Radfahrerin stirbt auf der A66 – Polizei zählt 14 Fahrzeuge
Eine Fahrradfahrerin ist in der Nacht auf der A66 bei Hochheim ums Leben gekommen. Die Polizei stellte 14 beteiligte Fahrzeuge fest – wie die Frau auf die Autobahn und auf die linke Spur geriet, ist bislang ungeklärt.
14 Fahrzeuge, eine getötete Radfahrerin, viele offene Fragen: In der Nacht zum 2. Oktober ist eine Fahrradfahrerin auf der A66 bei Hochheim ums Leben gekommen. Die Polizei stellte anschließend 14 an dem Geschehen beteiligte Fahrzeuge fest. Warum die Frau nachts auf der Autobahn unterwegs war, blieb zunächst unklar.
Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein Audi-Fahrer gegen 00:20 Uhr auf dem linken Fahrstreifen der A66 von Wiesbaden kommend in Richtung Frankfurt. In Höhe der Anschlussstelle Wallau, im Bereich Hochheim, erfasste er die Radfahrerin.
Die Frau war nach ersten Erkenntnissen ebenfalls auf der linken Spur unterwegs. Kurz nach 00:20 Uhr rollten nachkommende Fahrzeuge über sie und ihr Fahrrad. Die Radfahrerin starb noch an der Unfallstelle.
Alter und Identität der Verstorbenen machte die Polizei nicht öffentlich. Wie die Frau auf die Autobahn gelangte, blieb auch in der Meldung der Polizei zum tödlichen Unfall offen.
14 Fahrzeuge und ein Gutachter
Insgesamt stellte die Polizei 14 beteiligte Fahrzeuge fest. Nach dem Bericht über die 14 beteiligten Fahrzeuge müssen die Ermittler rekonstruieren, welcher Wagen wann an die Unfallstelle kam und wie sich der Hergang in der Dunkelheit abspielte.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zog die Polizei am frühen Morgen einen Gutachter hinzu.
Die Unfallstelle zwischen Wallau und dem Wiesbadener Kreuz wurde umfangreich aufgenommen. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an; Angaben dazu, wie lange sie noch laufen, machte die Polizei nicht.
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Neun Stunden gesperrt
Die Verkehrsmeldung wies in der Nacht die Sperrung der A66 zwischen Wallau und dem Wiesbadener Kreuz in Fahrtrichtung Frankfurt aus. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Wiesbaden-Nordenstadt von der Autobahn geleitet.
Gegen 8 Uhr staute sich in Richtung Frankfurt mehrere Kilometer Rückstau.
Erst gegen 9 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben – nach knapp neun Stunden Sperrung. Wenige Tage zuvor, am 21. September, hatte die Polizei auf der A7 eine Falschfahrerin nach 35 Kilometern gestoppt.
Zeugenaufruf der Autobahnpolizei
Die Polizeiautobahnstation Wiesbaden bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer (0611) 345-4140 zu melden. Die erste Meldung zum Unfall veröffentlichte das Polizeipräsidium Westhessen um 5 Uhr morgens, zu einem Zeitpunkt, als die A66 noch komplett gesperrt war.
Offen bleibt die zentrale Frage: Wie geriet die Radfahrerin auf die A66 und dort auf den linken Fahrstreifen? Die Polizei hat dazu bislang nichts mitgeteilt.
Bis der Gutachter den Hergang rekonstruiert hat, bleibt auch ungeklärt, welches der 14 Fahrzeuge die Frau wann erfasste. Eine Antwort darauf steht noch aus.