Halle Berry darf Sohn Maceo nach Würgevorwurf nur eingeschränkt sehen
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Sorgerechtsstreit

Halle Berry darf Sohn Maceo nach Würgevorwurf nur eingeschränkt sehen

Schwere Vorwürfe im Sorgerechtsstreit: Olivier Martinez beschuldigt Halle Berry, den gemeinsamen Sohn Maceo gewürgt zu haben. Das Gericht in Los Angeles erließ eine einstweilige Verfügung – rund 91 Meter Abstand, eingeschränkter Umgang mit dem Kind. Berrys Anwältin nennt das Gesuch „bewusst irreführend“.

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Olivier Martinez (60) wirft seiner Ex-Frau Halle Berry (60) vor, den gemeinsamen Sohn Maceo (12) gewürgt zu haben – und verlangt das alleinige Sorgerecht. Am 1. Oktober 2026 beantragte der Schauspieler beim Los Angeles Superior Court eine einstweilige Verfügung wegen häuslicher Gewalt. Der Richter erließ sie noch am selben Tag.

Die Verfügung verpflichtet Berry zu rund 91 Metern Abstand zu Martinez und schränkt den Umgang mit Maceo ein; beide Eltern müssen sich einer vertraulichen Mediation stellen. Den Antrag, der Mutter jeden Kontakt zum Sohn zu untersagen, lehnte der Richter ab. Eine Nüchternheitsüberwachung ordnete er nicht an, hierzu gibt es widersprüchliche Berichte. Der Bericht über die erlassene einstweilige Verfügung zeigt, wie eng der Umgang zwischen Berry und Maceo jetzt geregelt ist.

Auslöser war laut Martinez' Schilderung ein Streit über ein Virtual-Reality-Spiel am 26. September in Berrys Haus in Los Angeles. Berry habe den Jungen dabei als „so dumm“ und „so ein Idiot“ beschimpft; Berrys Verlobter, der Musiker Van Hunt, sei anwesend gewesen. Die Vorwürfe sind bislang nicht gerichtlich festgestellt.

Dem Antrag zufolge rief Maceo seinen Vater panisch an und bat ihn, ihn sofort abzuholen – er wolle wegen des Erlebten nicht mehr ins Haus seiner Mutter zurück und sei traumatisiert. Am Morgen danach schrieb Berry laut Gerichtsakte: „Ich fühle mich schrecklich wegen dem, was letzte Nacht passiert ist, und ich weiß, dass es ihm genauso geht.“

Berrys Anwältin nennt das Gesuch bewusst irreführend

Halle Berry weist die Vorwürfe über ihre Anwältin Marina Beck zurück: Das Gesuch sei „völlig unbegründet und bewusst irreführend“. Beck legt nach, es sei noch eine Untertreibung, es so zu nennen. Es gebe umfangreiche Beweise samt Gerichtsbeschlüssen, dass Martinez wiederholt Auflagen verletzt und therapeutische sowie schulische Maßnahmen für Maceo behindert habe; dafür sei er bereits rechtlich sanktioniert worden.

Wie aus dem Bericht über Berrys Zurückweisung der Vorwürfe hervorgeht, wirft sie Martinez „unberechenbares, besitzergreifendes und gewalttätiges“ Verhalten vor. Martinez erklärt in den Unterlagen, er habe Berry vor der Antragstellung nicht persönlich informiert, weil er weitere Gewalt befürchtete – und äußerte „erhebliche Bedenken“ wegen ihrer psychischen Gesundheit und eines möglichen Alkoholproblems.

Von der Hochzeit 2013 zur Scheidung 2023

Berry und Martinez heirateten im Juli 2013, im Oktober desselben Jahres kam Maceo zur Welt. Nach der Trennung 2015 wurde die Scheidung erst 2023 rechtskräftig – nach acht Jahren. Damals einigten sich beide auf gemeinsames Sorgerecht: Berry zahlt 8.000 US-Dollar Kindesunterhalt im Monat plus 4,3 Prozent ihres Einkommens über 2 Millionen US-Dollar und trägt Schule und Aktivitäten des Sohnes. Vor Martinez war Berry mit dem Musiker Eric Benét verheiratet; Berry sprach über Eric Benéts Untreue.

Chronologie: Von der Ehe zur einstweiligen Verfügung

  1. 2010
    Kennenlernen am Filmset

    Halle Berry und Olivier Martinez lernen sich bei den Dreharbeiten zu „Dark Tide“ in Südafrika kennen.

  2. Juli 2013
    Hochzeit und Geburt des Sohnes

    Das Paar heiratet; im Oktober 2013 kommt Maceo Robert zur Welt.

  3. 2015/2016
    Trennung nach zwei Jahren Ehe

    Das Paar trennt sich, das Scheidungsverfahren beginnt.

  4. 2023
    Scheidung rechtskräftig

    Einigung auf gemeinsames Sorgerecht, 8.000 US-Dollar Monatsunterhalt plus 4,3 Prozent des Einkommens über 2 Millionen US-Dollar.

  5. September 2024
    Streit um die gemeinsame Erziehung

    Berry erklärt in Gerichtsunterlagen, über 200.000 Dollar für das Co-Parenting mit Maceo ausgegeben zu haben, und wirft Martinez Blockade vor.

  6. 26. September 2026
    Vorfall in Los Angeles

    Laut Martinez würgt Berry den gemeinsamen Sohn während eines Streits um ein VR-Spiel; Maceo lässt sich vom Vater abholen.

  7. 1. Oktober 2026
    Einstweilige Verfügung erlassen

    Martinez beantragt das alleinige Sorgerecht und eine Verfügung wegen häuslicher Gewalt; das Gericht erlässt sie noch am selben Tag. Die nächste Anhörung ist für den 16. Oktober 2026 angesetzt.

Streit über die gemeinsame Erziehung gab es schon vorher: Im Mai 2024 einigten sich beide laut Gerichtsdokumenten auf eine Elternberatung mit einem Coach. Im September 2024 erklärte Berry in Gerichtsunterlagen, über 200.000 Dollar für das Co-Parenting mit Maceo ausgegeben zu haben – und warf Martinez vor, die Zusammenarbeit zu blockieren.

Am 16. Oktober entscheidet das Gericht

Für den 16. Oktober 2026 ist die nächste Anhörung angesetzt; dann entscheidet der Richter, ob die vorläufige Sorgerechts- und Kontaktregelung bestehen bleibt. Bis dahin sind beide Eltern zur vertraulichen Mediation verpflichtet. Martinez' Anwalt Patrick Baghdaserians nennt Gesundheit, Wohlergehen und Sicherheit des Kindes das vorrangige Anliegen; erst danach komme die Frage, wie die Mutter die nötige Hilfe bekommt.

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Martinez' Antrag auf das alleinige Sorgerecht ist damit noch nicht entschieden. Offen ist, ob der Richter die Verfügung am 16. Oktober verlängert, abändert oder aufhebt – und ob Martinez' Vorwürfe zu Berrys psychischer Gesundheit im Verfahren überhaupt eine Rolle spielen. Ein Ende des Streits ist nicht in Sicht: Für den 16. Oktober müssen beide Seiten erneut in Los Angeles erscheinen.