Kacey Musgraves singt bei den VMAs für Dolly Parton
Bild: KI-generiert
VMA-Tribut

Kacey Musgraves singt bei den VMAs für Dolly Parton

Kacey Musgraves sang bei den VMAs „I Will Always Love You“ für die verstorbene Dolly Parton. Deren Patentochter Miley Cyrus fehlte – laut einem Klatschkolumnisten wurde sie für das Tribut gar nicht erst angefragt.

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Die MTV Video Music Awards haben Dolly Parton (80) geehrt – doch ihre Patentochter fehlte. Miley Cyrus (33) stand am Sonntag nicht auf der Bühne des Peacock Theater in Los Angeles, und laut einem Klatschkolumnisten wurde sie für das Tribut gar nicht erst angefragt.

Statt Cyrus sang Kacey Musgraves (38) den Parton-Klassiker „I Will Always Love You“. Die Todesnachricht der Country-Ikone Dolly Parton hatte die Musikwelt am 25. August 2026 erreicht; Parton starb nach kurzem Kampf gegen Krebs im Vanderbilt-Ingram Cancer Center in Nashville. Die Ehrung bei den VMAs am 27. September 2026 war eine von mehreren.

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Dolly. 💔 Das tut wirklich wirklich weh.

X · @KaceyMusgraves

Ausgelöst hat die Debatte der Klatschkolumnist Rob Shuter. In Rob Shuters Bericht über die fehlende Anfrage vom 25. September heißt es, Cyrus sei für das Tribut gar nicht erst kontaktiert worden. Shuter beruft sich auf zwei namentlich nicht genannte Insider; MTV und die Produzenten haben das nie bestätigt.

Drei Gründe, die Insider nennen

Der erste Grund ist Rücksicht auf die Trauer. Ein Musik-Insider sagte Shuter, es habe die Sorge gegeben, Cyrus zu bitten, „diese Trauer so kurz nach dem Verlust in einen Fernsehmoment zu verwandeln“. Das sei „unglaublich emotional“ – „das ist für sie nicht nur ein weiteres Tribut“.

Der zweite Grund ist die Furcht vor einem Miley-Moment. Ein zweiter Insider argumentierte, Cyrus bringe „enorme Emotion, Geschichte und Aufmerksamkeit“ mit. „In der Sekunde, in der sie diese Bühne betritt, wird aus dem Tribut der Miley-Moment“, sagte er Shuter. Die Produzenten hätten den Fokus auf Dolly halten wollen; Musgraves liefere eine schöne Performance, ohne das Tribut zu überschatten.

Der dritte Grund ist das Publikum. Die VMAs sind traditionell stark auf Pop und Hip-Hop ausgerichtet. Nach Shuters Darstellung wollten die Produzenten mit der Country-Sängerin Musgraves Zuschauer gewinnen, die die Show sonst nicht einschalten – Musgraves gebe der Show bei diesem Publikum Glaubwürdigkeit.

Doch es gibt eine nüchternere Erklärung. Elle und Yahoo Entertainment berichteten, Cyrus sei schlicht nicht nominiert gewesen: Ihr Album „Bass Persuades“ erschien erst am 18. September 2026 und ist damit erst für die VMAs des kommenden Jahres zugelassen. Ihr Vorjahresalbum „Something Beautiful“ hatte 2025 noch vier Nominierungen erhalten.

In Los Angeles war sie daher weder als Nominierte noch als Presenterin oder Performerin dabei.

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Ein Auftritt in Pink, Pailletten und großem Haar

Musgraves' Tribut war ihr erster VMA-Auftritt seit fünf Jahren – 2021 hatte sie den Titelsong ihres Albums „Star-Crossed“ gesungen. Diesmal begann der Auftritt mit einem Videoausschnitt von Parton selbst: Sie sang „I Will Always Love You“ in einer Folge der „Dolly Parton Show“. Der Song erschien 1974, Parton beendete ihre Show oft damit.

Danach saß Musgraves live am Klavier, umgeben von pinkem und violettem Licht. Optisch war die Anspielung auf Parton unübersehbar: Musgraves' Dolly-Look mit Pailletten und Federn – ein hotpinkes, paillettenbesetztes Kleid mit Feder-Stulpen von Miron, dazu lila-pinker Lidschatten und eine voluminöse, hochtoupierte Frisur.

Moderator Snoop Dogg adelte den Auftritt direkt auf der Bühne.

„So ehrt man eine Legende … wir lieben dich, Dolly.“
Snoop Dogg, Rapper und Moderator der VMAs 2026

Musgraves war an diesem Abend ohnehin präsent: Sie war in der Kategorie Best Country für ihre Single „Dry Spell“ nominiert – gegen Ella Langley („Choosin' Texas“), Lainey Wilson („Somewhere Over Laredo“), Luke Combs („Back in the Saddle“), Shaboozey („Cowgirl“), Stella Lefty („Boston“) und Tucker Wetmore („Brunette“).

Die Patentochter, die ihren Schmerz privat hält

Parton wurde 1992 Miley Cyruses Patentante und blieb über Jahrzehnte ihre Mentorin. Sie trat in der Disney-Serie „Hannah Montana“ als „Aunt Dolly“ auf, die beiden sangen gemeinsam bei den Grammys und in Cyrus' New-Year's-Eve-Special. Cyrus nannte Parton 2024 „wie eine Mutter“ für sich.

Einen Tag nach Partons Tod verabschiedete sich Cyrus auf Instagram. Das Gefühl, ihre Tante Dolly verloren zu haben, gehe über das hinaus, was sich teilen lasse, schrieb sie: Ihre heiligsten Momente seien privat gewesen und blieben es – hinter der Bühne, unter dem Glamour und zwischen ihren Herzen.

Am 17. September sprach Cyrus in der Zane Lowe Show bei Apple Music über ihr letztes Gespräch mit Parton – es ging um ihr neues Album „Bass Persuades“. Sie erzählte auch, dass sie „I Will Always Love You“ 2023 nur unter Tränen mit Parton habe singen können: „Ich kann nicht. Ich habe geweint, als ich ‚I Will Always Love You' mit ihr gesungen habe.“

Von den Emmys bis zum VMA-Tribut

Parton wurde nach ihrem Tod an mehreren Preisshows geehrt: Bei den Primetime Emmys am 14. September sang Reba McEntire „Appalachian Memories“, Partons „Steel Magnolias“-Kollegin Sally Field würdigte sie; bei „Dancing With the Stars“ ehrte Julia Stiles die Verstorbene. Musgraves hatte Parton bereits am 28. August in Boston mit „Here You Come Again“ geehrt.

Vom Tod der Ikone zum umstrittenen Tribut

  1. 25. August 2026
    Dolly Parton stirbt mit 80 Jahren

    Die Country-Ikone stirbt nach kurzem Kampf gegen Krebs im Vanderbilt-Ingram Cancer Center in Nashville.

  2. 26. August 2026
    Miley Cyrus meldet sich auf Instagram

    Partons Patentochter schreibt, ihre heiligsten Momente mit Dolly wolle sie privat halten.

  3. 28. August 2026
    Musgraves covert Parton in Boston

    Bei einem Stopp ihrer Middle-of-Nowhere-Tour singt sie „Here You Come Again“.

  4. 14. September 2026
    Ehrungen bei den Primetime Emmys

    Reba McEntire singt „Appalachian Memories“, Sally Field würdigt die Verstorbene.

  5. 17. September 2026
    Cyrus spricht über das letzte Gespräch

    In der Zane Lowe Show erzählt sie von ihrem letzten Austausch mit Parton über ihr Album „Bass Persuades“.

  6. 25. September 2026
    Der Snub-Bericht erscheint

    Rob Shuter schreibt auf seinem Substack, Cyrus sei für das VMA-Tribut nicht angefragt worden; Cheat Sheet und In Touch Weekly greifen den Bericht auf.

  7. 27. September 2026
    Musgraves singt bei den VMAs

    Im Peacock Theater in Los Angeles ehrt sie Parton mit „I Will Always Love You“ – Miley Cyrus ist nicht dabei.

Die VMAs moderierte Snoop Dogg, eröffnet wurden sie von Madonna. Neben dem Dolly-Parton-Tribut gab es einen musikalischen Nachruf auf George Michael mit RAYE, SOMBR und Teddy Swims; Nirvana erhielt den Video Vanguard Award. Ausgestrahlt wurde die Show am 27. September ab 19.30 Uhr ET auf CBS, parallel auf MTV und im US-Streaming bei Paramount+.

International waren Show und Tribut am 28. September bei Paramount+ und MTV abrufbar.

Offiziell bestätigt ist bislang nichts. Weder MTV noch die Produzenten von Gunpowder & Sky um Van Toffler noch Cyrus' Umfeld haben sich zu Shuters Bericht geäußert. Ob MTV die Patentochter hätte fragen müssen, beantwortet damit weiterhin niemand offiziell.