Presley Gerber (27), Sohn von Supermodel Cindy Crawford (60) und dem Geschäftsmann Rande Gerber, ist tot. Er starb am Sonntag, dem 20. September 2026, in einer Rehabilitationseinrichtung im Raum Los Angeles.
Zuerst meldete das Promiportal TMZ den Tod, kurz darauf das Magazin People. Die Bestätigung des Todes gegenüber CNN kam von Allie Jenkins, dem Sprecher der Familie. Die Aufzeichnungen der Gerichtsmedizin von Los Angeles County sind öffentlich einsehbar.
Gerber hinterlässt seine Eltern und seine zwei Jahre jüngere Schwester Kaia Gerber (25), Model und Schauspielerin. Sein Vater baute gemeinsam mit George Clooney die Tequila-Marke Casamigos auf.
„Die Familie bittet in dieser sehr schwierigen und schmerzhaften Zeit um Privatsphäre.“
Keine Angaben zur Todesursache
Nach dem Bericht der Los Angeles Times zum Tod hat die Gerichtsmedizin von Los Angeles County weder Todesursache noch Todesart veröffentlicht. Laut TMZ stand eine Autopsie zunächst aus, die Untersuchung läuft nach Angaben von Gulf News weiter.
Auch der Grund für seinen Aufenthalt in der Einrichtung ist nicht offiziell mitgeteilt. Die Berichte nennen eine Entzugsklinik; bestätigt hat das die Familie nie. Solange die Gerichtsmedizin schweigt, bleibt die Todesursache die zentrale offene Frage des Falls.
Vom Laufsteg zur Calvin-Klein-Kampagne
Gerber folgte seiner Mutter ins Modelgeschäft. Mit 15 Jahren nahm ihn die Agentur IMG Models unter Vertrag, mit 16 gab er 2016 sein Laufstegdebüt bei einer Moschino-Show in Los Angeles.
Danach lief er für Dolce & Gabbana in Mailand sowie für Burberry, Bottega Veneta, Tommy Hilfiger und Ralph Lauren. Zu seinen Kampagnen zählten Calvin Klein, Celine, Pepsi und Omega; er erschien in GQ Style und im Style Magazine der New York Times.
2018 war er mit 18 Jahren gemeinsam mit seiner Schwester Kaia das Gesicht der globalen Calvin-Klein-Jeans-Kampagne. Ab 2019 vertrat ihn DNA Model Management, das ihn laut CNN auch als Investor und Unternehmer führt. Über seine ersten Schauen sagte er dem W Magazine 2016, sein einziger Gedanke sei gewesen: „Nicht hinfallen.“
Alkohol am Steuer, Bewährung und offene Worte
Im Januar 2019 wurde Gerber in Beverly Hills festgenommen: Er war nachts gegen 4 Uhr mit einem Tesla unterwegs und stand unter Alkoholeinfluss. Im Juli 2019 legte er nach Angaben von Page Six ein „no contest“-Geständnis zur Vergehens-Anklage ab und wurde zu drei Jahren Bewährung, einem Anti-Alkohol-Programm und zwei Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
2020 ließ er sich den Schriftzug „MISUNDERSTOOD“ ins Gesicht tätowieren, 2021 offenbar wieder entfernen. 2024 berichtete er von einer mehrjährigen Opiatabhängigkeit und einer fast tödlichen Fentanyl-Überdosis, die ihn für einige Tage ins Koma fallen ließ; danach habe er sich einer Behandlung mit der psychedelischen Substanz Ibogaine unterzogen.
Er entschied sich früh, seine Erkrankungen öffentlich zu machen. Auf Instagram lief seine Videoreihe „Mental Health Mondays“ über Therapie und Suchtbewältigung. Im „Studio 22“-Podcast sagte er 2023, es genüge ihm, wenn er einen Menschen oder hundert aus der Situation hole, in der er selbst einmal gewesen sei.
Gerbers Weg: von der Festnahme bis zum Tod
- Januar 2019Festnahme in Beverly Hills
Gerber wird nachts gegen 4 Uhr mit einem Tesla unter Alkoholeinfluss angehalten.
- Juli 2019Geständnis und Urteil
Er legt ein „no contest“-Geständnis ab: drei Jahre Bewährung, DUI-Programm und zwei Tage gemeinnützige Arbeit.
- 2024Offenbarung über Sucht und Überdosis
Gerber berichtet von jahrelanger Opiatabhängigkeit, einer fast tödlichen Fentanyl-Überdosis und einer Ibogaine-Behandlung.
- Dezember 2025Instagram-Video über Medikamente
Er spricht über Buprenorphin, Xanax und Valium wegen „Panikattacken“; seine Mutter reagiert öffentlich.
- 11. August 2026Kaia Gerber in der amerikanischen Vogue
Seine Schwester spricht über den jahrelangen Kampf ihres Bruders gegen die Drogensucht.
- 20. September 2026Tod mit 27 Jahren
Gerber stirbt in einer Rehabilitationseinrichtung im Raum Los Angeles; die Todesursache ist offen.
Die letzten Monate der Familie
Im Dezember 2025 veröffentlichte er ein inzwischen gelöschtes Instagram-Video über Beruhigungs- und Antidepressiva – Buprenorphin, Xanax und Valium –, die er wegen „Panikattacken“ genommen habe.
Darin sagte er, er habe zuletzt viele Verluste in unterschiedlichster Form erlitten; das sei keine Entschuldigung, aber der Grund, warum er dort sei, wo er jetzt sei. Seine Mutter Cindy Crawford antwortete öffentlich: „Presley – wir lieben dich, und du bist nicht allein.“
Am 2. Juli 2026, kurz nach seinem 27. Geburtstag, gratulierte Crawford ihrem Sohn online: „Ich bin so stolz auf den Mann, der aus dir geworden ist, aber für mich wirst du immer mein kleiner Junge bleiben.“
Gerbers letzter Beitrag auf seinem Instagram-Hauptprofil stammte vom 5. August 2026 und zeigte ihn als Model für die Marke Vuori. Am 11. August 2026 erschien in der amerikanischen Vogue ein Interview mit seiner Schwester Kaia, in dem sie über den jahrelangen Kampf ihres Bruders sprach: Wenn so etwas in einer Familie passiere, nivelliere das alle, und sie habe sich deshalb als „die Unkomplizierte“ eingeordnet.
„Meine Eltern waren fast unser ganzes Leben lang sehr, sehr privat und haben nichts geteilt – und jetzt haben wir diesen absoluten Lehrer, meinen Bruder, der sagt: ‚Ich werde für alle sehr menschlich sein.‘“
Paris Hilton kondoliert zuerst
Unter Gerbers letztem Instagram-Beitrag hatte Paris Hilton wenige Stunden vor Bekanntwerden des Todes kommentiert: „Love you bro.“ Als die Nachricht öffentlich wurde, war sie nach Angaben von Gulf News die erste prominente Person mit einem öffentlichen Kondolenzwort: „Ich bin völlig am Boden zerstört. Ich kann noch immer nicht glauben, dass das echt ist.“
Gerbers Instagram-Profil füllte sich danach mit Kondolenzen von Fans; viele bezogen sich ausdrücklich auf die Themen psychische Gesundheit und Medikamentengebrauch, die er dort dokumentiert hatte. Zu Beerdigung oder Trauerfeier ist nichts bekannt.
Offen ist damit nicht nur die Todesursache. Offen ist auch, wann die Gerichtsmedizin von Los Angeles County ein Ergebnis vorlegt, ob es eine Trauerfeier gibt und ob sich die Familie über ihren Sprecher hinaus äußert.
