Pocher weist Kritik an Pokal-Foto mit Zverev als Replika zurück
Bild: KI-generiert
Shitstorm

Pocher weist Kritik an Pokal-Foto mit Zverev als Replika zurück

Oliver Pocher hält nach dem US-Open-Finale die Trophäe in die Kamera und erntet einen Shitstorm – bis hin zum Vorwurf der Doppelmoral. Im Podcast „Patchwork Boys“ kontert er: Der Pokal sei nur eine Replika gewesen, Zverev finde das lustig.

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Der Pokal, den Oliver Pocher (48) in die Höhe hielt, war nicht das Original. Mit dieser Erklärung wehrt sich der Comedian gegen einen Shitstorm, der seit Mitte September über ihm hängt – ausgelöst von ein paar Bildern vom US-Open-Finale in New York.

Zverev (29) hatte am 13. September 2026 in New York gegen den US-Amerikaner Ben Shelton (23) seinen zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres geholt (6:3, 7:6, 5:7, 6:2) – den ersten US-Open-Titel seiner Karriere, wie der Spielbericht der ATP Tour zum Finale 2026 festhält. Pocher reiste mit seiner Tochter Nayla (16) für einen Tagesausflug hinterher und postete danach „zwei, drei Bilder“ mit Zverev; auf einem hält er selbst die Trophäe.

Instagram · @oliverpocher

Der Vorwurf der Doppelmoral

In der Kommentarspalte sammelten sich Vorwürfe: „Den Pokal hochhalten ist maximal daneben“, „Peinlich. Einfach peinlich.“, „Es gibt Leute, die drängen sich immer nach vorne.“ Mehrfach fiel der Vorwurf der Doppelmoral – Pocher teile gern gegen Influencer aus, stehe bei Großereignissen aber selbst in der ersten Reihe. TAG24 zitierte den Vorwurf einer „ekelhaften Doppelmoral“.

Ein weiterer Nutzer kritisierte den teuren Trip: „Immer schön protzen, dass man es sich leisten kann für ein Tennismatch nach New York fliegen zu können! Ich könnte kotzen!“ Dabei bevorzugt Pocher nach eigener Darstellung Reisen mit Kindern statt Luxus. Es gab aber auch Zuspruch: „Toller Papa“, „Bester Papa“ – und Simone Ballack (50) kommentierte „Mega“. Promiflash betonte, die Kritiker hätten ihre Vorwürfe ausschließlich gegen Pocher gerichtet, nicht gegen Zverevs sportliche Leistung.

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Pochers Antwort im Podcast

In der Podcast-Folge von „Patchwork Boys“ fällt Pochers Verteidigung gegen die Kritik an den Zverev-Fotos deutlich aus. Pietro Lombardi (34) brachte das Thema zur Sprache: „Olli, du hast einen Shitstorm bekommen. Was hast du denn Schlimmes gemacht?“ Pochers Antwort: „Ich habe gar nichts gemacht.“ Er habe lediglich in der Nacht nach dem Finale „zwei, drei Bilder“ gepostet.

Entscheidend ist für ihn, was da in seinen Händen lag: Das Original komme nach der Siegerehrung traditionell sofort „in die Vitrine“, die Replika habe Stunden nach Turnierende einfach herumgestanden. „Und dann haben wir halt – auch ein paar andere Leute – ganz normal ein Foto gemacht. Sascha weiß das ja und sieht das ja auch und findet das lustig“, sagte Pocher. Belegt ist das bislang nur durch seine eigene Schilderung.

Dieser Pokal ist eine Replika, das ist schon gar nicht mehr das Original.
Oliver Pocher, Comedian und Entertainer

Der Vergleich mit dem Nusret-Moment

Pocher grenzte sein Verhalten zugleich scharf von einem anderen Fall ab: Auf den Platz wäre er nie gegangen – das sei „dieser Nusret-Moment“. Gemeint ist 2022, als der türkische Starkoch Nusret Gökçe nach dem WM-Sieg Argentiniens in Katar ungefragt den Platz betrat, Spieler umarmte und den WM-Pokal küsste. Pocher nannte das „wirklich unangenehm“.

Sein Foto sei dagegen „vier Stunden später“ entstanden, und auch Teammitglieder hätten mit der Trophäe posiert: „Jeder macht da – auch vom Team – mal ein Foto mit dem Pokal und sagt, cool.“ Er habe schon bei Zverevs erstem Grand-Slam-Sieg in Paris mit ihm und der Trophäe fotografiert. Sein Fazit: „Aber es gibt Leute, die wollen einfach immer was Negatives finden.“

Es wäre unangenehm, wenn ich noch auf den Platz bei den US Open gehen würde – dieser Nusret-Moment.
Oliver Pocher, Comedian und Entertainer

Lombardis Verteidigung und ein Seitenhieb

Auch Pietro Lombardi konnte die Aufregung nicht verstehen – als er die Schlagzeilen gelesen hatte, habe er gedacht: „Wow, man kann auch irgendwann übertreiben.“ Im selben Podcast rechnete der Sänger mit Pochers Ex-Frau Amira Aly (33) ab: Wegen Äußerungen, die er als Anspielung auf Pocher verstand, nannte er sie „unverschämt“ und ihr Verhalten „asozial“. Lombardis Abrechnung mit Amira Aly im Podcast gehört also zu derselben Folge.

Der Doppelmoral-Vorwurf begleitet Pocher schon länger: Bereits Anfang 2024 gab es Diskussionen um einen Geburtstagsbeitrag für seine Tochter, 2026 berichtete t-online über eine Kooperation mit dem Goldhändler TGI AG, nachdem die BaFin zwei Verkaufsmodelle des Unternehmens untersagt hatte. Ob Zverev sich selbst zu den Fotos äußert, ist bislang nicht bekannt – bis dahin steht Pochers Darstellung gegen die Kritik aus der Kommentarspalte.