein namentlich nicht genannter Insider wird mit den Worten zitiert, die beiden seien „derzeit in jeder nur denkbaren Hinsicht Welten voneinander entfernt“. Kelly sei von Sharon und Jack „sowohl geografisch als auch ideologisch“ getrennt. Freunde beschreiben Kelly dem Bericht zufolge als „big Leftie“, Sharon als „Trump fanatic“.
Öffentlich bestätigt hat Kelly bislang nur einen Teil davon – die politische Uneinigkeit, nicht den Kontaktabbruch. Am Dienstag, 8. September 2026, stand sie am roten Teppich der National Television Awards in London und wurde vom Schwulen- und Lesbenmagazin Attitude auf Sharons Unterstützung für den Rechtsextremisten Tommy Robinson angesprochen. Ihre Antwort fiel eindeutig aus:
„Ich bin nicht einverstanden. Ich bin nicht mit meiner Mutter einer Meinung, nein.“
Im selben Gespräch sagte Kelly, es sei schwer, „weil ich meine Mutter liebe, aber ich auch verstehen muss, dass sie ihre eigenen Meinungen haben darf“. Mehrere Medien, die ihre Aussagen auswerteten, hoben hervor, dass sie das Verhältnis zu ihrer Mutter weiterhin als eng beschrieb – ein Widerspruch zu der Darstellung, die beiden würden kaum noch reden.
Sharons Kurs nach rechts
Der Streit hat einen konkreten Auslöser. Sharon Osbourne bewarb im April 2026 die von Tommy Robinson organisierte Anti-Einwanderungs-Kundgebung „Unite the Kingdom“. Die Jugendhilfsorganisation Centrepoint, mit der Sharon verbunden war, beendete daraufhin die Zusammenarbeit und erklärte, ein solches Ereignis entspreche „nicht unseren Werten“.
Es ist nicht der erste Eklat. Schon 2021 hatte ihre Verteidigung des Moderators Piers Morgan zu ihrer Entlassung beim US-Talkformat „The Talk“ geführt. 2022 sagte Sharon der Times, trans Frauen hätten im Sport nichts zu suchen, Kinder, die sich als trans oder nonbinär identifizieren, seien ein „Trend“.
Diese Haltung macht Kelly nach eigener Aussage traurig. Sie sagte, sie wisse nicht, ob ihre Mutter genug trans Menschen kenne, um in solchen Fragen fair zu urteilen. Im privaten Gespräch zeige Sharon dagegen Verständnis: „Sie versteht es. Ich glaube ehrlich, es ist einfach ein Missverständnis.“ Ein Bericht über Kellys Abrücken von Sharons Trans-Haltung hält fest, dass sie sich und ihre Mutter weiterhin als eng verbunden beschreibt.
Von Ozzys Tod bis zum Bericht über die Funkstille
- 22. Juli 2025Ozzy Osbourne stirbt
Der Musiker stirbt im Alter von 76 Jahren.
- November 2025Mutter und Tochter gemeinsam unterwegs
Sharon und Kelly Osbourne werden beim Verlassen eines Restaurants in Mayfair in London fotografiert.
- Februar 2026Gemeinsamer Auftritt bei den BRIT Awards
Kelly und Sharon nehmen in Manchester posthum einen Lifetime Achievement Award für Ozzy Osbourne entgegen.
- März 2026Ende der Verlobung
Kellys Verlobung mit Sid Wilson von Slipknot endet.
- April 2026Sharons Kundgebung und die Folgen
Sharon bewirbt Tommy Robinsons „Unite the Kingdom“; Centrepoint beendet die Zusammenarbeit mit ihr.
- 8. September 2026Kelly widerspricht ihrer Mutter öffentlich
Am Red Carpet der National Television Awards sagt sie dem Magazin Attitude, sie sei bei Politik nicht mit ihrer Mutter einverstanden.
- 13./14. September 2026Der Bericht über die Funkstille
Die Daily Mail meldet unter Berufung auf anonyme Quellen, Kelly und Sharon sprächen kaum noch miteinander.
Kellys eigenes Leben in England
Ihre Unabhängigkeit baut Kelly offenbar auch finanziell aus. Dem Bericht zufolge hat sie ein Anwesen in Buckinghamshire gekauft und will dort ihren dreijährigen Sohn Sidney großziehen. Sie habe bei der Agentur Keye Talent unterschrieben; für Auftritte sollen Marken rund 10.000 Pfund zahlen, umgerechnet etwa 13.500 US-Dollar. Eine anonyme Quelle behauptet, Kelly brauche das Geld und wolle sich nicht auf das Familienvermögen verlassen.
Dazu kam ein persönlicher Umbruch: Im März 2026 endete ihre Verlobung mit Sid Wilson, dem Slipknot-Musiker. Kelly hatte nach Ozzys Tod dramatisch abgenommen und sagte später, sie habe ihr Aussehen erst auf einem Foto von einer Anprobe für die Grammy Awards realisiert: „Ich sah aus wie der verdammte Crypt Keeper. Meine Wirbelsäule – man konnte jeden einzelnen Knochen sehen.“
Ihr Bruder Jack sagte dem Portal The Blast zufolge, seine Schwester konzentriere sich auf sich und Sidney und sei in einer besseren Verfassung. Sharon pendelt weiter zwischen Los Angeles und dem Familiensitz der Familie in Buckinghamshire, auf dessen Gelände Ozzy Osbourne beigesetzt wurde.
Der Widerspruch zur öffentlichen Nähe
Noch vor wenigen Monaten standen beide gemeinsam im Rampenlicht. Bei den BRIT Awards 2026 in Manchester nahmen Kelly und Sharon posthum einen Lifetime Achievement Award für Ozzy Osbourne entgegen und hielten dabei sichtbar aneinander fest. Bei den National Television Awards 2026 vertrat Kelly ihre Familie, deren Dokumentation „Sharon & Ozzy Osbourne: Coming Home“ nominiert war; sie erschien in einer königsblauen Robe von Vivienne Westwood.
Im Juli 2026, zum ersten Todestag, erinnerte Sharon in einem BBC-Interview an einen Satz ihres Mannes: Wenn man sich an ihn erinnern wolle, solle man einfach die Musik ganz laut aufdrehen. Der nun gemeldete Bruch wird in den Berichten als überraschende Wende dargestellt.
Fest steht bislang nur: Kelly hat öffentlich und namentlich bestätigt, bei politischen Fragen nicht mit ihrer Mutter übereinzustimmen. Die Behauptung eines vollständigen Gesprächsabbruchs stammt allein aus dem Daily-Mail-Bericht und wurde von keiner der beiden Frauen selbst bestätigt. Ein Dementi gibt es ebenfalls nicht.
Wird eine der beiden Frauen den Bericht kommentieren? Kellys Satz am roten Teppich ist bislang die einzige belegte Aussage dieser Geschichte – alles andere stammt aus anonymen Quellen.
