Guy Ritchie (58) hat am 10. September 2026 seinen 58. Geburtstag gefeiert – und die Reihenfolge, in der die Öffentlichkeit ihn nennt, hat sich umgedreht. Fast zwei Jahrzehnte lang war der Brite zuerst der Ehemann und dann der Ex von Madonna (68); heute führt er gleichzeitig drei Krimiserien auf drei Streamingdiensten an.
In Deutschland greift die GALA das Datum mit einer Galerie aus der Reihe „Stars damals und heute“ auf – überschrieben mit „Guy Ritchie hat Geburtstag: So sieht der Ex von Madonna heute aus“. Das Etikett führt das alte Muster vor und beschreibt zugleich, wie überholt es ist: Der 58-Jährige wird heute über seine eigenen Produktionen definiert.
Geboren wurde Guy Stuart Ritchie am 10. September 1968 in Hatfield in der englischen Grafschaft Hertfordshire; sein Ehrentag fiel 2026 auf einen Donnerstag. Die Promi-Datenbank geboren.am, die Personenseite von FILMSTARTS und promi-geburtstage.de führen ihn übereinstimmend mit 58 Jahren, Promiflash nennt ihn in einem Bericht vom 11. September 2026 „Guy Ritchie (58)“.
Vom Schulverweigerer zum Kultregisseur
Ritchie wuchs nach Angaben des GALA-Starporträts in besten englischen Oberschichtsverhältnissen auf, wechselte als Kind rund zehn Mal die Schule und verließ sie mit 15 Jahren endgültig. Er ist Legastheniker und wurde von der Stanbridge Earls School in Hampshire verwiesen. Erste Jobs fand er in einfachen Positionen der Filmbranche, bevor er Werbespots und Musikvideos drehte – mit 25 begann seine professionelle Arbeit im Filmgeschäft.
Sein Spielfilmdebüt „Bube, Dame, König, grAS“ kam 1998 in die Kinos und machte ihn über Nacht bekannt; finanziert hatte er das Projekt über den Kurzfilm „The Hard Case“ von 1995. Mit „Snatch – Schweine und Diamanten“ (2000) an der Seite von Brad Pitt (62) und Benicio del Toro folgte der Kultfilm. 2019 spielte sein Disney-Realfilm „Aladdin“ mehr als eine Milliarde Dollar ein.
Guy Ritchie: Stationen einer Karriere
- 10. September 1968Geburt in Hatfield
Guy Stuart Ritchie kommt in der englischen Grafschaft Hertfordshire zur Welt.
- 1995Kurzfilm als Finanzierung
Mit „The Hard Case“ finanziert er sein Spielfilmdebüt.
- 1998Durchbruch mit „Bube, Dame, König, grAS“
- 22. Dezember 2000Hochzeit mit Madonna
Die Sängerin ist zehn Jahre älter als er; im selben Jahr wird Sohn Rocco geboren.
- 2002„Swept Away“ wird zum Flop
Fünf Goldene Himbeeren, darunter die für die schlechteste Regie.
- 21. November 2008Scheidung in London
Über eine Abfindung von 50 bis 60 Millionen Pfund wird spekuliert; das Paar nennt die Angaben später „irreführend und ungenau“.
- 2026Drei Serien in einem Jahr
„Young Sherlock“ im März, „The Gentlemen“ Staffel 2 und „MobLand“ Staffel 2 im September.
Acht Jahre Ehe mit Madonna – und ein Streit vor aller Welt
Kennen gelernt haben sich die beiden laut GALA auf einer Dinnerparty von Sting und dessen Frau Trudie Styler; die zehn Jahre ältere Sängerin wurde später seine Ehefrau. Am 22. Dezember 2000 heiratete Ritchie Madonna, sie zog zu ihm nach England. 2000 kam der gemeinsame Sohn Rocco (26) zur Welt, 2006 adoptierte das Paar einen weiteren Sohn (geb. 2005). Taufpate von Rocco wurde Sting; Madonna ließ nur Ritchie sie „Madge“ nennen.
Beruflich verzahnten sich beide: 2001 drehte Ritchie für Madonna das Musikvideo „What It Feels Like for a Girl“, das MTV und VH1 wegen der Gewaltdarstellungen nur einmal ausstrahlten, außerdem den BMW-Kurzfilm „The Hire: Star“ mit Madonna und Clive Owen. 2002 folgte „Stürmische Liebe – Swept Away“ mit Madonna in der Hauptrolle – ein Kritiker- und Kassenflop, der fünf Goldene Himbeeren abräumte, darunter die für die schlechteste Regie.
Das Gerede über seine Frau nahm Ritchie öffentlich gelassen: „Ich kann verstehen, dass sich die ganze Welt für meine Frau interessiert. Ich tue das auch, sonst hätte ich sie nicht geheiratet.“ Es blieb das einzige größere Zugeständnis an das öffentliche Interesse an dieser Ehe.
Nach acht Jahren Ehe wurde die Verbindung am 21. November 2008 in London geschieden. Eine Sprecherin Madonnas hatte zunächst eine Abfindung von 50 bis 60 Millionen Pfund Sterling für Ritchie kommuniziert; später erklärte das Paar gemeinsam, diese Angabe sei „irreführend und ungenau“ gewesen, die Details der Vereinbarung seien privat. Wie laut prominente Trennungen bleiben, zeigt auch Alan Ritchsons Trennung nach 20 Jahren Ehe.
Der öffentliche Sorgerechtsstreit um Sohn Rocco folgte Jahre später: 2015/2016 wurde ausgetragen, wo der damals 15-Jährige leben sollte; Rocco blieb schließlich in London beim Vater, 2016 einigten sich die Eltern. Madonna sagte später über diese Phase:
„Jemand, der versucht, mir mein Kind wegzunehmen, war wie … sie hätten mich genauso gut umbringen können.“
Drei Serien, drei Plattformen, ein Rekordjahr
Am 3. September 2026 startete die zweite Staffel von „The Gentlemen“ bei Netflix – eine Woche vor seinem Geburtstag – und wurde ein globaler Nummer-1-Hit; eine dritte Staffel ist bestätigt. Am 18. September folgt bei Paramount+ die zweite Staffel von „MobLand“ mit Tom Hardy, Pierce Brosnan (73) und Helen Mirren. Der Sender verlängerte die Serie bereits am 3. September, also vor der Premiere, um eine dritte Staffel.
Staffel 1 von „MobLand“ kam auf mehr als 26 Millionen Aufrufe, war zeitweise die zweitmeistgesehene Paramount+-Eigenproduktion nach „Landman“ und erreichte 76 Prozent bei Rotten Tomatoes. Hauptdarsteller Emmett J. Scanlan beschreibt die neue Staffel als „season 1 on steroids“ – als erste Staffel auf Steroiden.
Vorausgegangen war im März der Prime-Video-Hit „Young Sherlock“: Die Serie um den jungen Sherlock Holmes mit Hero Fiennes Tiffin erreichte in den ersten 28 Tagen 45 Millionen Zuschauer, stand in 95 Ländern an der Chartspitze und gehört zu den zehn meistgesehenen Prime-Video-Staffeln aller Zeiten. Staffel 2 läuft seit Mai 2026 in Produktion, mit zwei Game-of-Thrones-Stars für Young Sherlock als Neuzugängen.
Ritchies Serien-Hits 2026: Zuschauer in Millionen
„Young Sherlock“: Zuschauer in den ersten 28 Tagen; „MobLand“: Aufrufe der ersten Staffel
Nach Angaben von Prime Video und Variety kamen Ritchies erste beide Serienstarts 2026 zusammen auf rund 61 Millionen Zuschauer; Branchenbeobachter sehen darin den Beginn einer neuen Ritchie-Ära. Nie zuvor war er an mehr als einer TV-Dramaserie pro Jahr beteiligt – mit „Capital“ hat er bei Prime Video ein viertes Projekt in Entwicklung.
Im Kino läuft es schlechter als im Streaming
Sein Actionthriller „In the Grey“ mit Henry Cavill, Jake Gyllenhaal und Eiza González tat sich trotz Starbesetzung an den US-Kassen schwer und wechselte schnell ins Digitale – US-Kinostart war der 15. Mai 2026, Deutschland folgte am 21. Mai. Der Film „Wife and Dog“ mit Benedict Cumberbatch, Rosamund Pike, James Norton und Anthony Hopkins wurde ins Jahr 2027 verschoben.
Nebenbei erlebt ein älterer Ritchie-Film ein Streaming-Comeback: „Sherlock Holmes“ von 2009 kletterte im September 2026 laut FlixPatrol auf Platz vier der weltweit meistgestreamten Filme bei Apple TV.
Acht Tage vor dem Geburtstag: Auftritt mit Ehefrau und Sohn
Seinen jüngsten öffentlichen Auftritt außerhalb des Kinos hatte Ritchie am Mittwoch, dem 2. September 2026, zur Weltpremiere der zweiten „The Gentlemen“-Staffel vor der Guildhall Art Gallery in London. Er kam mit Ehefrau Jacqui Ainsley und Sohn Rocco – acht Tage vor seinem Geburtstag.
Laut GALA trug Ritchie eine hellbraune Jacke, dazu braune Hose und hellbraune Schuhe. Jacqui Ainsley erschien in einem kurzen, hochgeschlossenen schwarz-grün gemusterten Kleid mit Metallic-Stilettos und blonden Wellen, Rocco im grauen Anzug mit weißem Hemd und dunkler Krawatte. Bemerkenswert ist das, weil der Auftritt den Vater an der Seite genau jenes Sohnes zeigt, um den Madonna und Ritchie einst öffentlich stritten.
Privat ist Ritchie längst neu angekommen: Seit Sommer 2015 ist er mit dem Model Jacqui Ainsley verheiratet. Die Hochzeit fand im Garten des Paares in der englischen Grafschaft Wiltshire statt, mit Gästen wie Brad Pitt, David Beckham, Jason Statham und Rosie Huntington-Whiteley; Insidern zufolge wurde bis in die Morgenstunden mit einem Wein des Jahrgangs 1945 gefeiert. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder, geboren 2011, 2012 und 2014.
Spätestens seit Dezember 2025 gilt das Verhältnis zu Madonna als befriedet: Rocco, als bildender Künstler in London etabliert und ausgebildet am Central Saint Martins und an der Royal Drawing School, zeigte seine Ausstellung „Talk Is Cheap“ – Madonna kam mit ihrem Freund Akeem Morris, Ritchie mit Jacqui Ainsley.
„Ich bin stolz darauf, wer ich bin, aber noch stolzer, beide Eltern in einem Raum zu haben, die mich unterstützen.“
Wie viele Zuschauer Ritchie ohne den Namen Madonna erreicht, zeigt sich ab dem 18. September 2026: Dann startet „MobLand“ bei Paramount+, und Branchenbeobachter erwarten, dass die Serie die Marke von 100 Millionen Zuschauern reißt.
