Monatelang war Michelle nicht in der Öffentlichkeit zu sehen. Am 17. September 2026 trat die Schlagersängerin (54) beim „HeidiFest“ im Münchner Hofbräuhaus wieder vor Menschen – und nutzte den Abend für eine Abrechnung mit ihrer Branche. Es war ihr erster privater Auftritt nach der Trennung von Eric Philippi (29) und nach dem Ende ihrer Musikkarriere.
Rund 900 Gäste kamen zu Heidi Klums (53) Wiesn-Party im Hofbräuhaus, darunter Naomi Campbell, Nadja Auermann, Katja Burkard, Olivia Jones, Bruce Darnell sowie Tom Kaulitz und Klums Tochter Leni. RTL übertrug die Veranstaltung, durch das Vorprogramm führte Frauke Ludowig. Michelle sprach dort mit RTL „Exclusiv“, dem ARD-Magazin „Brisant“ und dem OK! Magazin.
Abrechnung mit der Schlagerbranche
In dem OK!-Interview über ihr Leben als Heilerin legte Michelle dar, warum sie der Schlagerwelt den Rücken kehrt. Der Entschluss sei vor dreieinhalb Jahren gereift: „Ich mache jetzt noch ein Album und dann werde ich es beenden und werde mir in der Zeit schon das mit der Heilung aufbauen.“ Auf die Frage, ob sie etwas aus ihrer Bühnenzeit vermisse, antwortet sie mit einem klaren „Nee!“ – keine Haarextensions, keine künstlichen Wimpern, kein Haarefärben mehr.
„Ich habe einfach immer mehr gespürt, dass ich immer weniger Wert lege auf die Gespräche und die Oberflächlichkeit in dieser Branche - manchmal. Und auch auf die Menschen da drin. Es geht ja immer nur darum, wer verkauft am meisten, wer ist am tollsten. Es geht nie um den Menschen, wenn man jemanden fragt 'Wie geht's dir?'. Du erfährst nie etwas.“
Heilerin und Medium unter dem Namen „Wakan“
Parallel baut Michelle ein zweites Standbein auf: Unter dem Namen „Wakan“ – nach eigener Darstellung ein indigenes Wort für „heilige Energie“ – arbeitet sie als spirituelle Heilerin und Medium. Am 31. August 2026 ging ihre Website „Michelle Healing“ an den Start, mit der Michelle als spirituelle Heilerin „Wakan“ durchstartet.
Das Angebot umfasst Seelencoachings über zehn Einheiten, energetische Heilsitzungen und mediale Einzelsitzungen, alle Termine per Videokonferenz. Der einzige öffentlich genannte Festpreis: 200 Euro für die einstündige Online-Meditation freitags ab 18 Uhr. Nach Angaben von t-online über ihre Heiler-Ausbildung lernte sie vor rund zwölf Jahren das Heilen, später folgte eine Ausbildung zum Medium. Eine Garantie für einen Jenseitskontakt gibt sie nicht, und ihre Angebote ersetzten keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Trennung kam per Telefon, kurz nach der Tour
Überschattet wird der Neuanfang von der Trennung. Am 15. Februar 2026, ihrem 54. Geburtstag, machte Philippi ihr beim letzten Konzert der Abschiedstournee in der Berliner Uber Arena erneut einen Heiratsantrag; Michelle sagte Ja. Rund zweieinhalb Monate später, am 1. Mai 2026, gaben beide die Trennung in einem gemeinsamen „Bild“-Interview bekannt – die Entscheidung sei von ihm ausgegangen, sagte Philippi. Wie Eric Philippi die Beziehung per Telefon beendete, schilderte Michelle erst jetzt.
„Weil es doch sehr überraschend kam und auch sehr kurzfristig nach der Tour, also sehr, sehr, sehr kurzfristig am Telefon.“
„Ich habe wirklich gedacht, ich habe körperliche Schmerzen. Ich habe das so noch nie gespürt“, sagte sie über die Nachricht. Auf die Frage, ob sie sich von Philippi benutzt fühle, sagte sie: „Ohne es auszusprechen, bleibt mir eigentlich irgendwie gar keine andere Wahl, um vielleicht in diese Richtung zu denken. Ich will es aber nicht sagen, weil ich nicht weiß, ob's so war.“ Philippi hat sich zu ihrer Darstellung bislang nicht öffentlich geäußert.
Auch über ihr Liebesleben sprach Michelle offen. Sie sei Single und für eine neue Beziehung nicht bereit: „Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt noch mal jemandem so vertrauen kann, weil mein Vertrauen doch massiv gebrochen wurde.“ Gegenüber Frauke Ludowig sagte sie: „Ich bin nicht hier, um zu flirten. Ich bin hier, um heute mir mal einen schönen Abend zu machen.“ Sie habe zuletzt kaum ihr Zuhause verlassen und gehe lieber mit ihren Hunden spazieren.
Lederhose statt Dirndl und ein Live-Termin
Für Aufsehen sorgte ihr Outfit: Statt des üblichen Dirndls trug Michelle eine Trachtenlederhose – nach eigener Aussage in Kindergröße 140, weil ihr alle Damenmodelle zu groß gewesen seien; auch Jogginghosen kaufe sie in den Größen 152 oder 164. Im Vorjahr war sie an gleicher Stelle mit Philippi und rechts gebundener Dirndl-Schleife erschienen, damals ein Signal für „vergeben“.
Ganz von der Öffentlichkeit verabschiedet hat sich Michelle nicht: In ihrem Format „Nachtgedanken“ spricht sie regelmäßig über persönliche Themen, am 14. November 2026 bringt sie es erstmals live auf eine Bühne – im Saalbau in St. Wendel, 20 bis 22 Uhr, Tickets ab 39 Euro. Dort tritt sie weiter unter dem Namen Michelle auf, nicht als „Wakan“. Für die kommenden Monate plant sie zudem ein neues Projekt mit Tieren. Ob sie in St. Wendel auch über ihre Arbeit als spirituelle Heilerin spricht, ist bislang nicht bekannt.
