Michael Schanze muss Münchner Zuhause bis Ende 2026 räumen
Bild: KI-generiert
Mietmarkt München

Michael Schanze muss Münchner Zuhause bis Ende 2026 räumen

Der Entertainer Michael Schanze (79) muss sein Münchner Mietshaus bis Jahresende räumen, weil das Gebäude abgerissen wird. Seit Monaten sucht er vergeblich eine Wohnung mit über 100 Quadratmetern – als Notfallplan bleibt nur die Seniorenresidenz.

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Michael Schanze (79) verliert nach mehr als 13 Jahren sein Zuhause in München. Sein Vermieter hat dem Entertainer und Moderator („1, 2 oder 3“, „Flitterabend“) das Haus in Obermenzing gekündigt, weil das Gebäude abgerissen werden soll. Bis zum Jahresende 2026 muss er ausgezogen sein – eine neue Wohnung hat er bislang nicht.

Bereits im Frühjahr 2026 machte Schanze die Kündigung öffentlich. In einem Merkur-Interview im Juli schilderte er seine weiter erfolglose Suche; Ende September bestätigten mehrere Berichte, dass er noch keine neue Wohnung gefunden hatte. Grundlage ist ein Interview mit der Zeitschrift „Das Neue Blatt“, aus dem die Abendzeitung zitiert; FOCUS online und BUNTE haben den Beitrag übernommen.

„Ich habe auch gleich um 19 Uhr wieder einen Besichtigungstermin. Und dann habe ich noch eine Dame angeschrieben, die meldet sich nicht zurück ... Vier-Zimmer-Wohnung mit Garten in Neupasing“, schilderte Schanze.

Eine Kündigung nach mehr als 13 Jahren

Über 13 Jahre lebte Schanze in dem Mietshaus mit großem Garten und rund 200 Quadratmetern Wohnfläche. Dort wollte er eigentlich seinen Lebensabend verbringen.

Die Kündigung des Obermenzinger Mietshauses machte er im Frühjahr 2026 selbst öffentlich: „Die wollen das Haus abreißen. Ich muss umziehen, da ich die Kündigung bekommen habe. Ich bin gerade auf der Suche nach einer Wohnung.“

Das Haus war mehr als eine Adresse: Dort hatte er seiner Lebensgefährtin, der Kostüm- und Showausstatterin Uschi Köhl, am Klavier vorgespielt. Köhl starb 2024 im Alter von 70 Jahren an einer Hirnblutung; Schanze fand sie leblos im Wintergarten.

Chronologie der Wohnungssuche

  1. 2024
    Schanzes Lebensgefährtin stirbt

    Uschi Köhl, Kostüm- und Showausstatterin, stirbt mit 70 Jahren an einer Hirnblutung; Schanze findet sie leblos im Wintergarten.

  2. Januar 2026
    Die Suche beginnt

    Schanze startet die Wohnungssuche in München – gewünscht sind möglichst über 110 Quadratmeter für maximal 3.000 Euro Miete.

  3. März 2026
    Die Kündigung wird öffentlich

    Bekannt wird, dass der Vermieter das Haus in Obermenzing abreißen will. Schanze nennt eine Seniorenresidenz erstmals als Option „im Hinterkopf“.

  4. 12. Juli 2026
    Weiter ohne Angebot

    Der Merkur berichtet über die erfolglose Suche. Schanze: „Mit immer schneller werdendem Puls warte ich darauf, dass noch ein Angebot kommt.“

  5. 27. September 2026
    Seniorenresidenz als Notfallplan

    Mehrere Medien melden unter Berufung auf „Das Neue Blatt“, dass Schanze weiterhin ohne neue Wohnung ist.

  6. Ende 2026
    Die Auszugsfrist läuft ab

    Bis Jahresende muss Schanze das Haus verlassen; laut einem Stadtteilbericht sollte das Gebäude bereits Ende Oktober geräumt sein.

Wenig Treppen, viel Platz – höchstens 3.000 Euro Miete

Seit Beginn des Jahres 2026 sucht Schanze eine neue Bleibe. Sein Anforderungsprofil: möglichst über 100 Quadratmeter Wohnfläche, nach Angaben des Merkur möglichst über 110 Quadratmeter, höchstens 3.000 Euro Miete, gute Erreichbarkeit und wenige Treppen.

Der Wunsch nach wenigen Treppen hat einen medizinischen Grund. Schanze leidet an einer fortschreitenden Nervenkrankheit, einer Polyneuropathie. In einem Interview über seine verzweifelte Wohnungssuche sagte er: „Unterhalb der Knie spüre ich meine Beine nicht mehr.“ Ein Rollator werde für ihn zunehmend zur Stütze. Im Januar 2027 wird er 80 Jahre alt.

Hinzu kommt ein platzintensives Arbeitsgerät: Schanze besitzt drei Konzertflügel, mindestens einen will er in die neue Wohnung mitnehmen, auf die anderen beiden verzichten. Ärger mit Nachbarn fürchtet er nicht: „Ich spiele sozialverträglich Klavier – ich hatte noch nie eine Beschwerde, nicht einmal im Hochhaus in Monte Carlo.“

„So ein Instrument braucht Raum und Luft zum Atmen.“
Michael Schanze, Entertainer und TV-Moderator

Der Puls steigt – und der liebe Gott könnte dazwischenkommen

Schon im Sommer schilderte Schanze die zermürbende Warterei: „Mit immer schneller werdendem Puls warte ich darauf, dass noch ein Angebot kommt“, sagte er dem Merkur im Juli 2026.

Zugleich zeigt er Verständnis für die Zurückhaltung der Vermieter – mit Blick auf sein Alter: „Es liegt auch an der Frage, wie langfristig man noch an mich vermieten kann. Der liebe Gott kann da schließlich ganz schnell einen Riegel vorschieben.“

Die knappe Frist bestimmt seinen Alltag, anderes muss zurückstehen: „Ich kann momentan auf keiner anderen Hochzeit tanzen“, sagt Schanze. Auch seine Familie in den USA sieht er kaum – seinen 43-jährigen Sohn Patrick, dessen Ehefrau Veronica und die gemeinsamen Kinder. Spontane Besuche in Übersee seien derzeit nicht möglich.

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Seniorenresidenz als letzter Ausweg

Bleibt die Suche erfolglos, sieht Schanze nur einen Ausweg: den Umzug in eine Seniorenresidenz. Diesen Plan B hatte er bereits im Frühjahr 2026 „im Hinterkopf“; Ende September bestätigen mehrere Berichte ihn erneut als konkreten Notfallplan. Örtlich ist er nicht mehr wählerisch: Er würde überall hinziehen, obwohl Obermenzing mit seinen Erinnerungen, Ärzten und Geschäften längst seine „Herzensheimat“ sei.

Für den Entertainer reiht sich der Wohnungsstress in schwere Jahre ein: 2019 machten ihm massive gesundheitliche Probleme zu schaffen, sein Gewicht sank von einst 198 auf rund 98 Kilogramm – zeitweise hieß es, er habe „fast 100 Kilo“ verloren.

Auch andere Prominente trennen sich derzeit von gewohnten vier Wänden – etwa Anne Wünsches Abschied von der Berliner Wohnung oder der Verkauf von Matthias Reims 600-qm-Haus. Ob Schanze bis zum Jahresende selbst eine Bleibe findet, ist offen; die Besichtigungstermine laufen weiter.