Barbara Salesch hat nie geheiratet und bereut es nicht
Die TV-Richterin Barbara Salesch (76) hat nie geheiratet – für sie kein Versäumnis, sondern ihr Lebensmodell. Im RTL-Interview erklärt sie, warum sie keinen Trauschein braucht.
Barbara Salesch (76) hat in ihrem Leben nie geheiratet – und will nicht, dass daraus ein Versäumnis wird. Auf die Frage nach dem Trauschein antwortet die TV-Richterin mit einem Satz, der keine Nachfrage zulässt: „Das ist mir völlig wurscht. Ich tue es nicht. Ich brauch nicht heiraten.“
Das Zitat stammt aus dem RTL-Interview über Liebe und TV-Erfolg, veröffentlicht am 23. September 2026. Schon die Frage weist Salesch zurück – heute müsse schließlich niemand mehr erklären, weshalb er heirate oder eben nicht. Für sich selbst wird sie dann aber deutlich: Eine Urkunde vom Standesamt entscheidet für sie nicht über das Glück einer Beziehung.
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Ein Lebensmodell namens Unabhängigkeit
Die Haltung ist nicht neu. Bereits 2022 erklärte Salesch, sie habe sich bewusst gegen Ehe und Kinder entschieden – wie die Zusammenstellung ihrer Ehe-Aussagen im OK-Magazin zeigt. „Männer ja, Ehemänner nein. Ganz einfach“, sagte sie damals. Ihr Lebensmodell sei immer die Unabhängigkeit gewesen.
„Auch aus Liebe muss man nicht heiraten. Hauptsache, man versteht sich.“
Barbara Salesch, TV-Richterin
Nach 27 Jahren spielt sie vor allem sich selbst
Vor der Kamera steht Salesch seit 27 Jahren – und sie verkörpert dabei keine Rolle. Anders als die Schauspieler, die ihr im TV-Gericht gegenübersitzen, war sie tatsächlich Richterin: erst Staatsanwältin, später Vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg. „Ich bin die Richterin und fertig. Das bin ich mein ganzes Leben“, sagt die gebürtige Karlsruherin. Ihr Erfolgsrezept bringt sie noch kürzer auf den Punkt: „Ich spiele mich.“
Bei den inszenierten Fällen pocht sie auf juristische Genauigkeit: „Alle meine Sendungen sind juristisch top korrekt“, betont sie. Für die Primetime-Fälle beschäftigt sie sich rund drei Wochen mit einem Drehbuch und überarbeitet die Bücher nach eigener Aussage selbst.
Barbara Salesch: vom Gerichtssaal ins TV-Gericht
1950
Geburt in Karlsruhe
Salesch wird in Karlsruhe geboren und arbeitet später als Staatsanwältin, zuletzt als Vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg.
1999
Start der Sat.1-Gerichtsshow
Mit „Richterin Barbara Salesch“ wird sie deutschlandweit bekannt.
2012
Absetzung und TV-Pause
Die Sat.1-Show endet; Salesch malt und studiert an der Kunstakademie Bad Reichenhall.
2022
Comeback bei RTL
Mit „Barbara Salesch – Das Strafgericht“ kehrt sie zurück; im BUNTE-Interview erklärt sie, sie habe sich bewusst gegen Ehe und Kinder entschieden.
Juni 2025
Erster Primetime-Film
„Der größte Prozess ihres Lebens: Die Tote im Rhein“ erreicht laut Netzwelt 2,15 Millionen Zuschauer.
23. September 2026
Interview und zweiter Primetime-Film
RTL veröffentlicht das Gespräch; am Abend läuft „Freier Fall in den Tod“ um 20:15 Uhr.
Anlass ist ein Totschlagsfall um 20:15 Uhr
Auslöser war ihr zweiter Primetime-Film: „Barbara Salesch – Freier Fall in den Tod“ lief am 23. September 2026 um 20:15 Uhr bei RTL und parallel auf RTL+. Der Stoff ist ein Totschlagsfall um die 25-jährige Luana Cortes, die aus dem vierten Stock eines Bürogebäudes stürzt und neben Gästen eines Cafés aufschlägt. Salesch sagt: „Es geht um Habgier, Sex, Machtmissbrauch, Erpressung.“
Es ist der zweite Primetime-Film ihres Formats; der erste, „Der größte Prozess ihres Lebens: Die Tote im Rhein“, erreichte im Juni 2025 laut Netzwelt 2,15 Millionen Zuschauer. Gesprächspartner bei RTL war Reporter Kai Franzke Jr., der Salesch in Köln traf.
Bauernhof, Savoy Hotel – und zurück auf den Hof
Privat lebt Salesch auf einem Bauernhof bei Petershagen in Westfalen; für die Dreharbeiten in Köln übernachtet sie seit Jahren im Savoy Hotel. Für sie ist das längst ein vertrauter Ort.
„Man kennt die Leute, die Mitarbeiter seit ewigen Zeiten. Man bekommt alles, was man braucht. Es ist sehr angenehm.“
Barbara Salesch, TV-Richterin
Auch der opulente Hotelstil sagt ihr zu, besonders zur Weihnachtszeit: „Der Kitsch von dort kann mit meinem Weihnachtskitsch gut konkurrieren.“ Nach dem letzten Dreh geht es direkt zurück auf den Hof. Die Frage nach dem Standesamt hat sie für sich beantwortet – die Frage aber, warum heute überhaupt jemand erklären muss, ob er heiratet, hat sie zurückgegeben an die, die sie stellen.