Sting steht an seinem 75. Geburtstag in London auf der Bühne
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Musiklegende

Sting steht an seinem 75. Geburtstag in London auf der Bühne

Sting feiert seinen 75. Geburtstag nicht mit einer Party, sondern mit Arbeit: Am 2. Oktober 2026 steht er in London in seinem Musical “The Last Ship„ auf der Bühne. Ans Aufhören denkt der Musiker nicht – das Konzept Ruhestand, sagt er, verstehe er nicht.

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Sting (75) feiert nicht mit einer Party, sondern mit Arbeit: Am Abend des 2. Oktober 2026 steht der Musiker im Theatre Royal Drury Lane in London auf der Bühne – in seinem Musical “The Last Ship„.

Der stern nennt sein Porträt zum Jubiläum “Egomanischer, als die Polizei erlaubt„ und beschreibt den Jubilar darin als Frühaufsteher, Schachfreak und Yogi – einen Jungen aus Wallsend, der “nicht anders konnte, als ein Superstar zu werden„.

Kein Konzept für den Ruhestand

Ans Aufhören denkt Sting nicht. Auf die Frage nach einer längeren Pause antwortet er in der dpa-Meldung zu seinem 75. Geburtstag scherzhaft: “Das Konzept musst du mir erst einmal erklären. Ich verstehe das nicht wirklich.„ Über das Älterwerden sagt er: “Es fühlt sich besser an, als tot zu sein.„

Dieselbe Pointe benutzte er schon im Mai 2026 im CBS-Interview: Auf die Frage nach einem Urlaub antwortete er, man müsse ihm das Konzept erklären, und begründete sein Weiterarbeiten mit “Because I like to work„. Die Fähigkeit, einfach dazusitzen und nichts zu tun, habe er nie entwickelt. “Ich glaube, Musik hält einen frisch„, sagt er über seinen Beruf.

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Der Geburtstag findet auf der Bühne statt

“The Last Ship„ läuft in London nur zwei Wochen lang, vom 22. September bis zum 3. Oktober 2026, insgesamt 16 Vorstellungen. Der 2. Oktober ist damit einer der letzten Spieltage. Vor London gastierte das Stück bereits in Amsterdam, Paris, Brisbane und New York. Sting spielt den Werft-Vorarbeiter Jackie White – eine Figur aus jener Schiffbau-Gemeinde, der er als junger Mann entkommen wollte.

In der Rezension des Magazins 1883 heißt es, Sting eröffne die Show singend auf einer erhöhten Plattform und “sounds great„; die Inszenierung lebe vor allem von einem riesigen, projizierten Schiff über der Bühne, das Bühnenbild stammt von Jenny Melville. Warum er das Theaterspielen mag, hat er selbst so begründet:

„Ich liebe es, auf der Bühne in einem Stück zu spielen, weil man dort völlige Freiheit hat – eine Freiheit, die ein Filmschauspieler nicht hat.“
Sting, Musiker und Musical-Darsteller

Zwei Tage später wartet Vancouver

Viel Zeit für den runden Geburtstag bleibt ohnehin nicht: Zwei Tage nach der letzten Londoner Vorstellung tritt Sting schon wieder in Vancouver auf. Neue Nordamerika-Termine seiner Show “Sting 3.0„ beginnen drei Tage nach seinem Geburtstag.

Zum Trio gehören der langjährige Weggefährte Dominic Miller an der Gitarre und Chris Maas am Schlagzeug. Mit “Sting 3.0„ war der Musiker 2026 bereits durch die USA und zahlreiche europäische Länder getourt.

Vom Lehrer aus Wallsend zum Weltstar

Sting wurde am 2. Oktober 1951 als Gordon Matthew Thomas Sumner in Wallsend geboren, einer Schiffbaustadt am Tyne bei Newcastle upon Tyne. Seinen Künstlernamen verdankt er einem schwarz-gelb gestreiften Pullover, den er Anfang der 70er bei den Phoenix Jazzmen trug: Ein Mitmusiker fand, er sehe darin wie eine Biene aus, und nannte ihn “Stinger„.

Stings Weg vom Spitznamen zum Jubiläum

  1. 2. Oktober 1951
    Geburt in Wallsend

    Gordon Matthew Thomas Sumner kommt in der Schiffbaustadt Wallsend am Tyne bei Newcastle upon Tyne zur Welt.

  2. Anfang der 1970er
    Aus Sumner wird Sting

    Wegen eines schwarz-gelb gestreiften Pullovers nennt ihn ein Mitmusiker bei den Phoenix Jazzmen “Stinger„ – daraus wird “Sting„.

  3. 1976/1977
    Der Weg zu The Police

    Stewart Copeland sieht ihn bei einem Auftritt in Newcastle und holt ihn nach London; mit Henri Padovani, später Andy Summers, entsteht The Police.

  4. 1978 bis 1983
    Fünf Studioalben, Weltruhm

    Hits wie “Message In A Bottle„ und “Every Breath You Take„ machen Sting als Sänger, Bassisten und Songwriter weltberühmt.

  5. 1985
    Start der Solokarriere

    “The Dream of the Blue Turtles„ löst sich vom Police-Sound und mischt Pop, Jazz und Reggae – mit dem Kalter-Krieg-Song “Russians„.

  6. 2003
    Rock and Roll Hall of Fame

    Sting wird mit Stewart Copeland und Andy Summers als The Police in die Ruhmeshalle aufgenommen.

  7. 2. Oktober 2026
    75. Geburtstag auf der Bühne

    Am Abend seines Geburtstags spielt Sting im Theatre Royal Drury Lane in London die Rolle des Jackie White in “The Last Ship„.

Vor der Musik war Sting ausgebildeter Lehrer; die dpa zählt heute 17 Grammy-Gewinne bei 45 Nominierungen, der US-Sender The Current nennt 18. Ein Rückblick auf Stings Karriere und frühere Geburtstage zeigt: 2011 gab er zum 60. ein vierstündiges Konzert im Beacon Theatre in New York, 2021 verbrachte er den 70. in Las Vegas. Für eine Pause spricht bislang nichts – angekündigt hat Sting keine.